AT: Brot für die Welt beobachtet „Schattenpandemie“

Diakonie

Gewalt gegen Frauen steigt weltweit dramatisch während der Corona-Pandemie

Wien (OTS) – Eine von drei Frauen weltweit erlebt UN Women zufolge körperliche und/oder sexuelle Gewalt. Seit dem Ausbruch der weltweiten COVID-19 Pandemie hat die Gewalt gegen Frauen zugenommen, insbesondere die Gewalt im häuslichen Bereich. „Durch die pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen verfügen Betroffene von Gewalt über noch weniger Zugang zu Unterstützungsangeboten. Oft fehlt auch das Wissen darüber, wohin sich Betroffene wenden können, um Unterstützung zu erhalten und sich zu schützen“, erklärt Aleksandra Kolodziejczyk, Projektreferentin von Brot für die Welt anlässlich des Welttages zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen (25.11.).

Brot für die Welt unterstützt Opfer von Gewalt

Die Brot für die Welt-Partnerorganisation SAWA in Palästina berichtet von einem starken Anstieg von Gewalt gegen Frauen seit März 2020. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich 5.583 Personen an die kostenlose Helpline gewandt und erhielten psychosoziale, medizinische und rechtliche Beratung. „Die ökonomische Unsicherheit, Jobverluste, soziale Isolierung und die Bewegungseinschränkungen verstärken bereits vorhandene Konflikte. Gewalt gegen Frauen nimmt zu“, so Kolodziejczyk.

Massive Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen weltweit

Der Anstieg von Gewalt gegen Frauen ist eine globale Entwicklung. In manchen Ländern haben laut UN Woman die Anrufe bei Helplines wegen häuslicher Gewalt um ein fünffaches zugenommen. Unterstützende Stellen geraten an ihre Grenzen, da bereits vor dem Ausbruch der Pandemie das Angebot an psychosozialer Unterstützung bei weitem nicht ausreichend war. „Und das, obwohl überhaupt nur weniger als 40% der von Gewalt betroffenen Frauen Hilfe suchen“, so Brot für die Welt.

„Kultur des Schweigens“ durchbrechen

Am Beispiel Palästinas zeigt Kolodziejczyk auf, was für andere Länder ebenso gilt: „Gewalt und die „Kultur des Schweigens“ werden von patriarchalen Normen und Gesetzen getragen. Sie können nur durch das aktive Engagement von allen Gesellschaftsgruppen und EntscheidungsträgerInnen bekämpft werden.“

Brot für die Welt Projekte fördern Empowerment durch bewusstseinsbildende Maßnahmen zu Rechten, Prävention und Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch – im Alltag und im Internet.

Brot für die Welt bittet um Spenden für Projekte zur Stärkung der Rechte von Frauen

Brot für die Welt | IBAN:AT67 2011 1287 1196 6366 | BIC: GIBAATWWXXX

Markus Golla
Über Markus Golla 8478 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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