AT: Blau-gelbe Pflegeprämie für 23.000 Personen im Pflege- und Betreuungsbereich

20. November 2022 | News Österreich

LH Mikl-Leitner: „Weil sich das alle, die in der Pflege tätig sind, verdient haben“

Die Pandemie hat die Menschen in den letzten drei Jahren vor große Herausforderungen gestellt. Ganz besonders davon betroffen waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich im Gespräch“ dazu: „Alleine im Pflege- und Betreuungsbereich arbeiten über 23.000 Menschen. Und alle haben großartige und wertvolle Arbeit geleistet. Nicht nur in der Pandemie, sondern Tag für Tag. Daher möchte ich ein großes und herzliches Dankeschön sagen“ und informierte über die blau-gelbe Pflegeprämie, die das Land Niederösterreich jetzt ausbezahlt.

Denn in den letzten Monaten sei viel gelobt und viel geklatscht worden, aber das könne nicht alles gewesen sein, unterstrich die Landeshauptfrau und ergänzte: „Deswegen zahlen wir seitens des Landes noch heuer eine blau-gelbe Pflegeprämie in Höhe von 500 Euro steuerfrei aus.“ Diese Prämie wird seitens des Landes für Vollzeitbeschäftigte – für Teilzeitkräfte aliquot – an die 23.000 Pflege- und Betreuungskräfte im Land ausbezahlt, die etwa in der Pflegefachassistenz, der Pflegeassistenz oder in Sozialbetreuungsberufen tätig sind. Das Land Niederösterreich legt diese Pflegeprämie auf einen Entgeltzuschuss des Bundes drauf, weil der tatsächliche Bonus des Gesundheitsministeriums nicht der angekündigten Höhe entspricht. Mikl-Leitner dazu: „Bei uns in Niederösterreich ist man es gewohnt, dass Zugesagtes eingehalten wird. Die vom Bund bereitgestellten Mittel reichen aber nur für 2000 Euro brutto brutto aus, also nicht das Versprochene. Und genau deshalb springen wir seitens des Landes ein und legen zusätzlich 500 Euro netto drauf. Weil bei uns Versprechen ernst genommen werden, weil uns in Niederösterreich Vertrauen und Verlässlichkeit wichtig sind und weil sich das alle, die in der Pflege tätig sind, wirklich verdient haben.“

Abseits der Pflegeprämie setzt das Land weitere Maßnahmen, wie die Landeshauptfrau betonte: „Wir investieren auch weiterhin in den Gesundheits- und Pflegebereich, wie in den Ausbau unserer Pflege- und Betreuungszentren.“ Das Land werde hier bis 2030 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Darüber hinaus werden beispielsweise zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. „Das sind zwei konkrete Maßnahmen, wo wir unter Beweis stellen, ein Land tut, was ein Land tun kann. Damit sich die Menschen darauf verlassen können, dass weiterhin Pflege und Betreuung auf höchstem Niveau garantiert ist“, so Mikl-Leitner.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)