AT: Asthma beim Kind – häufig unentdeckt, oft nicht richtig behandelt

© Yury Zap

Anlässlich des Welt-Asthmatages am 3. Mai informiert die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie, ÖGP

Asthma ist die häufigste chronische Atemwegserkrankung bei Kindern. Eine Erkrankung, deren Beschwerden belastender werden können, wenn die Pollensaison durch den Klimawandel immer länger andauert. Denn oftmals handelt es sich um ein allergisches Asthma, und hier leiden betroffene Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, dann zur Pollensaison besonders stark an Symptomen.

In Europa sind rund 5,5 Millionen[1] Kinder an Asthma erkrankt. Die Diagnostik von kindlichem Asthma ist aber komplex und herausfordernd. Häufig kommt es dazu, dass die Erkrankung entweder nicht erkannt oder auch fälschlicherweise diagnostiziert wird. In der Folge werden diese Kinder und Jugendlichen nicht, nicht ausreichend oder unnotwendigerweise behandelt – mit mitunter weitreichenden Auswirkungen auf ihren weiteren gesundheitlichen Lebensverlauf: Aktuelle Daten der Österreichischen LEAD-Studie[2] belegen, dass eine verminderte Lungenfunktion bereits im Kindes- und Jugendalter vorliegen kann und dass frühzeitige Diagnose sowie richtige Behandlung von entscheidender Bedeutung sind, da ein direkter Zusammenhang zwischen Lungenfunktion und Lebenserwartung besteht.

Anlässlich des bevorstehenden Welt-Asthma-Tages am 3. Mai betonen die Expert*innen der Gesellschaft der Österreichischen Lungenfachärzt*innen, ÖGP, mit Nachdruck die Wichtigkeit der richtigen und möglichst frühzeitigen Diagnose und Behandlung von kindlichem Asthma. Als Basis dafür wurde jüngst von einer Task Force der Europäischen Pulmologischen Gesellschaft (European Respiratory Society ERS) unter Beteiligung österreichischer Lungenfachärzt*innen die erste Leitlinie für kindliches Asthma erarbeitet.

Weitere Informationen über über die Gründe und Folgen von unter- oder falsch-Diagnostizierung, über die erste Leitlinie für kindliches Asthma und warum die rechtzeitige und richtige Diagnose entscheidend für den weiteren Lebensweg ist, finden Sie hier.


[1] van den Akker-van Marle ME, Bruil J, Detmar SB. Evaluation of cost of disease: assessing the burden to society of asthma in children in the European Union. Allergy 2005; 60: 140–149.]

[2] LEAD – Lung, hEart, sociAl, boDy – www.leadstudy.at

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)