AT: Anschober: Großes österreichweites Screeningprogramm für potenzielle Risikobereiche gestartet

Aktuelle Fälle in oö. Fleischverarbeitungsbetrieben bei Screenings entdeckt

(C) Rudolf Anschober

Wien (OTS/BMSGPK) – Österreich intensiviert ab sofort ein großes österreichweites Screeningprogramm auf das Coronavirus. Dieses wurde gemeinsam mit den Bundesländern erstellt und akkordiert und geht nun in die Umsetzung. 25.000 bis 30.000 freiwillige Tests pro Woche sind im Rahmen des Screeningprogramms möglich. Dafür sind 240 Millionen Euro bis Jahresende vorgesehen. Ziel ist es, in potenziellen Risikobereichen – unter anderem Pflege- und Altenheime, Gesundheitseinrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser etc.) – durch regelmäßige, risikobasierte Testungen Frühwarnsysteme aufzubauen. Hinzu soll es Testungen für Personen in prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen geben. Die AGES und die Gesundheit Österreich GmbH wurden zudem damit beauftragt, die Daten aus dem Programm zu analysieren.

Gesundheitsminister Rudi Anschober: Österreich zählt international zum Spitzenfeld bei der Zahl der Testungen pro Einwohner/in – bislang haben wir in Österreich bereits 654.000 Tests durchgeführt. Wir testen gezielt, um die Ausbreitung des Virus frühzeitig zu erkennen und die Infektionsketten durch schnelles und konsequentes Containment zu unterbrechen. Um die Testungen nochmals massiv auszubauen, intensiviert das Gesundheitsministerium diese Woche in allen Bundesländern ein großes Screeningprogramm. Ziel ist es, unter den Teppich zu schauen und somit ein Frühwarnsystem zu installieren, um auf den Herbst, der eine große Herausforderung darstellen wird, möglichst gut vorbereitet zu sein.“

Auch Schlachthöfe und Fleischverarbeitungsbetriebe sind ein wichtiger Teil der Screening-Testungen in ganz Österreich: Die Teilnahme an diesen Screening-Tests ist freiwillig und wird bereits jetzt sehr gut angenommen. Die aktuellen Fälle in einzelnen Fleischverarbeitungsbetrieben in Oberösterreich wurden bereits im Rahmen eines Screenings gefunden. Das unterstreicht die Wichtigkeit und Effektivität unserer erweiterten Teststrategie“, sagt Anschober abschließend.

Markus Golla
Über Markus Golla 7386 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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