AT: Anschober: „Barrierefreierer Zugang beim Impfen“ – ApothekerInnen haben die Lösung

Apothekerkammer: „Impfen in der Apotheke ist immens wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsrate“

(C) Rudolf Anschober

Wien (OTS) – Die Apothekerinnen und Apotheker begrüßen den heute von Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Rahmen einer Pressekonferenz formulierten Plan, die Breitenwirkung von Impfungen zu steigern und das Impfen barrierefreier zu gestalten. „Wir werden tatkräftig mitarbeiten, die Durchimpfungsrate in Österreich zu steigern, die Apothekerinnen und Apotheker stehen bereit. Der Lösungsansatz lautet Impfen in der Apotheke. Der niederschwellige Zugang zu Impfungen, wie ihn die 1.400 österreichischen Apotheken mit ihren rund 400.000 täglichen Patientenkontakten bei entsprechendem politischem Willen bieten könnten, würde zu deutlich höheren Impfraten führen“, erklärt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. „Ja, wir sind diesbezüglich im Gespräch mit dem Gesundheitsministerium“, bestätigt Kobinger gleichlautende Aussagen von Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.

„Das Impfen in der Apotheke ist der bei weitem effektivste Weg um, wie von Anschober formuliert, ‚in die Breite zu kommen‘“, zeigt sich Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, ebenfalls Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt. Sie stützt sich dabei auf Beispiele aus dem Ausland, die diesen positiven Effekt auf die Durchimpfungsrate eindrucksvoll belegen. „In zwölf europäischen Staaten, wie Irland, Frankreich, Schweiz und ab Herbst auch in Deutschland, gehört das Impfen in der Apotheke zum Alltag. Die dortigen Impfraten haben sich durch die Einführung des Impfens durch Apotheker deutlich erhöht, auch Ärzte verzeichneten einen Anstieg bei den Impfungen“, so Ergott-Badawi.

„Auch in Österreich könnten Apothekerinnen und Apotheker einen immens wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsrate leisten“, erklären Ergott-Badawi und Kobinger abschließend.

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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