AT: Amnesty: „Mut und Engagement besonders schützenswert“

Parlamentarier*innen müssen darauf drängen, dass Menschenrechtsverteidiger*innen besser geschützt werden, fordert Annemarie Schlack bei einer Matinée in der Hofburg.

von links nach rechts: María Teresa Rivera (El Salvador), Doris Bures, Zweite Nationalratspräsidentin, Evdokia Romanova (Russland), Wangui Kimare (Kenia), Kania Mamonto (Indonesien), Annemarie Schlack, Amnesty International Österreich

Wien (OTS) – Anlässlich des informellen EU-Außenminister*innentreffens im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft lud die Zweite Präsidentin des Nationalrates Doris Bures gemeinsam mit Amnesty International Österreich zur Matinée „Frauen – Verteidigen – Menschenrechte“. Im Rahmen der Veranstaltung erzählten Evdokia Romanova, Aktivistin für sexuelle und reproduktive Rechte aus Russland, und Wangui Kimare, Mathare Social Justice Centre, aus Kenia über die Herausforderungen, vor denen Menschenrechtsverteidigerinnen wie sie stehen.

„Menschenrechtsverteidigerinnen leisten einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag, dass möglichst viele Menschen in Würde leben können. Sie stärken gleichzeitig auch Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Der Mut und das Engagement dieser Frauen, sich aktiv für andere Menschen einzusetzen, sind daher besonders schützens- und unterstützenswert“, sagte Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International, und weiter:

„Jede*r österreichische*r Parlamentarier*in hat die Verantwortung, sich für die Rechte aller einzusetzen. Dazu gehört auch, jene Menschen zu schützen, die die Menschenrechte verteidigen. So muss jede*r Abgeordnete darauf drängen, dass Bekundungen der Bundesregierung, Menschenrechtsverteidiger*innen besser zu schützen, auch tatsächlich umgesetzt werden.“

Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures betonte die Bedeutung von Menschenrechtsverteidiger*innen für ein friedliches Zusammenleben: „Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens immer wieder mit Ungerechtigkeiten konfrontiert. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie wir damit umgehen. Amnesty International Österreich und Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit verschließen nicht ihre Augen vor Menschenrechtsverletzungen, sondern zeigen sie auf und kämpfen für die Rechte von Männern, Frauen und Kindern. Dafür verdienen sie unseren größten Respekt.“

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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