AT: Altersforschung unter neuer Führung

4. September 2022 | News Österreich | 0 Kommentare

Thomas Dorner übernimmt die Leitung der Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit

Der Public Health-Experte Thomas Dorner ist seit August für die Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit verantwortlich. In seiner neuen Funktion leitet er den Bereich Lehre und Forschung am Haus der Barmherzigkeit und ist für Forschungsprojekte in den Bereichen Geriatrie und Gerontologie verantwortlich. Bisher forschte der Allgemeinmediziner an der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin der Medizinischen Universität Wien. Seit 2020 leitet er zudem das Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsförderungsforschung und ist seit 2012 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Public Health. In den vergangenen zwei Jahren war Dorner Ärztlicher Leiter eines Gesundheitsförderungszentrums der Sozialversicherung.

Die Altersforschung als Zukunftsthema

Einen Schwerpunkt setzt der neue Leiter der Akademie für Altersforschung auf die Gesundheitsförderung im Alter. „Dass wir immer älter werden, ist eine großartige Entwicklung. Wie wir es schaffen können, dass uns dies gesund, selbstständig, selbstbestimmt und mit einem hohen Maß an Lebensqualität gelingt, ist ein wesentlicher Fokus meiner Forschung“, so Dorner. Die Suche nach innovativen, neuen Lösungen will Dorner auch in seiner neuen Funktion fortsetzen: „Die Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit leistet seit 20 Jahren einen wesentlichen Beitrag in der Geriatrie und Gerontologie. Ich freue mich darauf, als neuer Leiter der Akademie dazu beizutragen, dass diese Aktivitäten weitergeführt und vertieft werden. Gleichzeitig plane ich gemeinsam mit den Expert*innen im Haus der Barmherzigkeit und Kooperationspartnern neue Projekte in der Gesundheitsförderungsforschung mit auf den Weg zu bringen.“

Als ersten Schritt will der neue Leiter der Akademie für Altersforschung den Bedarf in der Praxis erheben. „Ich möchte von den Kolleginnen und Kollegen im Haus der Barmherzigkeit, die täglich pflegerisch, therapeutisch und medizinisch arbeiten, möglichst viel lernen. Sie wissen am besten, wo es für sie selbst und ihre Bewohnerinnen und Bewohner sowie Kundinnen und Kunden Forschungsinput benötigt, die das tägliche Leben erleichtern“, betont Dorner.

Der Institutsdirektor des Haus der Barmherzigkeit, Christoph Gisinger heißt den neuen Leiter der Akademie für Altersforschung herzlich willkommen: „Wir sind froh, mit Thomas Dorner einen renommierten Forscher für diese Schlüsselposition gewonnen zu haben. Seine Forschungsschwerpunkte und sein Know-how sind eine große Bereicherung für die Akademie, von der auch das gesamte Haus der Barmherzigkeit in den kommenden Jahren stark profitieren wird“, so Gisinger.

Die Akademie für Altersforschung

Die „Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 2002 mit Forschung und Lehre auf den Gebieten der Geriatrie, Gerontologie und des Ambient Assisted Living beschäftigt. Sowohl Forschung als auch Lehre sind stark interdisziplinär und international ausgerichtet mit dem Ziel, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren und diese auf kürzestem Wege über die Lehrtätigkeit für die praktische Anwendung zugänglich zu machen. www.altersforschung.ac.at

Die „Haus der Barmherzigkeit“-Gruppe

Das gemeinnützige Haus der Barmherzigkeit bietet schwer pflegebedürftigen Menschen Langzeitbetreuung mit Lebensqualität. In sieben Pflegekrankenhäusern und -heimen in Wien und Niederösterreich betreuen wir laufend rund 1250 geriatrische Bewohner*innen. Wir begleiten darüber hinaus rund 430 Menschen mit komplexen Behinderungen in unseren 13 Wohngemeinschaften, einer Kids-WG, zwei Garconnierenverbünden, fünf Tageszentren und in der Mobilen Begleitung. Neben bestmöglicher Pflege und medizinischer Versorgung legen wir besonderen Wert auf einen selbstbestimmten und abwechslungsreichen Alltag. www.hb.at

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)