AT: Allerheiligen/Allerseelen: Land NÖ sichert Palliativ- und Hospizversorgung

Eichtinger: „Hilfe für rund 7.000 unheilbar Erkranke und deren Angehörigen für mehr Lebensqualität am Lebensende.“

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Gerade rund um Allerheiligen und Allerseelen denkt man über das Leben und den Tod nach. Besonders schwer ist diese Zeit für schwerstkranke Menschen und ihre Familien, die mit dem Wissen leben, dass ihre Zeit begrenzt ist und der Abschied naht.

„Zu Allerheiligen und Allerseelen wollen wir die ausgezeichnete Arbeit der Palliativ- und Hospizteams in Niederösterreich vor den Vorhang holen. Ihnen gebührt mein ganz besonderer Dank für die professionelle, fürsorgliche Begleitung und menschliche Zuwendung. Sie unterstützen Familien, damit Betroffene ihre letzte Lebensphase zu Hause in vertrauter Umgebung verbringen können und mehr Lebensqualität erfahren. Diese Hilfe werden wir auch für die Zukunft sichern und investieren jährlich rund 25 Millionen Euro für die flächendeckende Palliativ- und Hospizversorgung in Niederösterreich“, betont NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

Der Landesverband Hospiz NÖ ist die Drehscheibe für alle Aktivitäten in diesem Bereich.

„Wir haben in Niederösterreich ein wirklich ausgezeichnetes Angebot in der Hospiz- und Palliativversorgung – zu Hause, im Spital oder im Pflegeheim. Speziell ausgebildete Teams sorgen für Symptom- und Schmerzlinderung, stützen die Familien in ihrer Trauer und unterstützen sie bestmöglich, damit die Patienten bis zuletzt so aktiv wie möglich leben können“, so Sonja Thalinger, Geschäftsführerin des Landesverbandes Hospiz NÖ.

Versorgungs-Netzwerk in Niederösterreich

Der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) hat im Jahr 2006 mit einem Reformpoolprojekt den Grundstein gelegt, heute ist Niederösterreich bundesweiter Pionier in der Palliativ- und Hospizversorgung.

Bezogen auf das Konzept der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung auf Bundesebene stehen den Betroffenen und ihren Angehörigen in Niederösterreich verschiedene Angebote zur Verfügung. Je nach Stadium der Erkrankung und Situation der Patienten gibt es unterschiedliche Betreuungsformen. 23 Mobile Palliativ-Teams und Palliativkonsiliardiensten stehen Hausärzten, Pflegediensten, Landespflegeheimen, Kliniken, etc. sowie Patienten und Betroffenen beratend zu Seite. Zusätzlich kümmern sich 32 ehrenamtliche Hospizteams um die psychosoziale Begleitung schwer kranker Menschen und deren Angehöriger. Für besonders komplexe und akute Problemsituationen stehen 7 Palliativstationen in den NÖ Kliniken Lilienfeld/St. Pölten, Krems, Scheibbs, Waidhofen/Thaya, Mistelbach, Hochegg, Baden bereit.

Patienten, die langfristig nicht daheim betreut werden können, finden Unterstützung und Behandlung in 7 stationären Hospizen in den NÖ Landespflegeheimen Horn, Melk, Mistelbach, Mödling, St. Pölten, Tulln, Wr. Neustadt sowie im Tageshospiz St. Pölten.

Parallel dazu wird in den NÖ Landespflegeheimen über Organisationsentwicklungsprozesse Hospizkultur und Palliative Care implementiert, damit Betreuende mehr Wissen und Sicherheit im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Bewohnern erhalten. Mobile Kinderpalliativ-Teams unterstützen Familien in denen ein Kind bzw. Jugendlicher von schwerer Krankheit betroffen ist, damit sie bis zuletzt gemeinsam ein lebenswertes Leben verbringen können. Niederösterreich hat als erstes Bundesland pädiatrische Palliativbetten an der Kinder- und Jugendabteilung im Landesklinikum Mödling eingerichtet. Ein Ehrenamtsteam mit speziell geschulten Hospizbegleiterinnen unterstützen zu Hause und im Klinikum Mödling Familien eines unheilbar kranken Kindes, bzw. Jugendliche und junge Erwachsene.

Informationen: www.hospiz-noe.at

Markus Golla
Über Markus Golla 4934 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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