AT: Ärzte ohne Grenzen zum Konflikt in der Ukraine

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen sind vor Ort sind bereit, humanitäre Hilfe zu leisten und die Hilfe aufzustocken. Die medizinische Nothilfeorganisation fordert dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung gewährleistet bleibt und medizinische Einrichtungen gemäß dem Völkerrecht geschützt sind.
„Angesichts der aktuellen Ereignisse in der Ukraine sind wir äußerst besorgt über die Auswirkungen der Kämpfe auf die Bevölkerung und die Gesundheitsversorgung. Der Zugang zu medizinischer Hilfe muss dringend gewährleistet bleiben“, sagt Laura Leyser, die Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen Österreich.

Als unabhängige, unparteiische und neutrale medizinische Hilfsorganisation ist Ärzte ohne Grenzen seit Jahren in mehreren Landesteilen der Ukraine tätig und leistet Hilfe für die Bevölkerung.

Im Oblast Donetzk ermöglichen die Teams den Einwohner:innen von Dörfern und Städten nahe der Frontlinie Zugang zu medizinischer Hilfe. Dafür arbeiten sie mit Freiwilligen in Dörfern zusammen, unterstützen Ärzt:innen und Pflegepersonal in Ambulanzen und Gesundheitszentren und schulen diese zusätzlich in psychologischer Hilfe. In Luhansk betreibt Ärzte ohne Grenzen ein Hilfsprogramm für HIV-Betroffene, im Nordwesten der Ukraine ein Programm gegen Tuberkulose. Ärzte ohne Grenzen setzt zudem mehrere Hilfsprogramme in den Nachbarländern, auch in Russland, um.

Leyser: „Unsere Teams vor Ort sind bereit, humanitäre Hilfe zu leisten und die Hilfe aufzustocken, auch jene in Russland. Wesentlich ist, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung gewährleistet bleibt und medizinische Einrichtungen gemäß dem Völkerrecht geschützt sind.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)