AT: 6.751 Betroffene profitierten vom Psychosozialen Dienst in Niederösterreich

18. August 2018 | News Österreich | 0 Kommentare

LR Teschl-Hofmeister: Hilfe für psychisch Erkrankte und deren Angehörige

St. Pölten (OTS/NLK) – Insgesamt 6.751 psychisch erkrankte Personen und deren Angehörige wurden im Jahr 2017 in Niederösterreich vom Psychosozialen Dienst in 24 Beratungsstellen betreut. Dafür brachte das Land eine Fördersumme von rund 15,2 Millionen Euro auf. Sozial-Landesrätin Teschl-Hofmeister erläutert dazu: „Der Psychosoziale Dienst ist mir ein besonderes Anliegen. Er verbessert die Lebensqualität der Betroffenen, unterstützt die Integration in ihrem Umfeld und soll die stationäre Unterbringung so weit wie möglich vermeiden.“

Die Kernzielgruppe stellen schwerkranke Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf dar. Das Land Niederösterreich hat mit der Durchführung des Psychosozialen Dienstes zwei Rechtsträger beauftragt: Die Caritas St. Pölten bietet ihre Beratungstätigkeit in zwölf Beratungsstellen im westlichen Niederösterreich an, die Psychosoziale Zentren GmbH betreibt zwölf Beratungsstellen im östlichen Niederösterreich.

Schon während des stationären Aufenthalts nimmt der Verbindungsdienst mit den Betroffenen Kontakt auf, um die Unterstützung nach der Entlassung sicherzustellen. Auf Basis der Diagnostik wird der Ist-Stand eingeschätzt und entschieden, ob der Psychosoziale Dienst oder eine andere Stelle die bestmögliche Versorgung darstellt. Anschließend wird im Rahmen des Case-Managements ein umfassender Behandlungs- und Rehabilitationsplan erstellt, der eine Unterstützung in den Beratungsstellen oder durch Hausbesuche festlegt. Benötigen die Betroffenen mehr Zuwendung, sorgt das Intensive-Case-Management für eine intensive Betreuung vorwiegend im häuslichen Umfeld. Mitarbeiter des Psychosozialen Dienstes vermitteln bei Bedarf Unterstützungsangebote in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Tagesstrukturierung sowie therapeutische und soziale Einrichtungen. Zur Unterstützung der Angehörigen von psychisch kranken Personen werden eigene Gruppen angeboten.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)