AT: 3. Dialogforum Wund?Gesund! mit Dr. Gerald Bachinger

(C) Peter Provaznik

Geplante Strukturreformen und die Versorgungsqualität im Mittelpunkt

Wien (OTS) – Ob Pflaster, hydroaktive Wundauflagen oder Wunddrucktherapie: Verbandstoffe sind essenzieller Bestandteil jedes funktionierenden Gesundheitssystems. Effizientes und innovatives Wund-Management beschleunigt den Heilungsprozess, reduziert Kosten und steigert das Patientenwohl.

Naheliegend daher, dass das 3. Dialogforum Wund?Gesund! ganz im Zeichen der angedachten Strukturreformen und ihren potenziellen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität stand. Die Initiative organisierte bereits zum dritten Mal in der Wiener Servitengasse ein Dialogforum, in dem sich die Gäste über den Ist-Stand und die Möglichkeiten von Innovation in der österreichischen Wundversorgung austauschen konnten. Den Impuls des Abends gab Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Österreichischen Pflege- und Patientenanwaltschaften, zum Thema „Strukturreformen kontra Versorgungsqualität?“ Die Wundsituation in Österreich kann als Paradebeispiel dafür gesehen werden, dass Patienten auf Grund einer kassenseitigen Mangelversorgung vielfach in den Wahlarztbereich getrieben werden, was seitens der Patientenanwaltschaft massiv kritisiert wird: Das nötige Wissen und die Ausbildung der Ärzte selbst ist hier vielfach verbesserungsfähig. Auch die aktuellen Pläne der Zusammenlegung der Krankenkassen bzw. der entsprechenden Leistungskataloge stellen eine Ungewissheit für die zukünftige Wundversorgung dar.

Es gibt Ideen in Richtung Finanzierung aus einer Hand: Seitens der Patientenanwaltschaft wird dies begrüßt, man will sich aber auch weiterhin für eine Aufwertung des Hauptverbandes einsetzen. „In Österreich haben wir ein unübersichtliches und kleinteiliges System – nicht nur im Bereich der Kassen. Eine Reform ist daher dringend notwendig. Regionale Unterschiede und Ungleichheiten zwingen uns zu raschem Handeln. Der Grundsatz dabei muss lauten „Gleiches Geld für gleiche Leistung“, betonte Bachinger.

Österreichischer Wundtag

Auf dieses sensible Thema aufmerksam zu machen ist eine der Kernaufgaben des Österreichischen Wundtages. Als gemeinsame Initiative von Wund?Gesund! und der Austrian Wound Association (AWA) fand dieser heuer am 21. September 2018 bereits zum 3. Mal statt. Zahlreiche Institutionen und Experten wirkten an dem österreichweiten Aktionstag mit und gaben in diesem Rahmen Patienten mit chronischen Wunden eine Stimme, die zu mehr Transparenz in der bundesweiten Wundversorgung beitragen soll. Einer der Höhepunkte des diesjährigen Wundtages war übrigens die Übergabe des Positionspapiers zum österreichischen Wundmanagement an Dr. Gerald Bachinger. Anlässlich des Wundtags 2018 besuchten auch Herr Mag. Matthias Stadler, Bürgermeister der Landeshauptstadt St. Pölten, und Doris Schmidl, Abgeordnete zum NÖ Landtag, in Vertretung von Frau Landeshauptfrau Mikl-Leitner den Stand der Initiative beim Wundtag 2018 in St. Pölten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Abgeordneten Schmidl das Positionspapier der Initiative überreicht. Der Wundtag 2019 wird am 20. September 2019 stattfinden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.wundtag.at

Über die Initiative Wund?Gesund!

Die Initiative Wund?Gesund! ist ein Zusammenschluss von Medizinprodukte-Unternehmen aus dem Bereich Verbandstoffe und Kooperationspartnern aus dem Gesundheitswesen. Es werden laufend Aktivitäten gesetzt, um die korrespondierende Patientenversorgung zu optimieren. Durch effiziente und innovative Wundmedizin kann der Genesungsprozess beschleunigt, (Folge-)Kosten reduziert und das Patientenwohl gesteigert werden. Die Initiative Wund?Gesund! will daher verstärkt über Chancen und Möglichkeiten einer modernen Wundmedizin aufklären und mehr Transparenz im Bereich Verbandstoffe für die optimale Patientenversorgung erreichen. www.wund-gesund.at

Markus Golla
Über Markus Golla 4934 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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