AT: 25 Experten-Forderungen für eine bessere Versorgung chronischer Depression in Österreich

3. Oktober 2022 | News Österreich | 0 Kommentare

Die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen der „verborgenen Volkskrankheit“ Depression sind enorm. Hochgerechnet auf das Jahr 2021 waren geschätzte 437.000 erwachsene Patient:innen in Österreich von einer ärztlich diagnostizierten Depression betroffen, rd. 14.000 von einer therapieresistenten Depression (TRD). Allein durch TRD entstehen jährliche Kosten für den Staatshaushalt, die der Wertschöpfung des gesamten Einzelhandels entsprechen[i]. Über 20 namhafte Expert:innen aus Medizin, Wissenschaft, Selbsthilfe und Interessenvertretung definierten im Rahmen des „Janssen Forum Mental Health“ Defizite und Verbesserungsoptionen in den Kernbereichen wohnortnahe Versorgung, Berufsgruppen und Multiprofessionalität, Peer-Arbeit und Angehörige, Arbeitsmarkt und Kommunikation – und formulierten 25 konkrete Forderungen zur Verbesserung der Versorgung chronischer Depression in Österreich.

Gerade in Krisenzeiten ist mentale Gesundheit wichtig, um mit Unsicherheiten und neuen Herausforderungen umgehen zu können. Schon vor Pandemieausbruch gaben 5,7 Prozent der Männer und 9,2 Prozent der Frauen im Rahmen der österreichischen Gesundheitsbefragung 2019 an, innerhalb der letzten zwölf Monate unter Depressionen gelitten zu haben[ii]. Die Zahl der Depressions-Fälle hat sich jedoch durch die COVID-Pandemie in einigen europäischen Ländern verdoppelt oder sogar verdreifacht[iii] -­ eine große Herausforderung für die Menschen und das Gesundheitssystem in Österreich. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um von Depression Betroffene mit vereinten Kräften besser zu versorgen: Wir müssen Bewusstsein schaffen, dieselbe Wertschätzung für mentale und körperliche Erkrankungen erreichen, den niederschwelligen Zugang zu Therapien sicherstellen und eine patientenzentrierte Versorgung durch integrierte Angehörigen-, Ärzte- und Pflegeteams vorantreiben“, so Alexander Müller-Vonderlind, Director Market Access and External Affairs bei Janssen Austria.

Um der Verpflichtung als starker Partner des Gesundheitssystems nachzukommen, organisierte Janssen Austria im Juni 2022 das „Janssen Forum Mental Health“ und lud über 20 hochrangige Expert:innen aus den Bereichen Psychiatrie, Psychologie, Public Health, Sozialversicherung und gesetzliche Interessenvertretungen ein, im Dialog Defizite zu definieren und Lösungswege zu erarbeiten. Aus dem Forum entstand die Publikation „Janssen Mental Health Forum 2022 – Expert:innen entwickelten im Dialog Forderungen für eine bessere Versorgung chronischer Depression in Österreich“.

Folgen der Depression für Arbeitsmarkt und Volkswirtschaft

Neben den unmittelbaren Auswirkungen von Depressionen auf die Lebensqualität Betroffener entstehen auch beträchtliche volkswirtschaftliche Kosten und Nachteile für den Arbeitsmarkt: Direkte Gesundheits- und Versorgungskosten auf der einen Seite, aber auch Folgekosten durch eingeschränkte Leistungsfähigkeit und verminderte Produktivität am Arbeitsplatz, durch Krankenstände oder Frühpensionierungen. Bereits 2015 beliefen sich in Österreich die geschätzten Kosten psychischer Erkrankungen auf 4,33 Prozent des Bruttoinlandsprodukts[iv]. „Das entspricht der Wertschöpfung des siebtgrößten Sektors der österreichischen Volkswirtschaft – des gesamten österreichischen Einzelhandels“, betont Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein, Vorstand des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung und Chefökonom der Industriellenvereinigung, der beim Janssen Forum die aktuelle Economica-Analyse „Volkswirtschaftliche Auswirkungen der therapieresistenten Depression“ als Grundlage für die weitere Diskussion präsentierte.

TRD belastet Staatshaushalt jährlich mit 337 Millionen Euro

Hochgerechnet auf das Jahr 2021 hatten geschätzte 157.000 erwachsene Patient:innen in Österreich eine mittelgradige oder schwere Depression. Davon waren rd. 14.000 therapieresistent[v], mit den herkömmlichen Arzneimitteln kann also kein Therapieerfolg erzielt werden. Die Economica-Analyse zeigt die Kosten von TRD (therapieresistenter Depression) für Österreich auf: „Allein aus der Versorgung dieser therapieresistenten Patient:innen erwachsen unserem Gesundheitssystem jährliche Kosten von 337 Millionen Euro“, so Helmenstein. „Die jährlichen direkten Kosten bei TRD werden für 2021 auf 113 Mio. Euro geschätzt, wobei der Anteil der Kosten stationärer Betreuung mit 62 Prozent die kostenintensivste Komponente darstellt. Die geschätzten indirekten Kosten lagen mit etwa 224 Mio. Euro sogar höher als die direkten Kosten. Daraus ergeben sich jährliche Gesamtkosten in Höhe von ca. 337 Mio. Euro für die Indikation der TRD – und nicht nur das: Die Krankheitslast durch therapieresistente Depressionen beträgt fast 9.800 verlorene gesunde Lebensjahre.“

Versorgungsproblem fehlende Behandler:innen

„Wir sehen ein großes diagnostisches und therapeutisches Defizit in Österreich, gegen das wir dringend angehen müssen“, erklärt Prim.a Dr.in Christa Rados, Vorständin der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am LKH Villach. „Wir gehen davon aus, dass bis zu circa 60 Prozent der Depressionen gar nicht behandelt werden.“[vi] In Österreich gibt es aktuell 1.707 Fachärzt:innen für Psychiatrie, 341 Ärzt:innen befinden sich in Ausbildung. Die Zahlen für Ärzt:innen in Ausbildung stiegen im letzten Jahr nicht, daher können 15 Prozent der Ausbildungsstellen und 15 Prozent der Facharztstellen in Krankenanstalten derzeit nicht besetzt werden.[vii] „Wir müssen einfach schneller, patientenzentrierter und auch wohnortnäher werden: Unser Ziel muss sein, dass jede und jeder psychisch Kranke binnen 14 Tagen einen Ersttermin bei Fachärzt:innen bekommt, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, egal ob arm oder reich“, ist Rados überzeugt.

Auch Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek, Professor für Allgemeine Psychiatrie an der Sigmund Freud Privat-Universität Wien, ortet den Fachärztemangel als eine der primären Problematiken. „Die Wurzel des Problems liegt in den Rahmenbedingungen und der Attraktivität von Beschäftigungsverhältnissen – hier müssen wir ansetzen, um der Abwanderung ins Ausland entgegenzuwirken und Ärzt:innen aus der Wahlarztordination in den stationären oder ambulanten Bereich zu holen“, meint er. Als besonders unterversorgtes Feld nennt Musalek die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Neue Strukturplanung: Höhere Investitionen in Sozialpsychiatrie nötig

Neben einer Entlastung des Fachärztemangels muss die Strukturplanung neu aufgesetzt werden. Es gilt, die integrierte Versorgung unter Einbindung von Hausärzt:innen, Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen bis hin zu Apotheker:innen zu forcieren und stärker in gemeindenahe ambulante psychiatrische Dienste zu investieren, um dem Stadt-Land-Gefälle entgegenzuwirken. Rados weiter: „Wir müssen die Krisenintervention flächendeckend ausrollen und in der Zielsteuerung berücksichtigen, die Primärversorgungseinheiten ausbauen und Social Prescribing, Community Nurses und School Nurses einbinden – mit einem Wort, mehr neue Modelle in der Strukturplanung mitdenken, und zwar berufsgruppenübergreifend.“

Musalek warnt: „Die Politik ist sich mancherorts leider des Stellenwerts der psychischen Erkrankung in Österreich immer noch nicht bewusst – jenseits von Lippenbekenntnissen. Aber wir dürfen nicht vergessen: Depression ist nicht nur eine schwere Erkrankung, sondern auch durch den Suizid und den Bezug zur Suchterkrankung eine nicht selten tödlich verlaufende Erkrankung“. Auch er sieht einen integrativen Zugang als essenziell: „Medikamentöse, sozialpsychiatrische, psychologische und psychotherapeutische Behandlung müssen Hand in Hand arbeiten. Wir sollten das neue Psychotherapie-Gesetz als Chance nutzen und stärker auf das Potenzial der klinischen Psychologie und auf Multiprofessionalität setzen.“

Stärkere Einbindung der Peer-Arbeiter:innen und Angehörigen

Auch aus Betroffenen-Perspektive steht eine integrierte, patientenzentrierte Versorgung unter enger Einbindung der Patient:innen sowie deren Vertreter:innen und Angehörigen ganz oben auf der Liste der Forderungen. „Es ist ja bekannt, wie überlastet das Gesundheitssystem im psychosozialen Bereich ist. Die Peer-Bewegung, die Selbsthilfe, kann hier mit einem niederschwelligen Angebot punkten, nicht zuletzt durch Bewusstseinsbildung bei psychosozialem Fachpersonal. Das Potenzial der Selbsthilfe wird allerdings in den meisten Bundesländern zu wenig anerkannt und deshalb nicht ausreichend finanziert“, so DI.in Michaela Wambacher, Vorsitzende Achterbahn Steiermark – Unabhängige Peerbewegung für psychische Gesundheit und im Vorstand des Dachverbandes IDEE Austria, der unabhängigen Interessenvereinigung der Erfahrungsexpert:innen für psychische Gesundheit.

Doch nicht nur Peer-Arbeiter:innen müssen strukturell eingebunden werden. „Wir fordern Investitionen in die mobile Arbeit mit und in der Familie sowie Ressourcen für Angehörige, insbesondere auch für den stationären Bereich“, so Wambacher. Die Teilhabe Betroffener am Arbeitsmarkt muss über adaptierte Rahmenbedingungen verbessert werden – auch hier können Peer-Arbeiter:innen unterstützen: „Wiedereingliederungsteilzeit sehen wir aus unserer Erfahrung bis zu einem gewissen Grad als wirksames Angebot, denn es gibt noch Verbesserungspotenzial – außerdem können wir dazu beitragen, Arbeitgeber:innen zu informieren, zu schulen und ihnen so die Angst zu nehmen, Mitarbeiter:innen zu beschäftigen, die eigene Erfahrungen mit psychischer Erkrankung haben.“, bekräftigt die Expertin.

Bewusstsein für Problematik durch Kommunikation schärfen

Die Expertengruppe war sich einig, dass Kommunikation genützt werden muss, um Defizite aufzuzeigen und anzugehen. „Alle Teilhaber:innen des Gesundheitssystems müssen an einem Strang ziehen, um die Bewusstseinsbildung rund um die schwerwiegenden Konsequenzen von Depression für Betroffene und deren Betreuer:innen, aber auch auf das gesamte System und das Budget aufzuzeigen“, sagt Dr. Matthias Paar, Medical Lead Neuroscience & Pulmonary Hypertension bei Janssen Austria. Im Fokus stehen Aufklärung, Information und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Ziel ist, mit Tabus aufzuräumen und Verständnis für Betroffene zu schaffen. „Die Ansprüche an die psychiatrische Versorgung sind in den vergangenen Jahren massiv gewachsen – und wir als forschendes Pharmaunternehmen nehmen unsere Verantwortung als starker Partner des Gesundheitswesens wahr. Nicht zuletzt, indem wir den offenen Dialog der verschiedenen Interessengruppen fördern und dafür, wie mit dem Janssen Forum, Plattformen bieten“, so Paar.

Das Janssen Forum wurde 2012 gegründet, um gemeinsam mit verschiedenen Expert:innen aus dem Gesundheitswesen Impulse zur stärkeren Zusammenarbeit rund um die Bedürfnisse von Patient:innen jenseits der medikamentösen Therapien zu setzen. Dabei geht es um Themen wie Strukturen und Kommunikation zwischen Ärzt:innen, Pflegenden, Patient:innen und Angehörigen. Mit Umfragen und Studien liefert das Janssen Forum Grundlagen für die öffentliche Diskussion. Impulse, Wissen, Haltungen der Expert:innen werden im Nachgang des Janssen Forums schriftlich zusammengefasst. „Nicht zuletzt aufgrund der COVID-Pandemie steht die mentale Gesundheit in den letzten Jahren verstärkt im Fokus. Aus diesem Grund widmen sich die Janssen Foren seit 2020 explizit dem Thema der mentalen und psychischen Gesundheit der österreichischen Bevölkerung und den Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Gesundheitssystem“, schließt Paar.

Die 25 Forderungen auf einen Blick:

Wohnortnahe Versorgung

01. Jede:r psychisch Kranke, die:der eine fachärztliche Behandlung benötigt, sollte binnen 14 Tagen einen Ersttermin bei der:beim Fachärztin:arzt haben

02. Höhere Investitionen in gemeindenahe ambulante psychiatrische Dienste – in Stadt und Land und für Reich und Arm

03. Patient:innen bei der Entlassung sofort fachärztlich und psychotherapeutisch anbinden

04. Apotheker:innen als Teil der wohnortnahen Versorgung verstärkt einbeziehen

05. Digitale und andere Netzwerke nutzen – auch informell. Klar muss aber bleiben: Psychiatrie braucht den persönlichen Kontakt

06. Integrierte Versorgung bis hin zum Hausarzt und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen anbieten – auch über digitale Vernetzung und Diagnostik-/ Therapie-Schulungen

07. Krisenintervention flächendeckend ausrollen und in der Zielsteuerung berücksichtigen

08. Suizid-Prävention: Klinische Ausbildung weiter entwickeln und verbessern, Curricula und Supervision für Hausärzt:innen anbieten, den ländlichen Raum einbeziehen

09. Erkrankungsgruppen spezifisch behandeln und spezifisch psychoedukativ aufklären

10. PVEs ausbauen und Social Prescribing, Community Nurses und School Nurses einbinden

11. Mehr neue Modelle in der Strukturplanung mitdenken – berufsgruppenübergreifend

12. Best practices: Kriseninterventionszentrum Wien und Programm SUPRA

Berufsgruppen und Multiprofessionalität

13. Einhaltung von Leitlinien durchsetzen

14. Versorgungsproblem „Fehlende Behandler:innen“ adressieren, insbesondere im Bereich Kinder-und Jugendpsychiatrie

15. Medikamentöse, sozialpsychiatrische, psychologische und psychotherapeutische Behandlung Hand in Hand

16. Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Berufsgruppen hinsichtlich der Finanzierungswege neugestalten

17. Auf die Ausbildung sozialer Berufsgruppen setzen

18. Neues Psychotherapie-Gesetz als Chance nützen; stärker auf das Potenzial der klinischen Psychologie und auf Multiprofessionalität setzen

Peer-Arbeit und Angehörige

19. Peer-Arbeiter:innen repräsentativ einbinden

20. Mit Genesungsbegleiter:innen und Peer-Erfahrenen in die Schulen gehen

21. Nicht auf die Angehörigen vergessen – Investitionen in die mobile Arbeit mit und in der Familie – Ressourcen für Angehörige auch für den stationären Bereich

Arbeitsmarkt

22. Die Teilhabe am Arbeitsmarkt muss über adaptierte Rahmenbedingungen verbessert werden – Wiedereingliederungsteilzeit als wirksames Angebot

23. Arbeitgeber informieren, schulen und so die Angst nehmen, psychisch kranke Mitarbeiter:innen zu beschäftigen

Kommunikation

24. Deutlich mehr auf Awareness, Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit setzen

25. Kommunikation nützen, um Defizite aufzuzeigen und anzugehen

Die Publikation „Janssen Mental Health Forum 2022 – Expert:innen entwickelten im Dialog Forderungen für eine bessere Versorgung chronischer Depression in Österreich“ und die aktuelle Economica-Analyse „Volkswirtschaftliche Auswirkungen der therapieresistenten Depression“ sind gerne auf Anfrage bei janssen@ikp.at erhältlich.

anssen Austria ist die Österreich-Niederlassung von Janssen, der pharmazeutischen Unternehmenssparte von Johnson & Johnson. Die Janssen-Cilag GmbH mit Sitz in Wien beschäftigt rund 155 Mitarbeiter:innen und fokussiert sich auf den Vertrieb von Arzneimitteln in den Therapiegebieten Neurowissenschaften, Onkologie/Hämatologie, Immunologie, Infektiologie und Lungenhochdruck sowie auf die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen, Ärzt:innen, Apotheken, Pflegepersonal, Verwaltung, Behörden und anderen Partner:innen im Gesundheitswesen.

Janssen Austria wurde 1982 als Janssen Pharmaceutica Österreich gegründet. Der Standort existiert jedoch bereits seit 1948 unter dem Namen Cilag Österreich. 1995 schlossen sich die Unternehmen Janssen und Cilag zu Janssen-Cilag zusammen und waren später Teil des Schweiz-Österreich-Clusters. Nach einer Transformationsphase ist Janssen Austria seit 2020 explizit auf den österreichischen Markt ausgerichtet und zählt zu den Top 3 am österreichischen Pharmamarkt (Quelle: IQVIA Gesamtmarkt („TOTA“) MAT Feb 2022)

https://www.janssen.com/austria/

[i] Helmenstein C et al. Volkswirtschaftliche Auswirkungen der therapieresistenten Depression (Hrsg. von Economica); Aug. 2022, S.9 (Data on file)

[ii] Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege, Konsumentenschutz. Österreichische Gesundheitsbefragung 2019, September 2020. https://bit.ly/3y1gXku (zuletzt aufgerufen im August 2022)

[iii] Economist impact. Depression in Europe. Building resilience through awareness, improved access, integrated care, and parity of esteem. Juni 2022, abrufbar unter https://bit.ly/3V0BYpx (zuletzt aufgerufen am 29.9.2022)

[iv] OECD (2018), „Estimates of total costs (direct and indirect) of mental health problems in EU countries, in million EUR and as a share of GDP, 2015“, in Health at a Glance: Europe 2018: State of Health in the EU Cycle, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/health_glance_eur-2018-table7-en.

[v] Helmenstein C et al. Volkswirtschaftliche Auswirkungen der therapieresistenten Depression (Hrsg. von Economica); Aug. 2022, S.15 (Data on file)

[vi] Jacobi, J., Wittchen, H., Hölting, C. et al. (2004), Prevalence, co-morbidity and correlation of mental disorders in the general population: results from the German Health Interview and Examination Survey. Psychol Med 34:597-611.

[vii] Weilguni, B., Dilemma um Facharztausbildungen. Ärzte Exklusiv 5/2022, Mai 2022.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)