AT: 24 Stunden-Betreuung: „Sehr gut“ für Hilfswerk

22. November 2018 | News Österreich | 0 Kommentare

Wien (OTS) – Gestern, am 21. November 2018, publizierte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Ergebnisse eines Tests von Vermittlungsagenturen im Bereich der 24-Stunden-Betreuung. Rund 800, in Größe und Wirkungsbereich sehr unterschiedliche Anbieter von Personenbetreuung gibt es am österreichischen Markt, 26 davon nahm der VKI genauer unter die Lupe. Nur fünf von ihnen, darunter das Hilfswerk Österreich, gingen aus dem Test mit der Bestnote „sehr gut“ hervor.

Das Besondere am Testverfahren: Die Agenturen wurden aus der Sicht betroffener Angehöriger von pflegebedürftigen Menschen bewertet. Je zweimal kontaktierte der VKI die Agenturen, einmal unter der Annahme eines unmittelbar bevorstehenden Betreuungsbedarfs, ein andermal in Ungewissheit, ob und wann die zu betreuende Person aus dem Krankenhaus entlassen würde. Bewertet wurde neben den lnformationen zu den Leistungen und Kosten der Agenturen auch deren Nachfrage zu allfälligen Betreuungsgründen, ob ein eigenes Zimmer für die Betreuungsperson vorhanden sei und ob diese einen Führerschein benötige. Außerdem prüfte der VKI die Vermittlungs-, Betreuungs- und Organisationsverträge.

Die Bestnote „sehr gut“ sowie Platz eins unter den in ganz Österreich tätigen Agenturen „sind eine Bestätigung für unser jahrelanges Bemühen, beste Betreuungs­qualität für die Kundinnen und Kunden zu sichern – und den engagierten Personenbetreuerinnen ein attraktives Arbeitsumfeld in Österreich zu bieten“, freut sich Otmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreich.

Dass die föderal gegliederte Organisation hier auf einem vorbildlichen Weg ist, belegte auch die im Juli 2018 präsentierte empirische Umfrage unter den Personenbetreuerinnen des Hilfswerks. Über 80 Prozent zeigten sich darin sehr zufrieden oder zufrieden mit der konkreten Arbeit in den Familien, mit der Vermittlung und Unterstützung durch das Hilfswerk sowie mit Schulungen und Anleitungen. Als Beweggrund für die Tätigkeit beim Hilfswerk gaben zwei Drittel der Befragten den guten Ruf und die Verlässlichkeit der Organisation an. Auch die rasche Wiedervermittlung war für 46 Prozent ein Argument für das Hilfswerk, ebenso die administrative Unterstützung (43 Prozent). Die Verdiensthöhe gaben nur 37 Prozent als Grund an.

„Dass der VKI das Angebot der 24-Stunden-Betreuung des Hilfswerks so positiv bewertet, gibt uns zusätzlichen Rückenwind in unserer Überzeugung, dass bundesweit verbindliche Qualitätsstandards in diesem Bereich zielführend sind. Es darf aber auch nicht sein, dass in Zukunft einzelne Agenuren, deren Beratungs- und Betreuungsleistung zu wünschen übrig lassen und deren fragwürdige Verrechnungsmodalitäten die gesamte Branche in Misskredit bringen, in gleichem Ausmaß gefördert werden wie tadellos arbeitende Qualitätsanbieter“, so Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich abschließend.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)