AT: 2. Internationaler Kongress Gesundheitspotenzial Wald an der IMC Fachhochschule Krems

Die internationale Veranstaltung findet zum ersten Mal in Krems statt.

(C) IMC FH Krems

Krems (OTS) – Die IMC FH Krems veranstaltet von 6. bis 7. November 2018 den 2. Internationalen Kongress Gesundheitspotenzial Wald. Dieser Kongress richtet sich sowohl an die Tourismus- und Gesundheitswirtschaft als auch an Expertinnen und Experten der Therapiewissenschaften.

Dieses Jahr stehen insbesondere die wissenschaftlichen Grundlagen, das traditionelle Wissen, die Bewegung in der Natur, der Mensch als Naturwesen sowie die touristische Umsetzung im Fokus. Neben hochkarätigen Vortragenden aus Österreich werden Top-Speaker aus Australien, Brasilien, Deutschland und dem Iran aktuelle Betrachtungen aus einem internationalen Blickwinkel einbringen.

Im Rahmen des Kongresses findet eine Exkursion ins Waldviertel statt. Hier wird das Herz-Kreislauf-Zentrum in Groß-Gerungs mit medizinischem Schwerpunkt für Prävention und Rehabilitation von Herz- und Gefäßpatienten besichtigt. Des Weiteren wird mit der Schwerpunktausstellung „Wunder WALD“ im Kunstmuseum Waldviertel das Thema Wald aus kultureller Perspektive betrachtet.

„Die IMC FH Krems freut sich sehr, der Gastgeber für den 2. Internationalen Kongress Gesundheitspotential Wald zu sein, dieses zukunftsweisende und hochaktuelle Themengebiet näher zu beleuchten und somit sowohl touristische wie auch therapeutische Innovationen anzuregen“, so IMC FH Krems Geschäftsführerin Mag. Ulrike Prommer.

Mecklenburg-Vorpommern als Vorreiter

Der erste Kongress zu diesem Thema fand im September 2017 in Mecklenburg- Vorpommern, Deutschland statt. Als offizieller Vertreter der Regierung von Mecklenburg-Vorpommern wird der Staatssekretär für Gesundheit, Wirtschaft und Tourismus, Dr. Stefan Rudolph am Kongress teilnehmen. Er ist der Schirmherr des Heilwaldprojekts in Deutschland. Der erste Kur- und Heilwald wurde auf Usedom/Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen.

„Es geht um die heilende Kraft des Waldes. Die ‚Waldmedizin‘ liefert hier die nötigen wissenschaftlichen Hintergründe. Die Gestaltung des Waldes darf den Lebensraum Wald in seinem Dreiklang Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion nicht beeinträchtigen. Der Waldcharakter soll bei Inanspruchnahme der natürlichen Ressourcen als Therapeutikum ausdrücklich erhalten bleiben“, erklärt Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Horst Klinkmann, Initiator Heilwald-Projekt Mecklenburg-Vorpommern.

Definition Kurwald

Bei Kurwäldern handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften dazu prädestiniert sind, eine gesundheitsfördernde Breitenwirkung zu entfalten.

Definition Heilwald

Heilwälder sind Waldgebiete, die zur therapeutischen Nutzung für Patientinnen und Patienten mit speziellen Indikationen gestaltet sind.

International abgestimmte Qualitätskriterien

Wesentliche Qualitätskriterien für die Eignung zur Entwicklung eines Waldgebietes ergeben sich aus den naturräumlichen Voraussetzungen und deren möglichen Nutzungen für Prävention und Therapie in spezifischen Indikationsgruppen. Insgesamt steht die Widmung eines Waldes für Erholungs-, Kur- und Heilzwecke immer im Spannungsfeld der rechtlichen Voraussetzungen.

Der internationale Kongress Gesundheitspotenzial Wald findet im Zuge der IMC Health Week statt.

Markus Golla
Über Markus Golla 3184 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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