AT: 180 Jahre St. Anna Kinderspital – Die Feier im Wiener Rathaus

180 Jahre St. Anna Kinderspital

Wenn das St. Anna Kinderspital zur 180. Jahresfeier ins Wiener Rathaus einlädt, kann man davon ausgehen, dass diese Veranstaltung etwas ganz besonderes wird. Retrospektiv gesehen müssen wir sagen: Dieser Einleitungssatz ist sogar noch bei weitem untertrieben!

Um 15:30 Uhr öffnete sich der Festsaal des Wiener Rathauses für die ankommenden Besucher. Schnell füllte sich der Raum mit dem Personal aus vergangenen Zeiten, der Gegenwart und einer Menge prominenter Gäste, die sich alle schon sehr auf diese Veranstaltung freuten. Hierzu zählten ÖGKV Präsidentin Ursula Frohner, Ärztekammerpräsident Univ.Prof. Dr. Szekeres, Speaker Dr. Christoph Zulehner, Rektor Univ.Prof. Dr. Müller und Univ. Prof. Dr. Krepler, Präsident des österreichischen Roten Kreuzes, um nur einige zu nennen.

Um 16 Uhr eröffneten die Musiker BartolomeyBittmann mit ihrem einzigartigen Werk „Parovskapproved“. Die dargebotene Musik passte perfekt zum Ambiente des Wiener Rathauses, brachte zusätzlich durch den modernen Stil einen frischen Wind in die alten Gemäuer. Es war eine Darbietung, die auf jeden Fall Lust auf mehr machte.

Die Moderation übernahm an diesem Abend Dr. Paul Tesarek. Der Chefredakteur des ORF Studio Wien und TV-Moderator zeigte sich nicht nur von seiner professionellen Seite, sondern erzählte aus dem Familienleben, das eine Verbindung zum St. Anna Kinderspital hatte. Es waren schöne erste Worte gefolgt von der Begrüßungsrede von Stadträtin Sandra Frauenberger.

Auch Sie hatte das St. Anna Kinderspital vor Kurzem besucht und berichtete von der Liebe zum Beruf, die sie Vorort miterleben durfte. „Ich habe schon vorher viel darüber berichtet bekommen. Sie aber direkt erleben zu dürfen war für mich ein prägendes Erlebnis.“ Die Stadträtin betonte mehrmals wie wichtig es sei, dass wirklich alle Kinder in Wien eine entsprechende Versorgung bekommen und dass dies stets unabhängig von sozialen Status oder Versicherung sein muss, denn die Kinder sind die Zukunft des Landes.

Nun wurde den Anwesenden der neue Imagefilm des St. Anna Kinderspitals präsentiert. Eine visuelle Darbietung die nicht nur witzig und angenehm aufbereitet wurde, sondern mit soviel Vision und Berufsliebe gefüllt war, dass unsere Redakteure am liebsten ein Bewerbungsschreiben abgegeben hätten, nur um Teil dieses Teams zu werden. Dies war auf keinen Fall inszeniert oder gespielt. Voller Begeisterung wurde zu einem späteren Zeitpunkt über diese filmische Meisterleistung diskutiert.

Als nächster Programmpunkt kam die kollegiale Führung des St. Anna Kinderspitals auf die Bühne. Frau Pflegedirektorin Barbara Hahn BSc, Verwaltungsdirektor Mag. Werner Eibler MAS und der ärztliche Direktor Univ.Prof. Dr. Holter berichteten vom Weg des St. Anna Kinderspitals, von der interdisziplinären Zusammenarbeit die im St. Anna auf Augenhöhe erfolge, der Forschung die dort täglich passiert und den Institutionspartnern, wie zum Beispiel das AKH Wien, die eine optimale Arbeit ermöglichen. Eingehende Worte, die den „Spirit des St. Anna“ auf eine wunderbare Weise vermittelten.

Es folgten festliche Ansprachen von Univ. Prof. Dr. Krepler (Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes), Dir. Dipl. Ing. Wetzlinger (Direktor der

Teilunternehmung AKH Wien), Rektor Univ. Prof. Dr. Müller (Rektor der Medizinischen Universität Wien) und Dr. Arrouas (Geschäftsführende Leiterin der Sektion III – Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheit des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen. Hier wurde aus dem Nähkästchen geplaudert, Geschichten aus der Ausbildungszeit erzählt und mit internationalen Vergleichen aufgezeigt, dass das St. Anna Kinderspital und seine Forschung zu den europäischen Spitzenreitern zählt.

Nach diesen vielen Reden war es wieder Zeit für ein musikalisches Werk. Das Lied „Harnoncourt“ erfreute schon Tage zuvor das Publikum in den Niederlanden und auch hier im Wiener Rathaus lauschte man andächtig den Klängen von BartolomeyBittmann.

Den Abschluss dieses Abends machte Univ. Prof. DDr. Thurner, der mit dem Festvortrag „Big Data“ mahnend auf die Digitalisierung in der Zukunft hinwies. Doch es sollte nicht nur eine Warnung sein, sondern auch die Bitte diese neuen Handlungsfelder als Option zu sehen. Weitläufige Patientendaten, die über ganz Österreich erfasst wurden, bewiesen den ZuhörerInnen, dass gesundheitliche Begebenheiten der Allgemeinheit auch präventiv genutzt werden können. Wie alles im Leben hat auch die Digitalisierung zwei Seiten und der Mensch entscheidet, welche dieser Optionen genutzt wird.

Nach einem abschließenden Lied wurde nun zum Buffet und Feiern aufgerufen. Auch hier zeigte sich das Wiener Rathaus und das St. Anna Kinderspital von seiner schönsten Seite.

Fazit des Abends: Die hier präsentierte Teamfreude, die Liebe zum Beruf und die Visionen die jeder in sich trug, hätten mich beinahe bewogen, noch am selben Abend eine Bewerbung abzugeben. Dieses Haus ist nicht nur in der Kinderkrankenpflege und in der Forschung ein Leuchtfeuer des Gesundheitswesens. Es zeigt uns, wie arbeiten sein kann, wenn man an sein Tun wirklich glaubt. Ein besseres Geschenk hätte man uns kurz vor Weihnachten nicht machen können.

Des Festschrift des St. Anna Kinderspitals ist von 19.12. – 31.01.2018 verfügbar unter: www.180JahreStAnna.at

Die Pflege Professionell Themenausgabe „St. Anna Kinderspital & Kinderkrankenpflege“ können Sie kostenfrei unter diesem Link herunterladen: AUSGABE 13

Markus Golla
Über Markus Golla 3326 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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