Arbeiten in bayerischen Pflegeheimen – Mehr Belastungen und Gewalt als gedacht?

Gewalt Wut
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Projekt: Gewaltprävention und Gesundheitsförderung in Pflegeheimen – Erste Ergebnisse der empirischen Begleitforschung

Projekthintergrund: Das Projekt ‚Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen‘ ist als Präventionsprojekt der Personal- und Organisationsentwicklung mit gleichzeitiger Wirksamkeitsforschung konzipiert. Durchgeführt wird es von der AGP Sozialforschung im FIVE e.V., der Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V. und der Hochschule München und von Kranken- und Pflegekassen in Bayern gefördert [1]. Das Projekt beinhaltet Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Gewalt in der vollstationären Pflege Bayerns für Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI sowie von in der vollstationären Pflege Bayerns tätigen Mitarbeiter*innen nach § 20b SGB V im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre – in diesem Zeitraum werden 40 Pflegeeinrichtungen in Bayern dabei unterstützt, Heime als Orte guten Lebens weiterzuentwickeln und attraktive Arbeitsplätze für Mitarbeiter*innen zu schaffen.

Gewaltverständnis im Projekt: Um der Sensibilität des Themas innerhalb des Projektes gerecht zu werden, wurde sich für einen weiten Gewaltbegriff entschieden. Laut der WHO zählen neben der physischen und psychischen Gewalt auch die sexuelle Gewalt, die Vernachlässigung, die Einschränkung des freien Willens und/ oder die finanzielle Ausbeutung von Menschen (Brucker und Kimmel 2014, S.6). Diese Einordnungen finden sich auch in anderen etablierten Bereich der Gewaltforschung, so dass sich im Projekt an den fünf Bereichen (körperliche Gewalt, psychische Gewalt, Vernachlässigung, intime Übergriffe und finanzielle Ausnutzung) orientiert wird. Zudem wird sich innerhalb des Projektes mit Gewalterfahrungen und Gewalterleben von Mitarbeiter*innen, Bewohner*innen und Angehörigen gegen- und untereinander auseinandergesetzt sowie der Einfluss der strukturellen Gewalt mitaufgenommen.

Abbildung 1: Gewaltformen und Gewaltverständnis Eigene Darstellung 2021 nach Görgen 2017; WHO 2002 und 2011

Begleitforschung: Die Begleitforschung sieht unterschiedliche Befragungs- und Beobachtungsinstrumente vor und stellt einen integralen Bestandteil des Projektes dar. So wird zum einen zu vier festgelegten Zeitpunkten im Projektverlauf ein Erhebungsbogen ausgegeben, mit welchem quantitative Phänomene von Gewalt, Beinahe-Gewalt und entwürdigendem Verhalten sowie der Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen erfasst werden sollen. Zum anderen wird in jeder Einrichtung mit Hilfe teilnehmender Beobachtungen und qualitativer Befragungen in Form von Telefoninterviews erfasst, welche Best-Practice-Ansätze bereits umgesetzt werden und wie welche Fortschritte in der Organisations- und Kulturentwicklung gemacht wurden.

Beim ersten Zeitpunkt der quantitativen Erhebung (t0) hatten die Mitarbeitenden noch keinerlei Erfahrungen im Projekt gesammelt, so dass der Status Quo erfasst werden konnte.

Methodik: Die t0-Erhebung erfolgte mittels eines standardisierten Erhebungsbogens, welcher als Online-Fragebogen und als Paper-Pencil-Version den teilnehmenden Projekteinrichtungen zur Verfügung gestellt wurde. Ein Großteil der Fragen konnte mit Hilfe unterschiedlich skalierter Likert-Skalen beantwortet werden, ein Teil der Fragen wurde durch Freitexte ergänzt. Der Erhebungsbogen unterteilte sich in die Bewertung von konflikthaften/ gewaltnahen Situationen, eigenen und beobachteten Gewalterfahrungen, Veränderungen aufgrund der Sars-CoV-2-Pandemie, der eigenen Handlungssicherheit bei Gewalterfahrungen und dem Bereich Gesundheit und Arbeitsalltag bzw. Arbeitsbelastungen sowie der sozidemografischeren Daten.

Teilnehmer*innen: Die Zielgruppe der t0-Befragung waren alle Mitarbeiter*innen der am Projekt teilnehmenden Pflegeeinrichtungen, unabhängig vom Tätigkeitsbereich und der zugehörigen Berufsgruppe. So sollten neben Pflege- und Betreuungspersonen auch Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Hauswirtschaft, Reinigung, Verwaltung und Management an der Erhebung teilnehmen, unabhängig davon, ob es sich um Fachkräfte, Hilfskräfte, Auszubildende, Führungskräfte oder Ehrenamtliche handelte. Bei der Auswertung zeigte sich, dass der Großteil der teilnehmenden Mitarbeiter*innen über 30 Jahre (85%) alt, weiblich (85%) und in der Pflege tätig war (59%).

Abbildung 2: Sozidemographische Daten der Erhebungsteilnehmer*innen Quelle: Eigene Darstellung 2021

Auswertung und Ergebnisse:

26 Einrichtungen nutzten das Paper-Pencil-Format, 13 Einrichtungen nutzten das Onlineformat und eine Einrichtung nutzte beide Formate gleichermaßen. An der Erhebung von Mitte Oktober bis Ende November 2020 nahmen insgesamt 1079 Mitarbeiter*innen aus 39 Einrichtungen von gesamt 40 teilnehmenden Projekteinrichtungen teil. Die durch die unterschiedlichen Messinstrumente (Online-Fragebogen und Paper-Pencil-Erhebungsbogen) erhobenen Daten wurden unter Zuhilfenahme standardisierter und bekannter Statistiksoftware wie IBM SPSS Statistics und MAXQDA aufbereitet und analysiert.

  1. Gewalterfahrung und -erlebnisse in den teilnehmenden Pflegeheimen [2]

Um Erkenntnisse darüber zu erlangen, inwieweit die Mitarbeiter*innen der teilnehmenden Pflegeinrichtungen bereits im Sinne eines weiten Gewaltbegriffs sensibilisiert sind, sollten zu Beginn des Erhebungsbogens verschiedene gewaltfreie und gewaltvolle Aussagen entsprechend bewertet bzw. zugeordnet werden. Hierbei zeigte die Auswertung, dass lediglich fünf Prozent der befragten Personen eindeutig gewaltvoll beschriebene Situationen nicht als solche erkannten und somit einem ‚engen Gewaltverständnis‘ zugeordnet werden können. Mehr als die Hälfte der befragte Mitarbeiter*innen zeigten eine ausgeprägte Sensibilität in Bezug auf das Gewaltverständnis, wobei hier die Führungskräfte die Berufsgruppe mit der höchsten Sensibilisierung darstellte. Die Personen, die bereits selbst Gewalterfahrungen im beruflichen Kontext erlebten oder beobachteten, wiesen ebenso eine stärkere Sensibilität für das Thema Gewalt auf. Bei der Auswertung der t0-Erhebung zeigte sich, dass knapp über die Hälfte der Befragten in den letzten zwei Monaten selbst Gewalt erlebt hatten und 51% berichteten, Gewalt gegen Bewohner*innen beobachtet zu haben. 39 % der Gewalt an Mitarbeitenden wurde durch Bewohner*innen (vor allem psychische und physische Übergriffe) ausgeübt, 43% durch Kolleg*innen (vor allem psychische Übergriffe) und Vorgesetzte (Abbildung 2).

Abbildung 3: Gewalterfahrung von Mitarbeitenden Quelle: Eigene Darstellung 2021

Wobei etwa 60% der Übergriffe durch Bewohner*innen auf medizinische Ursachen – etwa eine Demenzerkrankung oder Alkoholmissbrauch – zurückzuführen sind. 70% der Übergriffe durch Kolleg*innen sind laut Auswertung mit der Ursache ‚beruflicher Stress‘ begründet gewesen.

In 782 Fällen wurde zudem über Gewalt gegenüber Bewohner*innen berichtet, wobei in 84% der Fälle Mitarbeitende (43%) und andere Bewohner*innen (41%) als gewaltausübende Personen beschrieben wurden.

Abbildung 4: Beobachtete Gewalt an Bewohner*innen Quelle: Eigene Darstellung 2021

In 38 bis 47 % aller Beobachtungen handelte es sich um psychische Gewalthandlungen. In etwa 30% der Fälle handelte es sich um Vernachlässigung durch Mitarbeiter*innen. Als Ursache für die Gewalthandlungen durch Mitarbeiter*innen wurde Stress im Beruf genannt. Bei Gewalthandlungen zwischen Bewohner*innen wurden neben medizinischen Gründen auch Antipathien als Ursache vermutet. 

  1. Psychosoziale Belastungen und Beanspruchungen im Arbeitsalltag

68,2% der befragten Mitarbeiter*innen (n = 1053) gaben an, sich zum Zeitpunkt der Befragung in einem (sehr) guten allgemeinen und psychischen Gesundheitszustand zu befinden. Etwa 20% gaben hierbei ein durchschnittliches Befinden an. Die Befragung ergab keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen dem allgemeinen und psychischen Gesundheitszustand und dem Geschlecht der Mitarbeiter*innen (p = 0,102 / p = 0,107) und dem Alter der Mitarbeiter*innen (p = 0,237 / p = 0,767).

In Bezug auf ihren Arbeitsalltag zeigte sich der Großteil der befragten Personen zufrieden. So berichteten 67,8% (n = 1034), dass sie ihre Aufgaben im Arbeitsalltag immer bzw. oft zufriedenstellend erledigen und etwa ein Drittel könne den Arbeitsalltag größtenteils selbstständig strukturieren (n = 1037).  76,4% (n = 1042) bekämen immer bzw. oft Unterstützung von Kolleg*innen und könnten ihre Fertigkeiten sowie ihr Fachwissen durch Fort- und Weiterbildungen erweitern (64,9%). Außerdem würden Vorgesetzte nur selten bzw. nie widersprüchliche Anforderungen stellen (65,6%) und oft bzw. immer ausreichend konstruktives Feedback geben (50,8%). Dass 66,5% (n = 1035) immer bzw. oft ihre Meinung bzgl. ihrer alltäglichen Arbeitssituation im beruflichen Umfeld frei äußern könnten, unterstützt die Annahme eines positiven Gesamtbildes der Befragung hinsichtlich des Arbeitsalltages.

Wichtig im Zusammenhang mit den psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen im Arbeitsalltag waren für die Befragung unterschiedliche Aussagen im Bereich der Arbeitsbelastung und -beanspruchung und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiter*innen. 62,8 % fühlen sich motiviert und optimistisch, wenn sie an ihren Beruf denken und 86 % (n = 1035) haben das Gefühl, mit ihrem Beruf etwas Sinnvolles zu tun. Knapp ein Fünftel gab jedoch an, sich aufgrund der Arbeit seelisch und emotional stark belastet zu fühlen (n = 1042), 42,1% gehe dies teilweise so. Etwa zwei Drittel der Befragten (n = 1035) gab an, mit Krisen im Arbeitsalltag gut umgehen zu können und rund 48,6% (n = 1036) gaben an, dass die Anforderungen an ihre Arbeit ihr Privatleben teilweise oder sogar (stark) negativ beeinflussen. Wobei 43,0% angaben, sich nach einer anstrengenden Schicht gut ausruhen und neue Energie schöpfen zu können bzw. dies teilweise tun zu können (39,0%). Nur etwa 6% (n = 1039) der befragten Mitarbeiter*innen gab an, dass sie während ihrer Arbeit gereizt reagierten. Im Zusammenhang mit der Sars-CoV-2-Pandemie berichteten jedoch 9% von einem Anstieg der Überlastung und des Stresses, wobei im Zusammenhang mit der Sars-CoV-2-Pandemie auffallend häufig die Überlastung und Gereiztheit aller Beschäftigten, Bewohner*innen und Angehörigen genannt wurde.

  1. Auswirkungen der Sars-CoV-2-Pandemie in den teilnehmenden Pflegeheimen

Nur etwa 24% der Mitarbeiter*innen berichteten über eine Veränderung bzgl. der Gewalthandlungen aufgrund der Sars-CoV-2-Pandemie. Bei 326 Antworten (Mehrfachnennungen waren in diesem Bereich möglich) wurden als problematischste Veränderungen während der Sars-CoV-2-Pandemie vor allem die Isolation, das Besuchsverbot und freiheitsentziehende Maßnahmen beschrieben. Viele Bewohner*innen würden vereinsamen und zudem hätten verbale und psychische Übergriffe zugenommen.

Interessant erscheinen im Zusammenhang mit der Pandemie die sehr gegensätzlichen Auffassungen bzgl. der Corona-Verordnungen, den Infektionsschutzvorgaben und den damit verbundenen Einschränkungen der individuellen Freiheit in Bezug auf Gewalthandlungen. So gaben etwa 38 % an, dass das fiktive Fallbeispiel „Herr Q. wird mit Hinweis auf die Corona-Verordnungen und den Infektionsschutzvorgaben daran gehindert, das Heim zu verlassen“ nicht als Gewalthandlung zu sehen sei. 33 % wiesen das Fallbeispiel eindeutig einer Gewalthandlung zu.

In Bezug auf die Gesundheit gaben 58 % (n = 1046) an, dass die Sars-CoV-2-Pandemie ihre psychische Gesundheit negativ bis stark negativ beeinflusst hat – unabhängig davon, ob die Befragten ihre psychische Gesundheit im Allgemeinen als sehr gut oder sehr schlecht beurteilten (range zwischen 39% und 79%).

Diskussion: Bei den beschriebenen Ergebnissen handelt es sich um Resultate der ersten von vier geplanten Befragungen, welche im Gesamtprojektverlauf zu verschiedenen Implementierungs- und Begleitungsstadien durchgeführt werden sollen. Die Erhebung erfolgte zum Zeitpunkt t0 zwischen Mitte Oktober und Ende November 2020.  Durch den gewählten Zeitraum der t0-Befragung sollte das vorhandene Gewaltverständnis, die bis zum Projektstart erlebten Gewalterfahrungen und -handlungen sowie die psychosozialen Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen der Mitarbeiter*innen abgefragt werden. Die Ergebnisse der t0-Befragung werden im weiteren Projektverlauf in diversen projektinternen Expertengruppen – etwa dem Fachbeirat, den ständigen Prozessbegleiter*innen, dem Gesamtteam – zur weiteren Diskussion und Analyse eingebracht.

Gesamt betrachtet zeigt sich, dass die befragten Mitarbeiter*innen der am Projekt teilnehmenden Einrichtungen bereits vor dem Projektstart im Herbst 2020 gut für das Thema Gewalt in der Pflege sensibilisiert scheinen. Die Anzahl der genannten Gewalterfahrungen und/ oder -beobachtungen in der t0-Erhebung passt zu den Aussagen, welche in unterschiedlichen Publikationen zu finden sind. Brucker und Kimmel (2014) beschreiben etwa eine stark schwankende Prävalenz zwischen einem und 35%. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) publizierte 2016, dass in einer ihrer Erhebungen im Bereich der stationären Langzeitpflege etwa 60% angaben, in den letzten zwölf Monaten körperliche Gewalt und 70% verbale Gewalt erlebt zu haben. Wobei die Form der Gewalterfahrung hier einen Unterschied zu den im Projekt erhobenen Aussagen darstellt. Eine Erhebung von Egger, Schnapp und Sulmann (2017) ergab, dass etwa 47% (n = 118) der Herausforderungen im pflegerischen Setting Konflikte, Aggressionen und Gewalt durch Mitarbeiter*innen in der Pflege darstellen.

Gregersen, Dulon, Nienhaus et al. (o.J.) kamen in ihrer Untersuchung ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Führungsqualität und das Feedback überdurchschnittlich gut bewertet wurden. Die Bedeutung des eigenen Berufs wird ebenfalls überdurchschnittlich bewertet, was bei helfenden Berufsfeldern oftmals beschrieben wird. Die hohe Rückmeldung von teilweise oder (stark) negativem Einfluss der Arbeit auf das Privatleben wurde von Gregersen, Dulon, Nienhaus et al. (o.J.) ebenfalls nachgewiesen. So wurden gerade in der stationären Langzeitpflege mehr Arbeit-Freizeit-Konflikte genannt. Außerdem schienen die befragten Mitarbeiter*innen innerhalb des Projektes zum Zeitpunkt der Befragung – ähnlich wie bei Gregersen, Dulon, Nienhaus et al. (o.J.), die herausfanden, dass gerade in der stationären Langzeitpflege die quantitativen und emotionalen Anforderungen stärker ausgeprägt seien – durch ihre Arbeit teilweise (42,1%) oder in (sehr) hohem Maße emotional und seelisch stark belastet.  Im Vergleich zur Untersuchung von Gregersen, Dulon, Nienhaus et al. (o.J.) ergab die durchgeführte t0-Befragung allerdings ein besseres Gemeinschaftsgefühl und bessere Entwicklungsmöglichkeiten.

Die hohe Anzahl an Mitarbeiter*innen (58,4 %), die eine (stark) negative Beeinflussung der psychischen Gesundheit durch die Sars-CoV-2-Pandemie angaben, deckt sich mit einer Untersuchung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), welches herausfand, dass bei bis zu 65% der Mitarbeiter*innen aus Pflegeheimen die psychischen Belastungen durch bzw. während der Pandemie gestiegen ist.

Die drei im Projektverlauf folgenden Befragungen dienen der Evaluierung der Wirksamkeit und der Effizienz der angebotenen und umgesetzten Methoden innerhalb des Projektes auf die Sensibilisierung, die Gewalthandlungen und das Gewalterleben sowie die psychosoziale Gesundheit der Mitarbeiter*innen.

Verwendete Literatur:

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (Hrsg.) (2016). Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte in Betreuungsberufen. Paderborn: Bonifatius GmbH

Brucker, Uwe; Kimmel, Andrea und Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (2014). Kurzbericht zum Projekt. Gewaltfreie Pflege. Prävention von Gewalt gegen Ältere in der pflegerischen Langzeitversorgung. Verfügbar über: Kurzbericht_Final_GewaltfreiePflege.pdf (bundesgesundheitsministerium.de)

Egger, Simon; Schnapp Patrick; Sulmann, Daniela und Zentrum für Qualität in der Pflege (Hrsg.) (2017). ZQP-Analyse. Gewalt in der stationären Langzeitpflege. Verfügbar über: ZQP-Analyse-Gewalt-StationaerePflege.pdf

Egger, Simon und Teubner, Christian (2021). ZQP-Analyse. Die Sars-CoV-2-Pandemie in der professionellen Pflege. Perspektiven stationärer Langzeitpflege und ambulanter Dienste. Verfügbar über: ZQP-Analyse-Corona-Langzeitpflege.pdf

Gregersen, Sabine; Dulon, Madeleine; Nienhaus, Albert und Nübling, Matthias (o.J.). Psychosoziale Arbeitsbelastungen in der Pflege – Vergleich verschiedener Pflegegruppen mit anderen Berufsgruppen. S. 113- 128. In: Nienhaus, Albert (Hrsg.) (2010). Gefährdungsprofile. Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. 2., erweiterte und aktualisierte Ausgabe. ecomed-Storck GmbH

Görgen, Thomas (2017): Wissen über das Phänomen Gewalt in der Pflege. In: Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) (Hrsg.): Gewaltprävention in der Pflege. ZQP-Report. Unter Mitarbeit von Simon Eggert, Katharina Lux, Daniela Sulmann und Daniela Väthjunker. Berlin, S. 8–12.

World Health Organization (WHO) (Hg.) (2002): The Toronto Declaration on the Global Prevention of Elder Abuse. University of Toronto and Ryerson University Ontario, Canada; International Network for the Prevention of Elder Abuse (INPEA). Verfügbar über: https://www.who.int/ageing/projects/elder_abuse/alc_toronto_declaration_en.pdf.

World Health Organization Europe (Hg.) (2011): European report on preventing elder maltreatment. Verfügbar über: https://www.euro.who.int/:data/assets/pdf_files/0010/144676/e95110.pdf.

Fußnoten

1 Folgende Kranken- und Pflegekassen fördern das Projekt: AOK Bayern; BKK Landesverband Bayern; KNAPPSCHAFT; Techniker Krankenkasse (TK); BARMER; DAK-Gesundheit; KKH Kaufmännische Krankenkasse; Handelskrankenkasse (hkk); HEK – Hanseatische Krankenkasse sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als landwirtschaftliche Pflegekasse. Die Förderung erfolgt kassenartenübergreifend zur Umsetzung von Präventionsleistungen. Die fördernden Kranken- und Pflegekassen begleiten die Durchführung des Projektes seit Beginn und stehen den Kooperationspartner*innen beratend zur Seite.

[2] Siehe auch: Nebel, Hannah und Götz, Vanadis (2021). Mehr Gewalt als erwartet? In: Altenheim. Jg. 60 (6), S. 26-27.

Autor:innen

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin a. d. Hochschule München, MSc Advanced Nursing Practice, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Deeskalationstrainerin ProDeMa®, Safewards Trainerin (IBevGe), Klinikinterne Krisenintervention

  • Prof. Dr. phil. Markus Witzmann, BBA, MSM, MA: Leiter des Studiengangs Master Mental Health (MMH) und mit Schwerpunkt im Studiengang Master Advanced Nursing Practice (ANP) an der Hochschule München tätig; er vertritt die Kliniken des Bezirks Oberbayern in der Steuerungsgruppe des Krisendienst Psychiatrie Oberbayern und ist Geschäftsführer des Autismuskompetenzzentrums Oberbayern und Geschäftsführer des Ambulant Psychiatrischen Pflegedienst München.