Antipsychotika und Alzheimer: Vergessen Sie nicht, Ihre Angehörigen über die Risiken dieser Medikamente aufzuklären.

(C) Dan Race

Hier ist eine fiktive Geschichte, die von mehreren realen Fällen inspiriert wurde …

Herr Lavoie, der an kognitiven Problemen leidet, weigert sich, sich zu waschen. Verwandte bestehen darauf, dass ihm Medikamente verabreicht werden, damit er Hilfe erhält. Das Pflegepersonal informiert die Familie, dass die Situation im Moment nicht gefährlich ist. Das Personal verwaltet die Situation gut nach den Grundsätzen des Ablehnungsmanagements. Ebenso ist Sir nicht „schmutzig“. Er hat fettiges Haar, sonst nichts. Es gibt keinen Geruch ab. Herr Lavoie zeigt keine Anzeichen von psychischer Belastung, ist weder für sich selbst noch für andere gefährlich.

Trotz der Erklärungen der Krankenschwestern setzten die Angehörigen das Personal unter Druck, ihn baden zu lassen. Sie empfehlen dringend, Medikamente zu verabreichen, um die Zusammenarbeit von Herrn Lavoie zu erreichen … Verwandte sind nicht in der Lage, fettiges Haar zu tolerieren. Die Krankenschwestern wiederholen, dass sie einen Interventionsplan aufgestellt haben und hoffen, bald Ergebnisse zu erzielen … Die Situation ist angespannt, aber die Krankenschwestern halten den Kurs aufrecht, da ihr Ansatz tatsächlich dem in den Übungsleitfäden empfohlenen entspricht.

Unzufrieden informieren Angehörige den Beschwerdebeauftragten über das Vorliegen von „Fahrlässigkeit“. Ohne den Bewohner zu sehen und das Pflegepersonal zu treffen, forderte die Geschäftsleitung, dass das Bad gegeben wird. Das Personal war jedoch geduldig, tolerant, streng in der Analyse der Situation und vor allem sehr humanistisch. Aus gutem Grund waren die Pflegekräfte nicht der Ansicht, dass sie das Stadium der chemischen und physischen Zurückhaltung erreicht hatten.

Pflegekräfte in Wohngebieten werden häufig dafür kritisiert, dass sie einen aufgabenorientierten und keinen personenzentrierten Ansatz verfolgen. In dieser fiktiven Situation haben Angehörige und Management jedoch alle Bemühungen zur Umsetzung eines personenzentrierten Ansatzes vereitelt. Diese Mitarbeiter werden sicherlich in Zukunft demotiviert sein, um die Dinge anders zu machen … Zugegeben, es ist viel einfacher, Medikamente zu verabreichen, um eine Beruhigung zu induzieren und das Bad zu erzwingen. Dies wird jedoch nicht empfohlen …

In dieser Situation war der Auslöser das mangelnde Wissen der Angehörigen, die Druck auf das Personal ausübten. Ein Dominoeffekt folgte. Es ist daher wichtig, die Angehörigen bei der Optimierung des Drogenkonsums bei älteren Menschen nicht zu vernachlässigen. In diesem Zusammenhang müssen wir einem Forscherteam gratulieren, das dieses Bildungsdokument zu Antipsychotika für Benutzer und Verwandte erstellt hat.

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