Alzheimer-Mittel gegen Antibiotika-Resistenz

28. Dezember 2018 | Gastkommentare | 0 Kommentare

Brisbane – (pte010/20.12.2018/11:30) – Antibiotika-resistente Bakterien könnten bald mit einem Medikament behandelt werden, das ursprünglich für die Alzheimer-Krankheit entwickelt wurde, sagen Forscher der Griffith University http://griffith.edu.au und Kollegen der University of Queensland http://uq.edu.au . Die Experten haben sich vor allem die antibakteriellen Eigenschaften von PBT2 angesehen – ein Metall transportierendes Medikament zur Behandlung von Alzheimer und der Huntington-Krankheit.

Bis 2050 rund zehn Mio. Todesfälle

„Werden keine neuen Lösungswege entdeckt, wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2050 antimikrobielle, resistente Bakterien für über zehn Mio. Todesfälle weltweit verantwortlich sein werden. Jetzt haben wir eine weitere Waffe gefunden, die uns dabei hilft, Millionen von Leben zu retten“, sagt Mark von Itzstein, Direktor vom Institute for Glycomics an der Griffith University.

Laut Mark Walker von der School of Chemistry and Molecular Biosciences der University of Queensland hat dieses bestimmte Medikament die Phasen 1 und 2 von klinischen Studien für die Alzheimer- und Huntington-Krankheit bestanden. Zudem habe sich gezeigt, dass es von menschlichen Patienten gut vertragen werde. „PBT2 wurde entwickelt, um die Interaktion zwischen Metallen und menschlichen Zellen zu verhindern.“

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)