Ärzte ohne Grenzen setzt Herbstschwerpunkt „Epidemien“

Als medizinische Hilfsorganisation, die weltweit gegen das Coronavirus vorgeht, ist Ärzte ohne Grenzen Anlaufstelle für viele Journalistinnen und Journalisten für Informationen rund um die Pandemie. Im Rahmen unserer Herbstkampagne zum Thema „Epidemien“ bieten wir Ihnen nun die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten unserer Organisation über weniger beachtete COVID-19-Auswirkungen zu sprechen. Zudem laden wir Sie zu einer Online-Experten-Diskussion mit dem Titel „Corona: Impfstoff für Alle?“ ein.

Die COVID-19-Pandemie mit ihrem Epizentrum in Europa macht eine Schlagzeile nach der anderen. Auch Ärzte ohne Grenzen hat die Hilfe umgehend an den massiven Ausbruch angepasst, unzählige Einsätze wurden weltweit gestartet. In Ländern wie dem Jemen, Südafrika oder Venezuela ebenso wie in Italien, Spanien, Frankreich oder den USA. Die Teams führen zusätzlich auch die reguläre Arbeit bestmöglich und trotz Einschränkungen weiter.

Was Ärzte ohne Grenzen als global tätige medizinische Nothilfeorganisation besonders beschäftigt, sind die Folgen der Pandemie auf andere Gesundheitsbereiche sowie die Vernachlässigung anderer Epidemien. Drei Themengebiete haben sich dabei in den vergangenen Monaten besonders herauskristallisiert, auf die Ärzte ohne Grenzen österreichische Medien durch gezielte Interview-Angebote aufmerksam machen möchte.

Ärzte ohne Grenzen ist weltweit im Einsatz nach großen Krankheitsausbrüchen – doch nicht alle Epidemien schaffen es in die Schlagzeilen. In der Medienarbeit stellt Ärzte ohne Grenzen daher ganz bewusst auch vergessene Epidemien ins Zentrum.

Gesprächspartnerinnen und -partner: Laura Leyser, Geschäftsführerin und Florian Lems, Leiter der Kommunikationsabteilung

Mit großer Sorge beobachtet Ärzte ohne Grenzen die teils massiven Auswirkungen von COVID-19 und anderen Epidemien auf Gesundheitsbereiche wie die Hilfe für Mütter und Kinder, den Bereich Frauengesundheit, die Behandlung von Krankheiten wie Hepatits C, HIV/Aids oder Tuberkulose. Zugleich kam es durch die Corona-Pandemie vielerorts zu einer Einschränkung von medizinischer und humanitärer Nothilfe aufgrund von Reisebeschränkungen, hohen Preisen von Schutzausrüstungen und Engpässen bei Medikamenten und medizinischer Ausrüstung (etwa Beatmungsgeräten).

Gesprächspartnerinnen und -partner: Einsatzkräfte und Fachkräfte von Ärzte ohne Grenzen weltweit; sowie Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten und mehrmals Ebola-Einsatzleiter

Impfstoffe sind wichtige Tools im Einsatz gegen Epidemien. Ärzte ohne Grenzen setzt sich dafür ein, dass diese nicht nur jenen zur Verfügung stehen, die sich eine Impfung leisten können – der Zugang zu leistbaren Medikamenten und Impfstoffen muss auch für Betroffene in ärmeren Regionen und Krisengebieten gewährleistet werden. Gerade in Zeiten von COVID-19 ist dies wichtig, da eine Pandemie nur global besiegt werden kann.

Gesprächspartnerinnen und -partner: Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten und mehrmals Ebola-Einsatzleiter; internationale Expertinnen und Experten der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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