Krisenintervention des Roten Kreuzes Steiermark

(C) pavle

Unter Krisenintervention verstehen wir eine psychosoziale Akutintervention sehr zeitnah am Geschehen, bis längstens 48 Stunden nach dem Ereignis. Diese Intervention stellt eine vorbeugende Maßnahme dar, da durch traumatische Ereignisse Belastungsreaktionen hervorgerufen werden können.  Diese Erstintervention erfolgt in einem Zeitfenstern, in welchem sich die Betroffenen oft als hilflos und handlungsunfähig den Ereignissen ausgeliefert fühlen. Durch eine kompetente Unterstützung gelingt es meist in einem sehr kurzen Zeitraum (ein Einsatz dauert durchschnittlich 1,5 Stunden), die Handlungsfähigkeit der Betroffenen wiederherzustellen.

Da jeder Mensch ein Individuum ist, reagiert auch jeder Mensch in Ausnahmesituationen anders. Da auch kein Einsatz dem vorigen gleicht, wird eine sehr hohe Flexibilität in der Betreuung Angehöriger von den Kriseninterventionsmitarbeiter/Innen gefordert.

Unsere Kolleg/Innen arbeiten bedürfnisorientiert, das heißt in unserem Fall, dass wir uns von den Bedürfnissen der zu betreuenden Personen leiten lassen und nach Möglichkeit versuchen, diese Bedürfnisse auch zu befriedigen. Ein Bedürfnis kann zum Beispiel sein, sich vom Verstorbenen nochmals verabschieden zu können, oder die Unfallstelle zu besuchen, bestimmte Personen an seiner Seite zu haben, oder der Wunsch, mit jemand darüber reden zu können oder dass „einfach nur jemand da ist“. Diese Bedürfnisse können sich während der Betreuung natürlich auch ändern und es ist auch zu beachten, dass Kinder andere Bedürfnisse haben als Erwachsene. So können zum Beispiel Kinder diesen sehr belastenden Zustand der Trauer nicht so lange aushalten wie Erwachsene und brauchen deshalb immer wieder die „Erlaubnis“, aus der Trauer auszusteigen, zu spielen oder vielleicht sogar zu toben und zu lachen.

Neben der Bedürfnisorientierung versuchen wir auch immer nach der Phase der Stabilisierung, die persönlichen Ressourcen der Betroffenen zu mobilisieren und das familiäre bzw. soziale Netzwerk zu aktivieren, da unsere Tätigkeit vor Ort ja nur eine kurzfristige und einmalige Intervention ist. Durch unsere Tätigkeit versorgen wir das Zeitfenster zwischen Ereignis in der Akutphase und psychosozialer Nachbetreuung.

Wenn unsere Mitarbeiter/innen den Bedarf nach einer weiteren Betreuung feststellen, vermitteln wir an psychosoziale Fachkräfte bzw. Fachstellen weiter. Bei suizidalen Personen dient die Krisenintervention der kurzfristigen Stabilisierung und Zuführung zu weiteren Hilfseinrichtungen.

Unsere Unterstützung wird meist von den Einsatzkräften vor Ort angefordert, wenn es sich um

  • Todesfälle / Unfälle mit Todesfolge / schwere Verletzungen
  • Suizid / Suizidversuch
  • Plötzlicher Kindstod
  • Betreuung von Angehörigen vermisster Personen
  • Betreuung von Ersthelfer / Augenzeugen
  • Begleiten der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten
  • Gewaltdelikte
  • Betreuung nach Reanimation / Todesfall im häuslichen Bereich
  • Komplexen Schadenslagen (Busunfall, Zugunglück, ….)
  • und Katastrophen (Naturereignisse, Unfälle, Anschläge, …) handelt.

Bei all diesen Einsatzindikationen ist zu beachten, dass nicht jedes dramatische Ereignis automatisch zu einer Belastungsreaktion bzw. zu einem Trauma führt. Menschen sind im Grunde oft sehr resilient (= widerstandsfähig) und können im Allgemeinen mit Krisen gut umgehen. Hilfreich dabei ist es, wenn man auf Bewältigungsmechanismen aus der Vergangenheit zurückgreifen kann, die momentanen eigenen Bedürfnisse gut erkennt und in der Lage ist, sich Unterstützung zu organisieren und diese Hilfe dann auch annehmen kann. Auch einer hoher S.O.C Wert (= Sense of Coherence) ist resilienzfördernd. Bei diesem Kohärenzsinn handelt sich um eine individuelle Einflussgröße, welche sowohl von Lebenserfahrungen als auch von gesellschaftlichen Gegebenheiten geformt wird und die dafür verantwortlich ist, dass Menschen trotz negativer Einflüsse gesund bleiben oder sich von Beeinträchtigungen wieder entsprechend erholen.

Das Kohärenzgefühl setzt sich zusammen aus drei miteinander stark verbundenen Komponenten:

  1. Verstehbarkeit – die Welt erscheint prinzipiell verstehbar, stimmig und geordnet. Auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, versuche ich zu verstehen und in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Ich versuche zu verstehen, was passiert ist.
  2. Handhabbarkeit – das Leben stellt mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner Probleme mobilisieren kann. Ich kann auch in eingeschränkten Situationen noch versuchen kleine Handlungs- und Entscheidungsspielräume zu nutzen. Ich kann erkennen, dass ich nicht vollkommen die Kontrolle verloren habe.
  3. Sinnhaftigkeit – für meine Lebensführung ist jede Anstrengung sinnvoll. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich lohnt, sich zu engagieren. Ich vertraue darauf, dass es sich lohnt weiter zu machen, bzw. dass ich etwas daraus lernen kann.

Unsere Mitarbeiter/Innen orientieren sich in der Betreuung von Betroffenen am

BASIS-Modell“.

Hier steht das „B“ für Bindung herstellen.

Dies kann geschehen, in dem man im ersten Schritt Vertrauen aufbaut, dies passiert zumeist schon bei der Vorstellung, wenn man seine Funktion erklärt und auch vermittelt, dass man Zeit hat und da bleibt. Kleine Gesten – zum Beispiel das Reichen von Taschentüchern, … können den Kontaktaufbau unterstützen. Im zweiten Schritt führt man den Betroffenen weg vom belastenden Inhalt, d.h. manchmal ist es hilfreich, mit den Personen den Raum  oder Ort zu wechseln oder Routinetätigkeiten wie Spazieren gehen, Kaffee trinken, o.ä. vorzuschlagen. Diese Maßnahme ist geeignet, Phasen der Überwältigung zu unterbrechen. Speziell bei Kindern ist diese Strategie oft zweckmäßig. Es ist auch möglich nach Dingen zu fragen, die vom belastenden Inhalt wegführen. Im dritten Schritt fördert man das Erzählen des Vorgefallenen, bzw. der Geschichte. Dadurch gelingt es den Personen auf die kognitive Beobachtungsebene zu wechseln. Das wirkt strukturgebend, da über das Erzählen das Gefühl der Kontrolle schrittweise wiedererlangt wird. Die Betroffenen merken, dass z.B. das Weinen damit unterbrochen werden kann.

Die betroffenen Personen schwanken meist zwischen Abwehr (es nicht wahrhaben wollen) und Überwältigung (Erstarrung, Schockzustand). Wesentlich ist es, dieses Schwanken mitzumachen und nur dann einzugreifen, wenn die Person in einem der beiden Extreme „festhängt“.

Egal, welches Verhalten die betroffenen Personen zeigen, es ist wichtig, dabei zu bleiben. Das Gefühl zu vermitteln „ich bin jetzt nur für Sie da, ich habe Zeit“.

Das „A“ steht für Abschätzen der Handlungsfähigkeit und explorieren der Bedürfnisse:

Menschen reagieren in Krisen sehr unterschiedlich und deshalb ist auch die Intervention sehr individuell zu setzen. Im Folgenden sind mögliche Reaktionen angeführt.

Ist die Person in der Überwältigung ist es wichtig, sich zurückzuhalten, dabeizubleiben und die Konfrontation mit dem Leid auszuhalten. Im Bewusstsein, dass man den Personen ihr Leid nicht nehmen kann, sollte man darauf achten, nicht ins „Ausagieren“, ins „Tun“ zu verfallen.

Wenn eine Person sehr verzweifelt und von ihren Gefühlen überwältigt ist, ist es oft schwierig einen ersten Kontakt herzustellen. Wichtig ist es in diesen Fällen, auf das eigene nonverbale Verhalten zu achten. Das Herstellen von Blickkontakt, eine ruhige Stimmlage und das Vermeiden hektischer Bewegungen, sind unerlässliche Voraussetzungen für eine tragfähige Kommunikationssituation. Durch kontinuierliche Versuche, ein Gespräch zu beginnen, bzw. Struktur ins Gespräch zu bringen, gelingt es meist, die Personen ­zumindest für Momente ­aus der Überwältigung zu holen.

Zwei Dinge sind hierbei besonders zu beachten:

 – Vorsicht mit Körperkontakt: Es kann hilfreich sein, eine Person die weinend am Tisch sitzt und ihren Kopf in den Armen vergraben hat, kurz an der Schulter zu berühren, um Kontakt herzustellen. Es ist jedoch in den meisten Fällen völlig unangebracht, eine weinende Person, zu der man noch keine Beziehung hergestellt hat, in die Arme zu nehmen.

  • Die Person als mündig betrachten: auch wenn eine Person sehr überwältigt ist, ist es notwendig, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass man es nicht mit einem psychisch Kranken oder einem unmündigen Menschen zu tun hat.

Manche Betroffene leiden regelrecht unter einem „Rededruck“ und andere wiederum wollen sich zurückziehen, für sich alleine bleiben und schweigen. Wenn Personen diesem Rededruck unterliegen, kann man sie unterstützen, indem man ihnen behilflich ist, einen „roten Faden“ durch die Ereignisse zu finden, d.h. man lässt sich das Geschehene von Anfang bis Ende erzählen und vermittelt somit das Gefühl von Verständnis und Anerkennen der Situation. Möchte sich eine betroffene Person zurückziehen, ist das vorerst zu akzeptieren – mit dem Hinweis, dass man in der Nähe bleibt und zu einem späteren Zeitpunkt nochmals das Gespräch sucht. (außer bei suizidalen Personen, hier ist immer Augenkontakt zu halten!).

Beinahe nach jedem Unglück bzw. Todesfall stehen Schuld und Schuldgefühle im Raum. Schuldgefühle sind nicht identisch mit Schuld! Schuldhaftes Handeln liegt dann vor, wenn eine Person auf Grund ihres Handelns oder auf Grund ihres Nicht­handelns einer anderen Person Schaden zufügt. Grundsätzlich reagiert man in der Krisenintervention auf Schuldgefühle anders als im Alltag. Im Alltag werden Schuldgefühle und Schuld oft verwechselt. Das führt im Fall des Todes von Angehörigen dazu, dass andere Angehörige und Freunde den Betroffenen oft gar nicht ausreden lassen, sobald er sagt, dass er sich schuldig fühlt. Sie erklären ihm sofort, ihn träfe gar keine Schuld. Bei den Betroffenen entsteht dadurch leicht der Eindruck, sie dürften ihre Schuldgefühle nicht zum Ausdruck bringen, bzw. sie würden nicht normal reagieren. Sie fühlen sich nicht ernst genommen. Kriseninterventionsmitarbeiter versuchen demgegenüber, den Betroffenen erst mal über seine Schuldgefühle sprechen zu lassen. Sie helfen ihm, Schuldgefühle und Schuld auseinander zu halten und sie als normale Reaktion zu betrachten.

Wenn eine Person sich Vorwürfe macht, weil sie zuerst zum Nachbarn gerannt ist um Hilfe zu holen, anstatt zu reanimieren, ist die Tatsache, Hilfe geholt zu haben, eine positive Handlung, die durch Nachfragen ins Bewusstsein der Person gebracht werden kann (= auf die Handlungsebene führen). Daher ist es hier sinnvoll zu fragen: „Was haben Sie getan?“, um das eigene (positive) Handeln ins Bewusstsein zu rücken. Auch hier ist wieder auf Suizidalität zu achten!

Es kann auch vorkommen, dass Betroffene plötzlich sehr aktiv werden, also einen regelrechten Handlungsdruck bekommen oder genau das Gegenteil tritt ein – sie sind handlungsunfähig. Bei Handlungsdruck meinen die Betroffenen, durch ihr Tun die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen, etwas wieder „gut machen zu können“. Hier kann man die Hyperaktivität in geordnete Bahnen lenken und zum Beispiel den Stress abbauen, in dem man einmal um den Block geht. Ist eine Person handlungsunfähig, kann die simple Bitte um ein Glas Wasser die Person aus dieser Inaktivität bringen und wieder handlungsfähig machen.

Oft – sehr häufig vor allem nach einem Suizid – drängen sich Fragen auf. Diese Fragen sollte man so ehrlich wie möglich beantworten. Das können Fragen über die Todesursache, die Rettungsmaßnahmen oder nach weiteren Schritten sein. Ebenso können Fragen nach körperlichen Reaktionen auftreten, ob diese „normal“ sind und auch wieder verschwinden. Wird die Frage nach dem „Warum“ gestellt, kann man diese Frage als rhetorische Frage ansehen, da es in den meisten Fällen keine Antwort auf diese Frage gibt. Zu beachten ist, dass man hier mit Kindern anders kommuniziert als mit Erwachsenen. Bei Kindern lassen wir uns durch deren Fragen leiten, d.h. wir beantworten die Frage kindgerecht (kurz und einfach, dem Alter des Kindes entsprechend).

Durch das Ereignis muss oftmals die Zukunft neugestaltet werden, hier können sich Zukunftsängste zeigen. Der Betroffene muss lernen, mit der veränderten Situation umzugehen, neue Pläne zu schmieden und sein Selbst – bzw. Weltbild zu überdenken. Hier kann man ihn unterstützen, indem man ihm hilft, sich seiner Ressourcen bewusst zu werden bzw. an entsprechende Stellen weiterleiten.

Das „S“ steht für strukturieren, Struktur geben.

Dies ist eine der Hauptaufgaben in der Krisenintervention. Die zu betreuenden Personen sind meist zum ersten Mal in einer derartigen Situation und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen bzw. was mit ihnen geschieht. Wir kennen die Situation, den formalen Ablauf, sowie das Ziel unserer Intervention. Daher können wir Sicherheit vermitteln und den Personen das Gefühl geben, dass auch diese unbewältigbar erscheinende Situation schrittweise bewältigbar wird. Krisenintervention heißt, der Situation gedanklich einen Schritt voraus zu sein. Ist dies nicht der Fall, verliert man leicht die Kontrolle.  Struktur geben, heißt, selbst einen Überblick über die Situation zu erhalten und zu behalten.

Zum „Strukturgeben“ gehört es, die notwendigen Handlungsschritte zu begleiten und zu erklären. Struktur gibt man auch, indem man abklärt, wann der Amtsarzt kommt, hilft weitere Angehörige zu benachrichtigen, den Kontakt zum Bestattungsinstitut vermittelt und alle anderen notwendigen praktischen Schritte begleitet. Auch das strukturierte Erzählen kann man fördern:  Durch wiederholtes Nachfragen (nicht Nachbohren!) versucht man, der Geschichte eine Ordnung zu geben. Ziel ist es, für sich, v.a. aber für die Angehörigen, eine vollständige Geschichte zu erhalten. „Erzählen Sie mir bitte noch einmal, was war da jetzt genau am Anfang? Und dann? …“.  Als Strukturierungsmaßnahme kann man auch die positive Bewältigung fördern. Alle positiven Handlungen, die die betreute Person selbst setzen will, werden begleitet, bzw. unterstützt. Dabei ist es wichtig, die Person so viel alleine machen zu lassen wie sie möchte und kann. Wo Entscheidungsmöglichkeiten sind (z.B. will die Person den Verstorbenen noch einmal sehen, oder nicht?) fragt man nach und respektiert die Entscheidungen und berät bei Unklarheiten.

Das „I“ im BASIS-Modell steht für informieren.

Information bedeutet, der Person nichts vorzuenthalten, was sie wissen möchte und der betroffenen Person die eigenen (emotionalen) Reaktionen zu erklären. Oft sind die Betroffenen durch die eigenen Reaktionen oder die ihrer Kinder verunsichert. „Ich kann nicht weinen, ist das normal?“ oder „Ist es normal, dass meine 14­jährige Tochter vor dem Fernseher sitzt und nicht reden will?“ sind häufig. Mit dem nötigen Wissen über Trauerprozesse und akute Belastungsreaktionen bei Erwachsenen und Kindern kann man Erklärungen geben und die Personen über die Normalität der Reaktionen aufklären. Diese Psychoedukation schafft Erleichterung.

Fragen werden offen und ehrlich beantwortet. Zu diesem Zweck muss man meist schon im Vorfeld versuchen, selbst ausreichende Informationen (über den Hergang der Ereignisse, über das Aussehen des Verstorbenen, den Ort, an dem er sich befindet, etc.) zu bekommen.

Als letzter Buchstabe steht das „S“ für das Sicherstellen von Auffangnetzen: Krisenintervention ist Hilfe zur Selbsthilfe und keine Therapie! Ziel ist es, das soziale Netz soweit wieder funktionsfähig zu machen, dass unsere Anwesenheit überflüssig wird. Unser Ziel ist es, die Personen in die Lage zu versetzen, sich gegenseitig zu stützen und zu helfen. Um dies zu erreichen, kann man die Kommunikation der Betroffenen untereinander fördern und soziale Ressourcen nutzbar machen oder weitervermitteln (psychosoziale Nachsorgeeinrichtungen, Beratungszentren, bei Suizidalität auch Psychiatrie, …). Die Aufgabe der Krisenintervention ist es auch, soziale Ressourcen zu organisieren, wo keine vorhanden sind (Verwandte, Freunde, etc.). Wir begleiten die erste Zeit der Unterstützung, da Verwandte und Freunde oft nicht wissen, wie sie mit jemandem umgehen sollen, der gerade jemanden verloren hat und wir vermitteln auch professionelle Weiterbetreuung, wenn notwendig.

Die Teams der Krisenintervention des Roten Kreuzes sind in Österreich in den Rettungsdienst eingebunden und werden von einer psychosozialen Fachkraft (Klinischer Psychologe) geleitet. Derzeit besteht unser Team in der Steiermark aus rund 250 ehrenamtlichen, multiprofessionellen Mitarbeiter/Innen, welche ihre Freizeit Menschen in Ausnahmesituationen zur Verfügung stellen. Die Ausbildung dauert 5 Wochenenden, wobei ein Auswahlverfahren vorangeht und eine mündliche Prüfung die Ausbildung abschließt. Zusätzlich müssen unsere Mitarbeiter/Innen – sofern sie nicht im Sanitätsdienst tätig sind, 80 Stunden als „Dritthelfer“ mitfahren. Wir versuchen relativ zeitnah vor Ort zu sein, sind mit den vorhandenen Strukturen (Bestatter, Betreuungseinrichtungen, andere Einsatzorganisationen, … ) gut vernetzt und nehmen regelmäßig an Übungen teil. Supervision gehört zu unserer Tätigkeit genauso wie regelmäßige Teamtreffen und jährliche Fort – und Weiterbildungen.

Über Petra Preimsberger 1 Artikel

Mag., klinische und Gesundheitspsychologin, Notfallpsychologin, Supervisorin, Leiterin Psychosoziale Betreuung im Landesrettungskommando Steiermark

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