Gesundheitsförderung an Pflegeschulen

(C) Nedjo

Einleitung
Herausforderungen für Gesundheitsunternehmen
Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (2008) rechnen in den kommenden Jahren mit einer steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen auf Grund der demografischen Entwicklung. Die Untersuchungen zeigen, dass die Anzahl der Personen, die professionelle Pflege benötigen, im Jahre 2011 bei 2,5 Millionen lag und bis zum Jahr 2020 um 36,8 Prozent auf 3,42 Millionen ansteigen wird (Pfaff, 2013; Bundesamt, 2008). Daraus resultiert ein deutlicher Mehrbedarf beruflich Pflegender in den nächsten Jahren (Fleßa, Golombek, 2011) und setzt voraus, dass die Anzahl der Auszubildenden in den Pflegeberufen entsprechend steigen müsste.

Die demografische Entwicklung wirkt sich jedoch auch auf Seiten des Nachwuchses beruflich Pflegender aus. So sanken beispielsweise die Bewerberzahlen an einer Akademie für Gesundheitsberufe in Oberfranken im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege seit dem Jahre 2000 um fast die Hälfte (Jahr 2000: 600 Bewerbungen; 2011: 350 Bewerbungen). Aus diesem Grund ist es und wird zukünftig eine noch wichtigere Aufgabe sein, qualifizierte Auszubildende zu gewinnen und ausgebildete Fachkräfte langfristig an ihr Unternehmen zu binden (Borchart et al., 2011). Dies stellt eine große Herausforderung für die Gesundheitsunternehmen dar und bedarf geeigneter Human-Ressource- Management-Konzepte. Diesen Vorhaben wirken jedoch berufsbedingte Anforderungen entgegen. Die hohen physischen und psychischen Belastungen führen laut der „Nurses Early Exit Studie“ (NEXT – Studie) zum Einen dazu, dass viele Pflegende frühzeitig aus dem Pflegeberuf ausscheiden (Fleßa, Golombek, 2011), oder dass zum Anderen viele Jugendliche diesen Beruf erst gar nicht erlernen wollen (Trojan et al., 2002). Hier sollte jedoch beachtet werden, dass eine Studie aus Österreich beschreibt, dass v. a. die Rahmenbedingungen (unregelmäßige Arbeitszeiten, Übernahme von Erziehungsaufgaben) einen Grund für den Ausstieg darstellen und nicht oben beschriebene physische und psychische Belastungen (Them, 2006)

Studien von Simon und Kollegen (2005) verdeutlichten, dass bei wachsendem Zugehörigkeitsgefühl zur Institution die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Pflegekraft das Unternehmen verlässt. Krankenhäuser, die eine feste und langfristige Bindung ihrer Mitarbeiter erreichen und mitarbeiterfreundlich agieren, werden wettbewerbsfähiger gegenüber anderen Einrichtungen (Trojan et al., 2002). Doch nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter in der Einrichtung spielt eine große Rolle, sondern eben auch die persönliche Gesundheit einer jeden Pflegekraft. Die häufigsten Beschwerden von Pflegekräften sind nach einer Untersuchung von Michaelis und Kollegen (1995) Rücken- und Gelenkbeschwerden. Sie stellten fest, dass 23 bis 63 Prozent der befragten Pflegekräfte (n = 3300) unter Rückenproblemen leiden. Für die Zukunft müssen also geeignete Konzepte entwickelt werden, die die Attraktivität des Pflegeberufes steigern, die Beschwerden und Belastungen senken und dazu beitragen, Pflegekräfte langfristig an ihr Unternehmen zu binden.

Gesundheit erhalten
Nur Pflegepersonal, welches gesund und physisch und psychisch belastbar ist, kann den steigenden Anforderungen gerecht werden. Gesundheitsfördernde Maßnahmen könnten dabei eine Möglichkeit sein, Mitarbeiter für ihre persönliche Gesunderhaltung zu sensibilisieren und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen abzubauen (Drossel, Hirsch, 2013; Trojan et al., 2002).

Doch gerade Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege zeigen erhebliche gesundheitsschädigende Verhaltensweisen. Rauchen oder mangelnde sportliche Aktivitäten liegen bei einer großen Anzahl von Auszubildenden vor (von Lindemann et al., 2011). Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Bomball et al. (2010). Sie stellten fest, dass Pflegeauszubildende häufiger rauchen als ihre Altersgenossen und sich häufig ungesünder ernähren. In Deutschland rauchten im Jahr 2009 33,2 Prozent der Männer und 22,3 Prozent der Frauen (Bundesamt, 2010). Die Raucherquote von Auszubildenden in der Gesundheits- und Kranken- pflege in Sachsen-Anhalt lag bei einer Erhebung von Hirsch et al. (2010) bei 53,5 Prozent und somit weit über dem bundesweiten Durchschnitt. Wie Hurrelmann et al. (2003) aufzeigen, bilden sich gesundheitsschädigende Verhaltensweisen frühzeitig und nicht erst zu Beginn einer Ausbildung aus. Maßnahmen zur Optimierung der Ausbildung, die Einfluss auf dieses selbstschädigende Verhalten nehmen können, sind also so früh wie möglich notwendig (von Lindemann et al., 2011). Beispiele hierfür wären, so zeigt eine Interventionsstudie von Drossel und Hirsch (2013), u. a. Maßnahmen zur körperlichen Fitness, wie Yoga, Rücken- und Lauftraining.

Sport und Bewegung
Für den Sportwissenschaftler Hauer besitzt Bewegung – insbesondere Sport – eine vielfältige Funktionen, die „von der Gesundheitsförderung bzw. Krankheitsverhütung über seine pädagogische Rolle im Sinne einer Wertevermittlung“ reicht (Hauer, 2012, 19). Körperliche Aktivität tragen wesentlich zur Risiko-Reduktion von cardio-vasculären (z.B. Herzinfarkt), metabolischen (z.B. Diabetes) und bei bösartigen Neubildungen (z. B. Tumore) bei, belegt mit entsprechenden Studien (vgl. Reicherz et al. in Geuter, 2012, 153). Diese gesundheitsförderlichen Aspekte sind begründet im Drang nach Bewegung, welcher grundsätzlich in der menschlichen Natur angelegt und deswegen ein zentrales menschliches Bedürfnis ist (vgl. Brieskorn-Zinke, 2006, 144): „Bewegung ist ein Urphänomen des Lebens“ (Brieskorn-Zinke, 2006, 145). Bereits im Vorschulalter werden Kinderbetreuungseinrichtungen Sport- und Bewegungsangebote angeboten. Diese werden durch Sportunterricht an Regelschulen – curricular geregelt – weitergeführt. Mit Eintritt in Berufsbildung – so auch bei den Pflegeberufen – endet diese kontinuierliche Förderung abrupt. Freese untersuchte bereits 2005 innerhalb des Projektes „Transferorientierte Forschung an Fachhochschulen“ (TRAFO) 127 Auszubildenden und Pflegenden den subjektiven Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten und das Gesundheitsinteresse. Er zeigte auf, dass Rückenbeschwerden im Verlauf der Pflegeausbildung kontinuierlich zunahmen. So waren es im ersten Jahr 22,2 Prozent. Im zweiten Jahr stieg dieser Anteil auf 33,4 Prozent und im dritten Jahr auf 46,2 Prozent (Freese in Bonse-Rohmann, 2005, 48). Den wichtigen Stellenwert von Gesundheit insbesondere in der Pflegeausbildung, belegt die bundesweite Vollerhebung zu Gesundheitsförderung und Prävention an Pflegeschulen (Bomball et al., 2010, 1048-1054). Insgesamt wurden 1.505 Schul- und Pflegedienstleitungen sowie zusätzlich 1.119 Pflege-Auszubildende zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt. Zentrale Ergebnisse der Studie: über die Hälfte der Schüler (52,6 Prozent) leiden täglich bis wenigstens einmal wöchentlich an Kreuz- bzw. Rückenschmerzen. 49 Prozent geben Nacken- und Schulterschmerzen an. Unter Kopfschmerzen leiden 45,9 Prozent der angehenden Pflegekräfte mindestens einmal wöchentlich. Hinzu kommen Ergebnisse des „Ausbildungsreport Pflegeberufe 2012“, einer weiteren deutschlandweiten Befragung von insgesamt 2.660 Auszubildenden (Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft, 2012). Demnach empfinden drei von zehn Auszubildenden (28,8 Prozent) das schwere Heben und Tragen als besonders belastend. „Vor dem Hintergrund eines langen Erwerbslebens im Pflegeberuf bis in das Rentenalter hinein erscheint diese hohe Antwortquote der befragten Auszubildenden sehr bedenklich. Hier zeigt sich, dass betriebliche gesundheitsfördernde Maßnahmen notwendig sind, in die auch Auszubildende von Beginn ihrer Ausbildung an einbezogen werden müssen“ (Verdi, 2012, 43, 44). Drossel untersuchte in einer qualitativen Studie aus dem Jahr 2013 zur „Gesundheitsförderung an Fachschulen für Pflegeausbildung in Bayern“, insgesamt 13 Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr und detektierte unterschiedliche Faktoren mit gesundheitsförderlichen und -schädigenden Auswirkungen während der Ausbildungszeit. Als gesundheitsschädigend wurde beispielsweise reduzierte sportliche Aktivitäten sowie übermäßiger und ungesunder Nahrungs- bzw. Genussmittelkonsum angegeben (Drossel, 2014, 56-58).

Quantitative Erhebungen als Voruntersuchung – Fokussierung des Forschungsfeldes
Auf die dargelegten Ergebnisse aufbauend, wurde eine quantitative Erhebung durch Krumpholz (Krumpholz, 2015, 61 ff.) als Voruntersuchung bezüglich des Gesundheits- sowie Sport- und Bewegungsverhalten von mit 71 Probanden innerhalb einer Gesundheitsschule aus einem Zusammenschluss von fünf unterschiedlichen Trägern aus dem südöstlichen Rhein-Main-Gebiet durchgeführt (n=71, darunter 49 Gesundheits- und Kranken- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (84,5 Prozent) sowie 11 Teilnehmern aus der Krankenpflegehilfe (15,5 Prozent)). Bei 47 Teilnehmern (66,2 Prozent) wurde kein betriebliches Sport- oder Bewegungsprogramm angeboten. Über 50 Teilnehmer sind Freizeitsportler (70,4 Prozent), von diesen konnten 8 Stück (11,3 Prozent) ihren gewohnten Sportumfang beibehalten, 38 Teilnehmer (53,5 Prozent) reduzierten diesen und 10 Teilnehmer (14,1 Prozent) mussten diesen komplett einstellen. 31 Teilnehmer nahmen an Gewicht zu (43,7 Prozent), 35 Personen verneinten dies (49,3 Prozent). 29 Rückmeldungen (40,8 Prozent) gab es bezogen auf die Gewichtszunahme welche durchschnittlich 6,4 kg betrug, der Median lag bei 5 kg. Der restliche Teil der Teilnehmer (42 Personen=59,2 Prozent) enthielt sich oder konnte hierzu keinerlei Angaben machen. 43 Teilnehmer (60,6 Prozent) bezeichneten sich als gesundheitsbewusst. 44 Teilnehmer (62 Prozent) änderten ihre Ernährungsgewohnheiten während der Ausbildung, davon 29 Teilnehmer (40,8 Prozent) hin zum Gesundheitsbewussten und 34 Personen (47,9 Prozent) zum ungesünderen Lebensstil hin.

Die Ergebnisse zeigen, dass mit 50 Personen überdurchschnittlich viele Freizeitsportler in der untersuchten Schülerkohorte vertreten sind (70,4 Prozent). Verglichen mit der GEDA Studie des RKI aus dem Jahre 2012, nach welcher 35 Prozent der deutschen Männer und Frauen zwischen dem 18 und 30 Lebensjahr Freizeitsport betreiben, sind hier sogar doppelt soviel sportlich aktiv. Der Median der Gewichtszunahme liegt bedenklich hoch. Bedingt durch die Ausbildung mussten 10 Teilnehmer (14,1 Prozent) ihren sportlichen Ausgleich beenden und sogar 38 Teilnehmer (53,5 Prozent) reduzierten diesen, sonst läge die Zahl noch höher. Lediglich einer der fünf Träger des Gesundheitsschule bietet Sport- und Bewegungskurse im Rahmen seines Betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Die Erhebung macht den Handlungsbedarf sichtbar, welchen es nun gilt weiter zu erforschen. (Hinweis: Die komplette Studie erhalten Sie unter: ISBN 978-3-668-02677-3)

Als weiteres quantitatives Forschungsergebnis wurde die Untersuchung von Drossel und Hirsch (2013), Ergebnisse veröffentlicht in Heilberufe Science, Springer, einbezogen. In einer dreimonatigen Interventionsstudie ‚Meine Gesundheit in meiner Hand’ wurden an den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe verschiedene positive Effekte durch Gesundheitsförderung im Schulunterricht durch die Untersuchung erkannt. Es wurden als Intervention wechselnd über einen Zeitraum von drei Monaten Unterrichte mit den Themen zu Fitness, Entspannung und Ernährung angeboten. Untersucht wurden 158 Auszubildende. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie werden folgend zusammengefasst (Drossel, Hirsch, 2013, 115-120):

1) Die Auszubildenden wurden durch die das Thema Gesundheitsförderung in ihrer Einrichtung sensibilisiert.

2) Die Auszubildenden widmen sich mehr sportlichen Aktivitäten

3) Die Auszubildenden zeigen vermehrt gesundheitsförderndes Verhalten.

4) Das subjektive Gesundheitsempfinden wird durch Gesundheitsförderung im Schulalltag positiv beeinflusst.

5) Gesundheitsförderung führt zu einer Reduktion gesundheitsschädigender Verhaltensweisen (z. B. Anzahl Raucher verringert sich).

6) Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen) verringern sich.

(Hinweis: Die komplette Studie erhalten Sie unter: ISBN 978-3-639-79269-0, Veröffentlicht als Fachartikel: DOI 10.1007/s16024-013-0161-4)

Nachfolgend werden zwei Forschungsteile beschrieben, die Gesundheitsförderung in der theoretischen Ausbildung in Berufsfachschulen für Krankenpflege von Drossel (Teil 1) und Krumpholz (Teil 2) untersuchen:

Teil 1: Qualitative Erhebung ‚Einflussfaktoren und Aktivitäten der Gesundheitsförderung im theoretischen Setting von Berufsfachschulen für Krankenpflege’ (Drossel, 2015)
(Hinweis: Die komplette Studie erhalten Sie unter: ISBN 978-3-639-72957-3)

Zur Erhebung der Einflussfaktoren und Aktivitäten Auszubildender in Berufsfachschulen für Krankenpflege wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, um so die Einstellung von Auszubildenden zu gesundheitserhaltender und -fördernder Faktoren in der Berufsfachschule für Krankenpflege abfragen zu können (Mayer, 2011a, 89, f.; Mayer, 2011b, 70, f.). Da die Fragestellungen auf das 
subjektive Empfinden abzielten und Probleme der gesellschaftlichen Realität in der Gruppe der Auszubildenden in Berufsfachschulen abbilden sollen, wurden v. a. problemzentrierte Elemente genutzt (Witzel, Reiter, 2012, 24-51; Schmidt- Grunert, 2004, 11-68). Die Inhaltsanalyse der Interviews erfolgte nach Mayring (2010). Ziel der Inhaltsanalyse nach Mayring war es, Material, das durch Kommunikation entstand, theorie- und regelgeleitet systematisch zu analysieren (Mayring, 2010, 11, ff.).

Forschungsfrage und Ziel
Folgende Forschungsfragen waren Gegenstand der durchgeführten Untersuchung und bezogen sich auf die theoretische Ausbildung in Berufsfachschulen für Krankenpflege:

Welche Determinanten während der theoretischen Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege beeinflussen das Gesundheitsempfinden aus Sicht von Auszubildenden positiv? 


Welche Determinanten während der theoretischen Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege beeinflussen das Gesundheitsempfinden aus Sicht von Auszubildenden negativ? 


Welche gesundheitsfördernden Aktivitäten werden durch Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege in der Freizeit ausgeübt? 


Welchen gesundheitsschädigenden Aktivitäten setzen sich Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege aus?

Methode und Erhebungsinstrument
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, um so die Einstellung von Auszubildenden bzgl. gesundheitserhaltender und -fördernder Faktoren in der Berufsfachschule für Krankenpflege abfragen zu können (Mayer, 2011a, 89, f.; Mayer, 2011b, 70, f.). Die Forschungsfragen sollten durch leitfadengestützte, halbstrukturierte Interviews beantwortet werden. Da die Fragestellungen auf das  subjektive Empfinden abzielten und Probleme der gesellschaftlichen Realität in der Gruppe der Auszubildenden in Berufsfachschulen abbilden sollen, wurden v. a. problemzentrierte Elemente genutzt (Witzel, Reiter, 2012, S. 24-51; Schmidt- Grunert, 2004, 11-68). Die Inhaltsanalyse der Interviews erfolgte nach Mayring (2010). Ziel der Inhaltsanalyse nach Mayring war es, Material, das durch Kommunikation entstand, theorie- und regelgeleitet systematisch zu analysieren (Mayring, 2010, 11, ff.). Als Erhebungsinstrument wurde vom Autor ein Interviewleitfaden erstellt. Dieser war in sechs Haupt- und zwölf Nebenfragen gegliedert. Nachfolgend wurde der Interviewleitfaden mit zwei Pflegewissenschaftlerinnen diskutiert und daraufhin einzelne Fragestellungen präzisiert sowie einige Formulierungen zur besseren Verständlichkeit angepasst. Zudem wurde der Leitfaden nach einem Probeinterview mit drei Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege nochmals überarbeitet und angepasst: Es wurde eine Mehrauswahl an Nebenfragen hinzugefügt. Ziel dieser Änderungen war es, bei Bedarf detaillierter und ziel- gerichtet nachfragen zu können, z. B. bei gesundheitsfördernden oder -schädigenden Maßnahmen. Es wurden nur Fragen gewählt, die das theoretische Setting der Krankenpflegeausbildung zum Inhalt hatten, da wie bereits vom Autor erwähnt, die Einflussmöglichkeiten der Schulleitungen von Berufsfachschulen auf das Setting der praktischen Ausbildung unzureichend sind. Den Auszubildenden wurde die Zielsetzung der Arbeit vom Autor im Vorfeld erklärt. Eine Einflussnahme auf das praktische Setting hätte nach Ansicht des Autors das Vorhaben unglaubwürdig erscheinen lassen und die Compliance bei den Interviews seitens der Befragten verändert.

Sample
Es war geplant, so viele Personen zu befragen, bis das Leitprinzip der theoretischen Datensättigung erreicht werde. Diese war aus Sicht des Autors bereits nach 13 Interviews erreicht.

Die Rekrutierung der Befragten erfolgte über einen Aushang in den jeweiligen Berufsfachschulen in Ober- und Mittelfranken. Insgesamt wurden 19 Auszubildende aus fünf Berufsfachschulen für Krankenpflege im Raum Ober- und Mittelfranken befragt.

Einschlusskriterien: Als Einschlusskriterien wurden Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres der Gesundheits- und Krankenpflege in Franken, Bayern, Deutschland, festgelegt. Der fortgeschrittene Ausbildungsstand diente einer erfahrenen und reflektierten Darstellung der Wünsche und Anregungen bzgl. des Settings der Berufsfachschule (z. B. räumliche Gestaltung). Als weiteres Kriterium wurden einzig Schulen in Franken (Bayern) in die Befragung eingeschlossen, da durch das föderalistische Prinzip deutschlandweit, trotz bundesweitem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, sehr unterschiedlich ausgebildet wird. Eine Befragung von Auszubildenden in Ballungszentren und ländlichen Gegenden zu je der Hälfte wurde angestrebt, da vom Autor vermutet wurde, dass die Bedürfnisse bzgl. gesundheitsfördernder Faktoren von Bewohnern ländlicher Regionen zu denen aus Ballungszentren teilweise differieren und gesundheitsschädigende Faktoren unterschiedlich wahrgenommen werden. Weiter wurde angenommen, dass die Umweltbelastungen unterschiedlich sind und Auswirkungen auf das Gesundheitsempfinden haben.

Ausschlusskriterien: Auszubildende des ersten und zweiten Ausbildungsjahres wurden aus der Untersuchung ausgeschlossen, da diese einerseits noch minderjährig sein könnten, andererseits aus Sicht des Autors noch nicht ausreichend Erfahrungen in der theoretischen Pflegeausbildung gesammelt haben. Angehörige anderer Pflegeberufe (Altenpflege, Kinderkrankenpflege) wurden ebenso nicht befragt, da das Tätigkeitsfeld und die theoretische Ausbildung sich sehr stark von der Gesundheits- und Krankenpflege unterscheiden.

Es wurde geplant, dass potenzielle Interviewpartner (Auszubildende) sich freiwillig beim Autor der Studie, der zugleich die Interviews durchführte, zur Interviewführung melden. Dies geschah mittels Informationsblatt in den jeweiligen Bildungseinrichtungen. Dieses beinhaltete eine Darstellung über den Studienzweck und das Studienziel, die persönliche Vorstellung des Interviewers und Informationen zu den Rahmenbedingungen des Interviews (Datenschutz, Einverständniserklärung, jederzeitiger Abbruch des Interviews, etc.). Interessierte Auszubildende konnten somit frei entscheiden, ob sie sich für das Interview beim Interviewer oder Klassenleiter bzw. Schulleiter melden.

Ethische Aspekte
Bei den befragten Personen handelte es sich aus ethischer Sicht um keine vulnerable Gruppe. Eine Meldung wurde beim Research Committee for Scientific and Ethical Questions (RCSEQ) der UMIT Universität, Hall in Tirol, eingereicht. Die Kommission bewertete die Durchführung der Studie als ethisch unbedenklich und genehmigte die Durchführung. Die Auszubildenden wurden über ein Informationsblatt in den Berufsfach- schulen für Krankenpflege vorinformiert. Sie konnten sich freiwillig für die Befragung melden. Vor dem Interview wurde die Einverständniserklärung ausgehändigt und die Inhalte dieser besprochen. Die Auszubildenden wurden über Sinn und Zweck der Untersuchung informiert. Abschließend wurde die Zustimmung für das Interview durch eine Unterschrift formal bestätigt. Die Befragung ermöglichte es, eigene Vorstellungen zu äußern. Daraus resultierte das Risiko, dass bisher geplante Ziele des Autors verfehlt werden könnten oder diese sogar mit dessen konkurrieren. Der Untersucher war sich dieser Probleme bewusst und akzeptierte sie. Es gilt als Grundprinzip in der Vorgehensweise wissenschaftlichen Arbeitens.

Durchführung der Datenerhebung, -analyse
Ein Promoten der Befragung fand über Aushänge und die Klassenlehrer der jeweiligen Ausbildungsstätten (Berufsfachschulen für Krankenpflege) statt. Hierzu wurden die jeweiligen Schulleitungen kontaktiert, angefragt und informiert.

Ziel war es, das Interesse der Auszubildenden an der Teilnahme der Interviews zu wecken. Es sollte erreicht werden, dass diese von sich aus Interesse an dem Interview und der Untersuchung bekunden. Die Bereitschaft war allerorts vorhanden. Die Unterstützung der Berufsfachschulleitungen und Klassenleitungen war groß. Es meldeten sich insgesamt 23 Auszubildende verschiedener Berufsfachschulen für Krankenpflege in Oberfranken und Mittelfranken. 17 Personen wurden in die Untersuchung eingeschlossen und interviewt.

Die Interviews wurden in den Räumen der jeweilig besuchten Berufsfachschule oder angeschlossenen Kliniken durchgeführt. Die Interviewpartner wurden über den Ablauf des Interviews informiert. Eine Einverständniserklärung wurde vor dem Beginn schriftlich eingeholt und in Kopie ausgehändigt. Die Interviews wurden über eine Aufnahmesoftware digital aufgezeichnet. Das Interview konnte jederzeit abgebrochen, die Aufnahme jederzeit gelöscht werden. Eine Nichtbeantwortung von einzelnen Fragen war möglich. Die Befragungen fanden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 statt. Die Datenanalyse orientierte sich nach dem neunstufigen Ablaufmodell nach Mayring (2010, 52, ff.).

Ausgewählte Ergebnisse in Stichpunkten
Insgesamt konnten vier Kategorien elaboriert werden, siehe Tabelle 1:

Tabelle 1: Kategorien und Ergebnisse (Übersicht in Stichpunkten ohne Ankerbeispiele)

Kategorie Ergebnisse
Kategorie 1 – Gesundheitsfördernde Auswirkungen

Kurzbeschreibung: Determinanten, die gesundheitsfördernde Auswirkungen während der Schulzeit aus Sicht der Auszubildenden haben.

 

·         Regelmäßige Pausen und verfügbarer Pausenraum. 
Eine kleine Klassengröße ist sinnvoll.·         Gute individuelle Betreuung der Lernenden durch Lehrer.·         Kostenlose Getränkeangebote (z. B. Wasser) der Schule.·         Theoriephasen bergen weniger Verantwortung und dadurch weniger Belastung als Praxisphasen.·         Praxisrelevanz des Unterrichtes sorgt für mehr Verständnis, den Inhalt lernen 
zu müssen, und erhöht Lernfreude.·         Gesundheitsfördernder Unterricht: 
 (Zusatz)Unterrichte für Gesundheitsförderung schaffen; Ausgleich und Entspannung·         Unterrichte, die präventiven Charakter haben, senken die Krankheitshäufigkeit und Arztbesuche.

·         Unterrichtsformen und -gestaltung:

Gruppen- und Projektarbeiten sorgen für sowohl physische als auch psychische/kognitive Mobilisation; Gruppen- und Projektarbeiten sorgen für bessere Aufnahmefähigkeit durch Selbststeuerung und verringern dadurch den Lernaufwand zu Hause.

·         Pädagogisch gut gebildetes Personal sorgt dafür, dass weniger Lernaufwand zu Hause investiert werden muss.

Kategorie 2 – gesundheitsschädigende Auswirkungen

Kurzbeschreibung: Determinanten, die gesundheitsschädigende Auswirkungen während der Schulzeit aus Sicht der Auszubildenden:

·         Spannungen, Missverständnisse, mangelnde Absprachen zwischen den Lehrern werden auf Auszubildende (z. B. Entstehung von Lernlücken; Mehraufwand zu Hause) übertragen.

·         Erhöhter Konkurrenzdruck mit anderen Klassen und ständiger Leistungs- und Fehlzeitendruck von Lehrenden an Lernenden erzeugt Verunsicherung und Ängste.

·         Raumausstattungen nicht schülergerecht, schlechtes Raumklima, häufig zu dunkles Ambiente und nicht ausreichende Beleuchtung.

·         Das Inventar ist nicht an die Größe der Auszubildenden anpassbar.

·         Lehrer ohne pädagogische und pflegerische Vorbildung erschweren den Lernfortschritt.

·         Hohe Leistungsdichte durch Organisationsdefizite der Planung von Leistungs- 
nachweisen sorgt für Überforderung und erhebliche Spitzen des Lernaufwandes.

·         Unterrichtszeiten sind lange und ermüdend. 
Eine frühe Mittagspause führt zu erhöhter Nahrungszufuhr am Abend.

·         Leistungsstarke Schüler fühlen sich vernachlässigt gegenüber schwachen 
Auszubildenden.

·         Rauchverbote werden durch die Schulen unzureichend durchgesetzt und 
Nichtraucher werden nicht geschützt.

·         Unterrichtsformen:

Frontalunterricht wird als wenig zielführend bzgl. Wissenszuwachs und Mehr- wert erachtet; Gruppenarbeiten sind von Lehrenden schlecht vorbereitet, treten in einer hohen Zahl in unterschiedlichen Fächern gleichzeitig auf und beinhalten keine Ergebnissicherung.

·         Viele Lehrer in einem Themenbereich führen zu Uneinheitlichkeit der Lehre, weiter sind sie schlecht abgesprochen und verursachen große Überschneidungen und unterschiedliche Lehrmeinungen (Lernstofflücken).

·         Lehrer wirken schlecht vorbereitet und unmotiviert (besonders bei Unterrichten zur Gesundheitsförderung).

 

Kategorie 3 – Angaben zu persönlichem Gesundheitsverhalten

Kurzbeschreibung: Verhalten, das gesundheitsfördernd oder –schädigend wirkt.

·         Gesundheitsförderndes Verhalten:
Regelmäßige sportliche Tätigkeit; Beachtung des Ernährungsverhaltens; Ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes; Austausch mit Freunden und Angehörigen;·         Gesundheitsschädigendes Verhalten:
Seltener Sport durch Schichtdienst und hohen Lernaufwand in der Freizeit; Nebenjob als zusätzlicher Aufwand, da Ausbildungsentgelt nicht ausreicht; Alkohol, Zigaretten und Süßes werden regelmäßig konsumiert.
Kategorie 4 – Wünsche und Erwartungen der Auszubildenden

 

·         Mehr Projektarbeiten

·         Außerschulische Aktivitäten mit der Schule (z. B. Schulmannschaften)

·         Möglichkeit der Bewegung im Klassenzimmer.

·         Sensibilisierung der Lehrer auf die Wahrnehmung der Schüler bzgl. verschiedener Aspekte.

Diskussion
Die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und der daraus resultierende Mehrbedarf an Pflegenden lassen sich nicht beeinflussen und gewinnen zunehmend an Bedeutung (Bundesamt, 2008). Da geburtenschwache Jahrgänge die Deckung des Mehrbedarfs zusätzlich erschweren, müssen Konzepte entwickelt werden, die einerseits direkt auf die Auszubildenden Einfluss nehmen, andererseits durch Veränderung der Rahmenbedingungen innerhalb der Berufsfachschulen die Auszubildenden gesund erhalten und die Identifikation mit dem Unternehmen mehren (Pfaff, 2013; Borchart et al., 2011; Fleßa, Golombek, 2011; Trojan et al., 2002). Neben einem interventionellen Ansatz, wie ihn z. B. Drossel und Hirsch (2013) erfolgreich in ihrer Interventionsstudie in einer Berufsfachschule für Krankenpflege erprobten, müssen auch die Rahmenbedingungen an Schulen auf ihren gesundheitsfördernden oder -schädigenden Charakter unter- sucht und entsprechend verändert bzw. angepasst werden (Kultusministerkonferenz, 2012; Paulus, 2012; Krankenkassen, 2012; Bomball et al., 2010). Paulus (2012) fordert neben der Durchführung der Gesundheitsförderung in Schulen auch die adäquate Schulentwicklung, die sich an Gesundheitsförderung orientieren muss. Diesen Forderungen, also weitere Aspekte im Setting-Ansatz aufzugreifen (Paulus, 2012; Engelmann, Halkow, 2008), kommt die vorliegende Untersuchung nach. Als Grundlage zur erfolgreichen Schulentwicklung muss eine partizipatorische Vorgehensweise aller Beteiligten erfolgen (Krankenkassen, 2012; Kultusministerkonferenz, 2012; Paulus, 2012). In der vor- liegenden Untersuchung wird ein Teilaspekt, die Empfindungen der Auszubildenen, untersucht. Die bisher erfassten Ergebnisse aus anderen Untersuchungen (Drossel, Hirsch, 2013; Varela-Mato et al., 2012; von Lindemann et al., 2011; Bomball et al., 2010; Hirsch et al., 2010; Al-Kandari et al., 2008; Purcell et al., 2006; Watson et al., 2006; Yeh et al., 2005; Wenderlein, 2003) stellen derzeit nicht dar, welche Wahrnehmungen und Empfindungen die Auszubildenden gegenüber gesundheitsschädigenden und -fördernden Einwirkungen im Berufsfachschul-Setting für Krankenpflege haben. Neben den Interventionen zur Gesundheitsförderung ist es also wichtig, die Determinanten, die Lernende beeinflussen, wie z. B. Rahmenbedingungen und Unterrichtsgestaltung, herauszufinden und so anzupassen, dass diese gesundheitserhaltende und -förderliche Wirkung haben.

Die vorliegende Studie erhebt einerseits das subjektive Empfinden der Auszubildenden, welche Einflüsse sie in ihrer theoretischen Ausbildung gesund erhalten bzw. in ihrer Gesundheit fördern, andererseits das Empfinden, was in diesem Setting schädigende Einflüsse auf sie hat. Weiter wurden Wünsche und Erwartungen der Auszubildenden abgefragt. Auch abgefragt wurde, welches gesundheitsfördernde und -schädigende Verhalten die Auszubildenden im Alltag leben.

Limitation
Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte anhand oben angegebenen Ein- und Ausschlusskriterien. Einerseits durch die Freiwilligkeit, andererseits durch keine weitere Selektion anhand bestimmter weiterführender Kriterien (z. B. Leistungsniveau). Vor der Durchführung der Befragung konnte nicht sichergestellt werden, dass eine Durchmischung aller Niveaus der Auszubildenden erreicht wurde. Trotz der großen Bereitschaft vieler Schulleitungen von Berufsfachschulen konnten nicht aus allen Schulen Oberfrankens Teilnehmer erreicht werden, da Rückmeldungen nicht oder trotz mehrmaligen Nachfragens erst nach Abschluss der Datenerhebung erfolgten oder durch die Schulleitung ignoriert oder abgelehnt wurden. Der Untersucher hatte auch Befragte eingeschlossen, die aus der Bildungseinrichtung kommen, in der er als stellvertretender Schulleiter tätig ist. Hier konnte festgestellt werden, dass die Auszubildenden zu Beginn der Befragung sehr vorsichtig waren. Einen Einbezug von Auszubildenden, die sich in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, würde der Autor in zukünftigen Untersuchungen vermeiden oder die Objektivität und Verschwiegenheit als Grundsatz der Erhebung vor der Befragung noch mehr betonen. Weiter ist trotz Probephase der Interviewführung eine weitere Anpassung zu empfehlen und anhand vertiefender Kriterien die gesundheitsschädigenden und gesundheitsfördernden Aspekte zu unter- suchen. In der vorliegenden Studie wurde ein qualitativer Ansatz genutzt. In der Auswertung der Ergebnisse wurde jedoch deutlich, dass auch quantitative Aspekte hier eine große Rolle innehaben, um die Ergebnisse noch deutlicher nach ihrer Gewichtung darstellen zu können. Aus Sicht des Autors wäre eine Erhebung quantitativer und qualitativer Daten und eine Triangulation dieser, eine weitere sinnvolle Vorgehensweise. Ein Vergleich mit Daten aus dem Ausland war schwierig, da das deutsche Ausbildungssystem und somit auch die Rahmenbedingungen sich erheblich von denen im Ausland unterscheiden. Die Übertragbarkeit der internationalen Ergebnisse auf die vorliegende Untersuchung ist nur bedingt sinnvoll.

Rekapitulation der Ergebnisse
Gesundheitsfördernde Auswirkungen in der theoretischen Ausbildungsphase und dem Setting Schule aus Sicht der Auszubildenden wurden im Interview abgefragt. In der Ergebnisdarstellung wurde deutlich, dass es Rahmenbedingungen gibt, die alltäglich in Berufsfachschulen vorhanden sind, häufig pädagogisch begründet sind und positiv von den Auszubildenden wahrgenommen werden. Es wurde deutlich, dass z. B. die Verfügbarkeit eines Pausenraumes für die Auszubildenden wichtig ist, dieser kann durchaus das Klassenzimmer sein. In diesem Zusammenhang sind regelmäßige Pausen nach spätestens 90 Minuten ein wichtiger Aspekt für die Befragten. Pausen werden durch die Befragten z. B. für Bewegung genutzt. Weiter wurde eine Klassengröße unter 20 Personen positiv bewertet, da die Mit- und Zusammenarbeit im Unterricht hier besonders gut ist. Eine individuelle Betreuung durch die Lehrer, wie dies im System der Berufsfachschulen für Krankenpflege in Deutschland möglich ist, wurde durch die Auszubildenden betont. Die Befragten äußerten auch, dass sie Theoriezeiten weniger stressig empfinden als Zeiten in der praktischen Ausbildung, da dort Anforderungen und Verantwortung ständig präsent sind, in der Schule jedoch nicht. Da der Unterricht in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung einen hohen Praxisbezug hat, ist die Bereitschaft, die Inhalte zu lernen, aus Sicht der Befragten hoch. Gesundheitsfördernder Unterricht wirkt sich positiv aus und wird als sehr förderlich wahrgenommen. Auch die Auswirkungen anderer Unterrichte (z. B. Krankheitslehre) wirken präventiv, da Auszubildende durch das erlernte Fachwissen das Gefühl haben, frühzeitig auf die Krankheit Einfluss zu nehmen. Arztbesuche werden aus Sicht der Befragten dadurch seltener. Unterrichtsformen, wie z. B. Gruppen- und Projektarbeiten führen durch physische und psychische Bewegung zu höheren Konzentrationseffekten, weniger Ermüdung und nachhaltigen Lerneffekten. Dies senkt den Lernaufwand zu Hause, so die Befragten, erheblich. Zeiten mit hoher Konzentrationsfähigkeit können so effizienter genutzt werden. Äußerungen zur pädagogischen Bildung der Lehrpersonen standen im Zusammenhang mit mehr Nachhaltigkeit der Unterrichtseinheit und somit weniger Mehrbelastung zu Hause in der Freizeit.

Zu den gesundheitsschädigenden Auswirkungen äußerten nahezu alle Auszubildenden, dass sie auf Grund von Spannungen, Missverständnissen und mangelnden Absprachen unter den Lehrenden Nachteile erleiden, wie z. B. Mehraufwand zu Hause, kaum Freizeit, Unsicherheiten in der Vorbereitung und Lücken für Leistungsnachweise. Weiter verunsichere die Auszubildenden und führe zu inneren Konflikten, dass Lehrer einerseits den Auszubildenden Werte (z. B. Kollegialität, Teamfähigkeit) vermitteln, andererseits aber selbst anders im Alltag agieren. Dies stellt eine große Diskrepanz zwischen Gelehrtem und Gelebtem dar. Aus Sicht der Auszubildenden arbeiten Lehrer mit hohem Leistungsdruck. Dies führe sogar soweit, dass Auszubildenden nicht mehr klar ist, ob sie dem Anspruch der Ausbildung genügen. Dies wird durch Betonung, welchen hohen Leistungsanspruch die Abschlussprüfung hat, unterstrichen. Dieses Druckmittel wird neben der Fehlzeitenregelung, die sogar dazu führt, dass Auszubildende krank arbeiten gehen, häufig eingesetzt und belastet einen Teil der Befragten, da es weiter auch zu Verunsicherung und Ängsten führt. Die Klassenräume werden teilweise als nicht ausreichend beleuchtet wahrgenommen und ein gutes Raumklima ist häufig nicht möglich. Dies habe Auswirkungen auf die Vitalität der Auszubildenden. Das Inventar ist nicht größenverstellbar und unterscheide sich bzgl. des Komforts von dem der Lehrer. Dies führe zu Verspannungen und Rückenbeschwerden. Lehrer, die nicht pädagogisch und pflegerisch vorgebildet sind, sorgen durch mangelnde Lehrfähigkeiten häufig dafür, dass aus Sicht des Lernendens die Nachhaltigkeit des Unterrichts meist sehr gering ist. Weiter ist es laut der Befragten wichtig, dass die Lehrenden neben einer pädagogischen Ausbildung auch einen Grundberuf aus dem Gesundheitswesen haben, um Fragen, die im Unterricht aufkommen, direkt beantworten oder nachvollziehen zu können. Die zeitweise hohe Leistungsdichte (z.B. Schulaufgaben, Kurzarbeiten) auf Grund von Organisationsdefiziten, wie z. B. mangelnde gleichmäßige Verteilung der Leistungsnachweise in den Theoriephasen durch die Klassenleitungen (oder Person der Stundenplanung), führe zu Überforderungen in bestimmten Zeiten. Lange Unterrichtszeiten und der nachfolgende Lernaufwand lassen, so die Auszubildenden, kaum mehr Zeit für Freizeitgestaltung. Eine frühe Mittagspause (11:00 Uhr) führe dazu, dass die Auszubildenden mittags wenig und dann abends umso mehr essen. Eine Änderung der Pausenzeiten auf Grund der Forderung von Auszubildenden wurde an einer Schule durchgeführt, aber ohne für die Auszubildenden nachvollziehbare Begründung wieder rückgängig gemacht. Leistungsstarke Auszubildende fühlen sich gegenüber leistungsschwächeren nicht gut unterstützt und erwarten sich ebenso eine Förderung durch den Lehrer. Rauchverbote an Berufsfachschulen werden häufig nicht durchgesetzt und belasten die nichtrauchenden Auszubildenden. Ein weiterer Aspekt, den die Befragten anführten, war, dass sie Frontalunterricht als nicht nachhaltig empfinden und so der Lernaufwand zu Hause erheblich zunimmt und die Freizeit mindere. Lehrende bereiten teilweise z. B. Gruppenarbeiten schlecht vor und es mangelt an Absprachen mit anderen Kollegen. Dies führt zu einer Vielzahl an Gruppenarbeiten in den verschiedenen Fächern. Eine Ergebnissicherung bleibt häufig am Ende der Lerneinheit aus. Deshalb stellen die Auszubildenden die Motivation des Lehrenden in Frage und fühlen sich schlecht auf die Leistungsnachweise vorbereitet. Auch hier sind die Auszubildenden unsicher, ob die vorhandenen Lernunterlagen dem Niveau der Prüfung entsprechen. Viele Lehrende in einem Themenbereich führen dazu, dass Absprachen nicht stattfinden oder Inhalte uneinheitlich gelehrt werden. Weiter werden viele Inhalte häufig mehrmals (aber inhaltlich unterschiedlich) unterrichtet. Diese Schulzeiten empfinden die Auszubildenden als verschwendete Zeit. Die Befragten geben auch an, dass viele Lehrer kein Interesse an gesundheitsförderndem Unterricht haben und diesen auch vernachlässigen. Gesundheitsfördernder Unterricht gewinne dadurch einen negativen Touch. Eine Partizipation der Wünsche der Auszubildenden in der Auswahl des gesundheitsförderlichen Unterrichts bleibt häufig aus.

Einige Auszubildenden gaben an, dass sie teilweise gesundes Ernährungsverhalten aufzeigen, teilweise aber auch nicht und so bspw. zu Fastfood-Produkten, Süßigkeiten u. ä. greifen. Die ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes wurde als gesundheitsförderndes Verhalten genannt. Auch der Austausch mit Freunden zur Psychohygiene. Regelmäßige sportliche Tätigkeit gelingt teilweise, ist aber durch den Schichtdienst und den hohen Lernaufwand seltener oder gar nicht (z. B. Teamsport) mehr möglich.

Ein weiteres gesundheitsschädigendes Verhalten, das genannt wurde, war, dass auf Grund von Geldmangel, noch ein zusätzlicher Nebenjob angenommen wurde.

Als Wünsche und Erwartungen, die die Auszubildenden angeben durften, wurde genannt, dass sie sich mehr Projektarbeiten, außerschulische Aktivitäten mit der Schule (z. B. Schulmannschaften), Möglichkeit der Bewegung im Klassenzimmer wünschen. Auch wurde gewünscht, dass die Lehrer auf die Wahrnehmung der Auszubildenden (z. B. Ergebnisse der Arbeit) sensibilisiert werden sollen.

Handlungsempfehlungen für die Praxis
Folgende Empfehlungen für Schulleitungen zur institutionellen Gesundheitsförderung und -erhaltung für Berufsfachschulen der Krankenpflege (in Bayern) der Bundesrepublik Deutschland können aus den Antworten der Befragten abgeleitet werden. Die nachfolgenden Empfehlungen (insgesamt 27) sind in sieben Bereiche aufgeteilt:

I. Rahmenbedingungen:

  • 1)  Bereitstellung von Sozial- bzw. Pausenräumen, als Ort der Pausengestaltung und Begegnung.
  • 2)  Durchführung regelmäßiger Pausen nach spätestens 90 Minuten; Mittagspause mit der Schülermitverantwortung (SMV) und den Lehrern gemeinsam festlegen und bei Bedarf anpassen (z. B. sinnvoll nach 12 Uhr).
  • 3)  Unterrichte sinnvoll auf Unterrichtszeiten anpassen, z. B. fachprakti-schen oder aktivierenden Unterricht am Nachmittag.
  • 4)  Raumkonzepte (Licht, Farbe, Klima, Pflanzen) nach bestehenden Empfehlungen (z. B. „Das lernfördernde Klassenzimmer“ (Frenzel, Schram, 2012) umsetzen. Größenverstellbares Inventar anschaffen/gleiches Inventar für Lehrer und Auszubildende.
  • 5)  Rauchverbote an bayerischen Schulen und auf dem Schulgelände (Staatsregierung, 2010) so umsetzen, dass Nichtraucher nicht belästigt werden: Raucherbereiche nicht im Bereich des Durchgangverkehrs.

II. Schulorganisation:

  • 6)  Kleine Klassengrößenbevorzugen
  • 7)  Klassenleiterprinzip zur Individualbetreuung aller, sowohl leistungs- 
schwacher als auch leistungsstarker Auszubildender.
  • 8)  Didaktische Jahresplanung nach den Vorgaben und Forderungen des ISB (Hoffmann et al., 2013); Festlegung und Koordination der Lehren- 
den innerhalb eines Themenbereiches; regelmäßige Absprachen der Lehrenden in einem Themengebiet zu Unterrichtsformen und -methoden.
  • 9)  Qualitätssicherung: Zielvereinbarungen mit den Lehrenden festlegen; Kontrolle dieser durch Hospitationen von Lehrern/Schulleitung für Lehrer, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern: besonderes Augenmerk auf Ergebnissicherung am Ende einer Lerneinheit.
  • 10) Einsatz von Personen mit einem Grundberuf im Gesundheitswesen (bevorzugt Pflege) und pädagogischer Bildung (bevorzugt akademisiert in der Pflege- und Medizinpädagogik, o. ä.).
  • 11) Controlling der Klassenleitungen/Stundenplaner: z. B. Verteilung von Leistungsnachweisen, v. a. auf gleichmäßige Verteilung achten.
  • 12) Schule als Dienstleister: Motivation, Professionalität und Höflichkeit der Lehrenden als Grundprinzip (in Leitbild aufnehmen), bei Bedarf Schulungen, Teambildung anbieten.
  • 13)Einbezug des s. g. Schülerforums (SMV) in Schulentwicklung und -organisation: Möglichkeit, z. B. der Gestaltung gemeinsamer außerschulischer Aktivitäten; gemeinsame Festlegung der Pausenzeiten, Verfügung über Sozial- und Pausenräumen.

III. Serviceangebote organisieren und etablieren:

  • 14) Kostenlose Verfügbarkeit von Getränken, z. B. Trinkwasser; Süßigkeitenautomat abschaffen oder mit gesunden Inhalten füllen
  • 15) Präventionsprogramme (z. B. Raucherentwöhnung, Ernährung im Schichtdienst, etc.) /sozialpädagogische Beratung, bevorzugt durch Personen, die nur teilzeitbeschäftigt sind und keine Klassenleitung innehaben (Minimierung des Abhängigkeitsverhältnisses!), anbieten.
  1. Unterrichtsgestaltungen/curriculare Arbeit:
  • 16) Praxisrelevanz in den Vordergrund stellen, den Auszubildenden transparent machen. Bewusstsein der Lernenden z. B. für Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung durch explizite Nennung zu Unterrichtsbeginn, schaffen.
  • 17) Mehrung an Gruppenarbeiten und Projektunterrichten im Curriculum prüfen; Bewusstsein für „kognitive und physische Bewegung, weniger Arbeitsaufwand zu Hause“ entwickeln.
  • 18) „bewegten Unterricht“ o. ä. als ein Prinzip der Gesundheitsförderung fest etablieren.
  1. Unterricht zur Gesundheitsförderung:
  • 19) Während der Schulzeit, z. B. beantragt als verpflichtenden Zusatzunterricht.
  • 20) als Ausgleich und Entspannung (z. B. in der Wochenmitte) terminieren bzw. Erweiterung des Horizonts bzgl. Angebote (z. B. interessante verschiedene Fitness- und Sportangebote)
  • 21)Partizipation der Wünsche der Auszubildenden als Leitprinzip der Planung.
  1. Gespräche mit Lehrerkollegium – Sensibilisierung auf:
  • 22) Wahrnehmung des Aspektes „Ängste der Auszubildenden bzgl. Leistungsdruck , Klassenvergleich, Fehlzeitendruck, Übertragung von Spannungen und Missverständnissen auf Auszubildenden“ im Lehrerteam.
  • 23) Lehrende sollten mit Motivation statt Leistungsdruck arbeiten.
  • 24) Lehrende dürfen Auszubildende und Klassen nicht offensichtlich vergleichen und bewerten.
  • 25) Gründe für Fehlzeiten eruieren, Auszubildende dabei individuell fördern, (vgl. Empfehlung 15); (Gesundheitsförderung senkt Krankheitshäufigkeiten).
  • 26) Lehrerprofessionalität darf keinen Raum dafür lassen, dass Spannungen und Missverständnisse unter Lehrern offen an Auszubildende kommuniziert werden oder spürbar für diese sind (vgl. Empfehlung 12).
  • 27) Berufsfachschule im Wettbewerb: Entwicklung des Grundgedankens „Magnetschule“ sein zu wollen.

Teil 2: Qualitative Erhebung ‚Sport und Bewegungsunterricht als Teil des Lehrplans’ (Krumpholz, 2015)
(Hinweis: Die komplette Studie erhalten Sie unter: ISBN 978-3-668-02677-3)

Analog zu Drossels Untersuchungen wählte Krumpholz zur Erhebung von Good-Practice-Beispielen ein qualitatives Forschungsdesign und wertete die Interviews ebenfalls nach Mayring aus (Mayring, 2010, 11, ff.). Unabhängig von einander wurden so weitere Ergebnisse aus Sicht der Schülerinnen und Schüler generiert und durch Expertenmeinungen ergänzt. Diese werden im Folgenden vorgestellt.

Forschungsfragen und Ziel
Folgende Forschungsfrage wurde generiert:

Ist Sport und Bewegung als Bestandteil von Bildungssituationen in den Lehrplänen der Pflegeschule vorgesehen?

Diese wurde wie folgt ergänzt:

            Wenn ja, in welcher Form:

Als Pflichtveranstaltung oder als Wahlveranstaltung?

Wie ist der zeitliche Umfang?

Welche Formen von Sport- und Bewegungsunterricht finden statt?

Welches Qualifikationsprofil besitzt das Lehrpersonal?

Erfolgt eine Evaluation des Sport- und Bewegungsunterrichts?

Gab es Widerstände bei Ein- und/oder Durchführung des Sport- und Bewegungsunterricht, in Bezug auf die Auszubildenden, die Lehrenden oder die Träger der Pflegeschulen?

Ziel der Untersuchung war es, am Ende des Forschungsprozesses eine Best-Practise-Empfehlungen zu Sport- und Bewegungsunterricht an Pflegeschulungen geben zu können.

Methode und Erhebungsinstrumente
Die Leitfragen gestützten Interviews wurden telefonisch geführt, elektronisch aufgezeichnet, transkribiert und anschließend und mittels qualitativer Sozialforschungs-Methode nach Mayring (2010, 52-118) regelgeleitet ausgewertet.

Sample
Geplant war es eine möglichst große Breite von Pflegeschulen mit Sport- und Bewegungsunterricht innerhalb Deutschlands zu erzielen und diese zu befragen. Die Rekrutierung dieser erfolgte über literarische Recherche, persönlichen Empfehlungen, über die Suchplattform Google sowie webbasiert mittels Forum-Beitrag auf ‚Krankenschwester.de’ akquiriert.

Zu den Einschlusskriterien zählte das Vorhandensein von Sport- und Bewegungsunterricht an Pflegeschulen. Dementsprechende Ausschlusskriterien, eine fehlende Implementierung.

Ethische Aspekte
Durch das Einholen von individuellen schriftlichen Einverständniserklärungen sowie der Tatsache einer fehlenden Vulnerabilität, wurde kein Antrag zur ethischen Überprüfung gestellt. Zusätzlich wurden die Daten anonymisiert.

Durchführung der Datenerhebung, -analyse
Die kritische Würdigung internationaler Studien oder Publikationen bezüglich „Sport- und Bewegungsunterricht im Setting einer Pflegeschule“ erwies sich bedingt durch die akademische Ausbildung der Pflegenden in nahezu allen europäischen Mitgliedsstaaten als schwer vergleichbar mit Deutschland. Auch mit internationalem Blick sind die Grundvoraussetzungen der Verortung der Pflegeausbildung zu unterschiedlich, um sie adäquat miteinander vergleichen zu können. Somit beschränkte sich die Suche nach Beispielen und Projekten in diesem speziellen Setting auf Deutschland. Die Sichtung bezüglich Fachliteratur erfolgte durch Suchmaschinen wie dem National Center for Biotechnology Information (NCBI), der US National Library of Medicine National Institutes of Health (PubMed) und der Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature (CINHAL) der Firma EBSCO sowie dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Letztgenanntes beinhaltet deutschsprachige Fachliteratur zu den Themenbereichen Berufsbildung, Berufspädagogik sowie Berufsbildungsforschung. Verwendete Suchbegriffe waren: nursing, students, education, Gesundheitsförderung, Pflegeschule, Pflegeberufe, Pflegeschüler, Pflegeausbildung, Bewegung, Bewegungsförderung, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Krankenpflegehilfe, Altenpflege, Berufsschule, Berufsschüler, Tanz, Laufen, gute gesunde Schule, Sport und Unterricht.

Ausgewählte Ergebnisse in Stichpunkten
Bei der Auswertung wurden folgende Kategorien gebildet: Administration (Schule, Expertenperson), Sport- und Bewegung-Projekt (Art des Sport- und Bewegungsunterrichts, Umfang, Inhalt, Dauer, Lehrer, Finanzbedarf, Evaluation, Freiwilligkeit vs. Verpflichtung, Einbettung im Themenkomplex der Gesundheitsförderung, Möglichkeiten als Zusatzangebot) und Unterstützung (Schüler, Lehrer und Träger). Laufen, Joggen und Walken scheint eine ausgezeichnete Maßnahme zu sein, Sport- und Bewegungsunterricht anzubieten und so Auszubildende zu bewegen. Ausnahmslos alle befragten Interviewpartner implementierten dies in ihren Good-Practice Beispielen. Hinzu kamen Sport- und Bewegungsinhalte wie Drachenbootfahren, Rückengymnastik, Entspannung, Bewegung, Kegeln, Boule, Aikido, Aerobic, Zumba, Tanz, Pilates, Aerobic & Kickbox-Aerobic, Yoga, Massage, Naturwandern, Bogenschießen und Teamsport wie Fußball oder Basketball. Teilweise wurde Unterrichtsinhalte vorgegeben, oder es lag „[…] in der Macht der Gruppe […] und dann würde das ermöglicht.“ (P-VII in Krumpholz, 2015, 33-35). Einen besonders hohen Motivationscharakter erreichte eine Einrichtung über die Hinzunahme eines Triathleten als Sportlehrer.

Ausnahmslos alle Interviewpartner bejahten die Frage nach Anrechnung des Sport- und Bewegungsunterrichts auf die Arbeitszeit. „Diese sind für alle verbindlich und werden auf die Theoriezeit angerechnet“ (P-II in Krumpholz, 2015, 14-15). Für alle Träger der befragten Pflegeschulen, verlief die Einführung von Sport- und Bewegungsunterricht unproblematisch: „Wir haben ein hohes Interesse bezüglich der Schülergesundheit und werden hier problemlos unterstützt“ (P-I in Krumpholz, 2015, 52-53). Einige implementierte die Inhalte sofort im Einführungsblock und die Auszubildenden wurden mit einem Trainingsplan vertraut gemacht. „Das heißt, die Schüler haben einmal die Woche Lauftraining 10 mal und dann 8 mal Theorie. Das ist ein strukturierter Plan, dass jeder am Ende der Wochen eine halbe Stunde am Stück laufen kann“ (P-VI in Krumpholz, 2015, 89-92). Andere Schulen beschränkten sich auf entsprechende Inhalte der Unterrichtsmodule. Von den Auszubildenden erhielten die Befragten als positive Rückmeldungen, das einige auch in ihrer Freizeit laufen oder Zumba-Training im Fitness-Studio fortführen. Für sie „[…] ist es eine gute Selbsterfahrung denn die nehmen zu Hause dann wahr, dass sie fit sind!“ (P-VI in Krumpholz, 2015, 105-106). Widerstände der Auszubildenden und im Kollegium konnten durch Gruppendynamik und durch die Vorbildfunktion der Lehrenden abgebaut werden. So wurden sogar „Mittagspausen zu Übungsstunden umfunktioniert“ (P-II in Krumpholz, 2015, 42) und für „die Schüler ist es eine gute Selbsterfahrung, denn die nehmen zu Hause dann wahr, dass sie fit sind!“ (P-VI in Krumpholz, 2015, 103-105)

Diskussion
Bei der Untersuchung wurden lediglich neun deutsche Pflegeschulen ausfindig gemacht, an denen Sport- und Bewegungsunterricht stattfindet. Auffallend hierbei die Häufung im Bundesland Bayern mit fünf Pflegeschulen (55 Prozent). Im Idealfall sollten  alle Pflegeschulen in Deutschland sich am Ansatz der „gesundheitsfördernden Schule“ orientieren, denn diese „bringt Gesundheit mit dem Ziel in die Schule, sie auf allen Ebenen der Organisation gesünder zu machen“ (Paulus, 2003, 14). Im Kontext eines Schulentwicklungsprozess, könnte dies dann mit Ziel der Implementierung im Schulleitbild einhergehen. Der Ansatz des Deutschen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) bestätigt das „Unternehmen, die sich in der betrieblichen Gesundheitsförderung engagieren, […] von Beschäftigten als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen“ (DNBGF, 2011, 9) werden. Demnach haben Auszubildende welche Gesundheitsförderung aktiv durch Sport- und Bewegungsunterricht erfahren, eine höhere Belastbarkeit, eine Zunahme an Motivation, eine Steigerung der beruflichen Identifikation mit dem Arbeitgeber sowie einer verbesserten Work-Life-Balance.

Limitation
Bei Vorlage einer Kombination von mehreren gesundheitsfördernden Maßnahmen innerhalb eines Interviews, bleibt die Bewertung der Wirksamkeit aufgrund fehlender Differenzierungsmöglichkeiten weniger aussagekräftig. Dies liegt am qualitativen Design. Zur Objektivierung der Ergebnisse sollte ein quantitatives Messverfahren Anwendung finden. So kann mittels einer standardisierten Befragung die Sichtweisen der Schüler, Lehrer und auch Träger repräsentativ und objektiv evaluiert werden. Eine solche Operationalisierung sollte zudem mittel- bis langfristigen Zeiträume untersuchen, um insbesondere im Bezug auf Gesundheitsförderung die Nachhaltigkeit zu evaluieren. Zudem fehlt eine breitere Befragung deutscher Pflegeschulen.

Handlungsempfehlungen für die Praxis
Die dargelegte Empirie soll als Startschuss verstanden werden in Pflegeschulen Tätige zu überzeugen, den Prozess der Schulentwicklung hin zur gesundheitsfördernden Pflegeschule unter Zuhilfenahme von regelmäßigem Sport- und Bewegungsunterricht zu beginnen oder fortzuführen. Insbesondere das Laufen, Joggen und Walken sind leicht zu implementierende Inhalte, welche unter partizipativen Gesichtspunkten durch weitere Sportangebote ergänzt werden sollten. Wichtiger Ansatz zudem ist die Ermöglichung zur Teilnahme außerhalb der Schulzeit. Innerhalb der Praxiszeiten könnte die Fortführung des Lauf- und Walking-Angebots mit Hilfe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements abgedeckt werden. Als besonders positiv hierbei wurde die Übernahme des Sport- und Bewegungsunterricht durch Dozenten mit spezieller Expertise evaluiert. So wurden neben einem Sportlehrere, Aikido-Trainer, Sporttherapeuten, Zumba-Trainer, Lauftrainer, Nordic-Walking-Trainer  auch ein Triathlet als ehemalige Profisportler explizit für die unterrichtlichen Inhalte eingestellt. Mit diesen Empfehlungen zur Best-Practice von Sport- und Bewegungsunterricht, können Schulträger ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und Auszubildende nachhaltig auf die körperlichen Herausforderungen des Pflegeberufs vorbereiten. Zudem wäre Görres zentrale Aussage Rechnung getragen und nicht nur der Pflegeberuf, sondern auch die Schulen würden „deutlich attraktiver werden […] Durch entsprechende Angebote zur Förderung der Gesundheit könnten sie die Anziehungskraft auf jugendliche Berufsanfänger deutlich erhöhen“ (Görres, 2010) und was ist neben der Gesunderhaltung der Pflegenden wichtiger als die Akquise und Begeisterung neuer Menschen für unseren abwechslungsreichen, attraktiven und zukunftssicheren Pflegeberuf?

Zusammenführung der Ergebnisse aus Teil 1 und 2
Die Untersuchungen von Drossel und Hirsch (2013) waren ein Indikator dafür, dass Maßnahmen im Bereich Fitness, Entspannung und Ernährung als Teil der theoretischen Ausbildung in Pflegeberufen, erfolgreich sind und nachhaltig wirken könnten. Weitere Aspekte, die junge Menschen in Ihrer Gesundheit fördern können und gesundheitsschädigende Faktoren reduzieren, konnten in der qualitativen Untersuchung von Drossel (Teil 1) festgestellt werden. Organisations- und Schulentwicklung erfordert aus Sicht der Autoren ein Umdenken, die in Handlungsempfehlungen für Schulleiter zusammengefasst wurden.

Die Untersuchung von Krumpholz (Teil 2) empfiehlt im Rahmen einer gesundheitsfördernde Pflegeschule dauerhaft Sport- und Bewegungsunterricht zu implementieren. Dieser soll zudem zusätzlich außerhalb der Schulzeit angeboten werden, so dass dieser auch innerhalb der Praxiszeiten besucht werden kann. Hier hat sich das Laufen und Walken, insbesondere in Kombination mit externen Dozenten mit besonderer Expertise, bei allen vorgestellten Projekten als leicht zu implementierende und nachhaltig durchführbare Sportart bewährt. Die durchschnittlichen angebotenen 1,3 Unterrichtseinheiten pro Woche, wurden von allen befragten Schulträgern als Arbeitszeit angerechnet. So kamen diese ihrer Fürsorgepflicht nach, Auszubildende auf die körperlichen Herausforderungen des Pflegeberufs vorzubereiten.

Als abschließende Empfehlung weisen Drossel und Krumpholz darauf hin, dass Schulleiter ihre Schlüsselrolle wahrnehmen sollen und als sogenannte Change-Agents gemeinsam mit ihrem pädagogischen Team, den Sport- und Bewegungsunterricht ein- und fortzuführen. So tragen diese maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung der Pflegeberufsausbildung, bei und helfen sogar die gültigen Bewegungsempfehlungen der WHO zu erfüllen.

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Autoren:
Matthias Drossel, MSc.
Gesundheits- und Krankenpfleger
Medizinpädagoge (B.A.)
Pflegewissenschaftler (MSc.)
Stv. Schulleitung an den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe
Lehrbeauftragter an der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera

Dennis Krumpholz, BSc (cand. MA)
Fachkinderkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege
Praxisanleiter sowie Referent an den  Schulen für Gesundheitsberufe an den HELIOS- Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden

Über Matthias Drossel 3 Artikel
Gesundheits- und Krankenpfleger, Medizinpädagoge und Pflegewissenschaftler, Gesamtschulleitung an den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe, Lehrbeauftragter an Hochschulen.
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