DE: Repräsentative Umfrage: „Mich trifft es schon nicht“

Menschen mit Typ 2 Diabetes unterschätzen ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

(C) Novo Nordisk Pharma GmbH

Mainz (ots) – Zahlreiche Studien zeigen, dass Typ 2 Diabetes das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht [1]. Aber weniger als die Hälfte der Menschen mit Typ 2 Diabetes sorgt sich um dieses Risiko. Einem Drittel der Patienten ist der Zusammenhang zwischen Typ 2 Diabetes und kardiovaskulären Folgeerkrankungen nicht bekannt. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Interrogare Healthcare Research im Auftrag von Novo Nordisk. Befragt wurden 405 Personen mit Typ 2 Diabetes in Deutschland zum Thema Diabetes und Herz.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen ein großes Problem: Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens möglicher Folgeerkrankungen des Diabetes und deren Tragweite werden von den meisten Betroffenen falsch wahrgenommen. Das ist vor allem in Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährlich“, erklärt Prof. Dr. med. Matthias Blüher, Diabetologe und Facharzt für Endokrinologie am Universitätsklinikum Leipzig. Das Risiko für Herzinfarkte beispielsweise ist bei Menschen mit Typ 2 Diabetes vier- bis sechsfach erhöht [2]. Der Herzinfarkt ist dadurch eine der häufigsten Todesursachen bei Menschen mit Typ 2 Diabetes. [3]

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Typ 2 Diabetes häufiger als angenommen

Der Umfrage zufolge weiß ein Drittel der Patienten (32 Prozent) nicht, dass sie im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. [1] Die meisten Betroffenen unterschätzen zudem die Wahrscheinlichkeit, mit der Folgeerkrankungen des Typ 2 Diabetes eintreten: Nur jeder Dritte (33,3 Prozent) geht richtigerweise davon aus, dass bei etwa 40 von 100 Patienten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung auftritt. [4] Die Mehrheit (55 Prozent) vermutet ein deutlich geringeres Risiko.

Gefühlt gut informiert – mit großen Wissenslücken

Die meisten Menschen mit Typ 2 Diabetes fühlen sich sehr gut (62,5 Prozent) oder gut (33,2 Prozent) informiert. Dennoch zeigt die Umfrage, dass auch in Bezug auf weitere Folgeerkrankungen noch Informationsbedarf besteht: Über den Diabetischen Fuß beispielsweise wissen nur 61,5 Prozent der Betroffenen Bescheid. Und nur 57,6 Prozent der befragten Menschen mit Typ 2 Diabetes haben zuvor davon gehört, dass die Stoffwechselerkrankung auch Nierenschäden verursachen kann. Dass in Folge des Typ 2 Diabetes Augenerkrankungen auftreten können, wissen dagegen 71 Prozent der Befragten.

Diabetes zur Herzensangelegenheit machen

Diabetes ist tückisch: In vielen Fällen verläuft die Krankheit lange Zeit ohne wahrnehmbare, schwerwiegende Symptome. [5] Gefährliche Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose entwickeln sich über Jahre hinweg schleichend, ohne dass Patienten davon etwas bemerken. „Betroffene sollten daher nicht abwarten, sondern ihren Diabetes zur Herzensangelegenheit machen und frühzeitig mit ihrem Arzt gezielt darüber sprechen, wie sie aktiv etwas für ihre Herzgesundheit tun können“, sagt Prof. Blüher.

Den Diabetes oft begleitende Faktoren wie Bluthochdruck und Übergewicht sollten dem Experten zufolge ebenso ernst und in Angriff genommen werden wie die Blutzuckereinstellung. „Ein angepasster Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung sowie moderne Therapieoptionen können helfen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Typ 2 Diabetes zu verringern“, so Prof. Blüher, der auch die Adipositas-Ambulanz am Uniklinikum Leipzig leitet.

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Über Novo Nordisk

Novo Nordisk ist ein globales Unternehmen der Gesundheitsbranche und durch seine Innovationen seit über 90 Jahren führend in der Diabetesversorgung. Diese langjährige Erfahrung und Kompetenz nutzen wir auch, um Betroffene bei der Bewältigung weiterer chronischer Erkrankungen zu unterstützen: bei Hämophilie, Wachstumsstörungen und Adipositas. Novo Nordisk beschäftigt derzeit rund 42.300 Menschen in 75 Ländern. Die Produkte des Unternehmens mit Hauptsitz in Dänemark werden in über 180 Ländern vertrieben. Weitere Informationen unter. Stand: August 2016

Über Changing Diabetes

Changing Diabetes® – Diabetes verändern – ist die Antwort von Novo Nordisk auf die globale Herausforderung durch Diabetes. Seit über 90 Jahren verändern wir Diabetes, indem wir immer bessere biopharmazeutische Arzneimittel erforschen, entwickeln und herstellen. Wir machen sie Menschen mit Diabetes weltweit zugänglich. Aber wir wissen auch, dass es mehr braucht als Medikamente: mehr Aufklärung, frühere Diagnosen und den Zugang zu einer guten Versorgung. Mehr Menschen mit Diabetes sollen ein Leben mit so wenigen Einschränkungen wie möglich führen können. In Zusammenarbeit mit vielen Partnern treiben wir diese Veränderungen voran, in der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam Diabetes besiegen können. Erfahren Sie mehr unter www.changingdiabetes.de und diskutieren Sie mit unter #changingdiabetes.

Literatur

1 Diabetesinformationsdienst München. Diabetes und Herz. Online verfügbar unter: https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/diabetes-und-herz/index.html (zuletzt aufgerufen am 02.02.2017).

2 Rathmann et al. Type 2 diabetes: prevalence and relevance of genetic and acquired factors for its prediction. Dtsch Arztebl Int 2013;110(19):331-7 Online verfügbar unter: http://www.aerzteblatt.de/archiv/138136(e6e6 (zuletzt abgerufen am 01.03.2017)

3 Deutsche Diabetes Gesellschaft. Deutscher Gesundheitsbericht 2017:73. Online verfügbar unter: http://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2017.pdf (zuletzt abgerufen am 02.02.2017)

4 diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2015 – Die Bestandsaufnahme. S. 60 http://www.diabetesde.org/system/files/documents/fileadmin/users/Patientenseite/PDFs_und_TEXTE/Infomaterial/Gesundheitsbericht_2015.pdf (zuletzt abgerufen am 10.04.2017).

5 Diabetes Ratgeber. Typ-2-Diabetes: Die Symptome. Online verfügbar unter: http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-2/Typ-2-Diabetes-Die-Symptome-11704_3.html (zuletzt abgerufen am 03.02.2017)

Über Markus Golla 1462 Artikel

Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege – Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (Universität Wien)

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