AT: Umfassende Hilfe bei Essstörungen

Wien (OTS) – Von Essstörungen sind vor allem Mädchen und junge Frauen betroffen. Umso früher ihre Krankheit erkannt und therapiert wird, umso größer ist die Chance auf Heilung. Mit sowhat. Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen bietet die Vinzenz Gruppe neben ihrem bewährten stationären Therapieangebot nun außerdem ambulante Hilfe – auch für ganz junge Betroffene.

Wie es tatsächlich ist, mit Magersucht zu leben, berichtet eine junge Betroffene im aktuellen Vinzenz magazin. „Die Essstörung hatte eine Eigendynamik entwickelt. Ich selber habe gar nicht gemerkt, dass ich so dünn geworden bin. Erst mein Umfeld hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich immer weniger werde“, erzählt die 27-jährige, die in ihrer schlimmsten Zeit nur noch 33 Kilo gewogen hat. Hilfe fand Nadine auf der III. Medizinische Abteilung für Innere Medizin und Psychosomatik im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, an der Betroffene sowohl medizinisch als auch psychologisch betreut werden. Eine Seltenheit in Österreich. „Zu uns kommen oft wirklich schwere Fälle, deren Körper schon sehr gelitten hat und die wir künstlich ernähren und rund um die Uhr medizinisch betreuen müssen“, erklärt OÄ Dr.in Larisa Dzirlo, Leiterin der Abteilung.

Um so schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden, wären ein frühes Erkennen und eine frühe Therapie nötig. Dieses ambulante Therapieangebot ist neu in der Vinzenz Gruppe und bietet Behandlung für Betroffene an, die unter bestimmten Voraussetzungen von den Gebietskrankenkassen und anderen Kassen übernommen wird. Primaria Dr.in Christine Tretter, Ärztliche Direktorin von sowhat.: „In einem ersten Gespräch informieren wir über die Therapieprogramme, auf Wunsch auch gerne anonym.“

Steißlage – und trotzdem kein Kaiserschnitt

Liegt das Baby mit dem Po („Steiß“) und nicht dem Kopf voran im Bauch, spricht man von Steißlage oder Beckenendlage (BEL). Betroffen sind rund vier Prozent aller Babys und meist heißt das automatisch Kaiserschnitt, da die speziellen Griffe der BEL-Geburtshilfe in der Facharzt-Ausbildung nicht mehr ausreichend gelehrt werden. Nicht so im St. Josef Krankenhaus Wien. Hier gibt es eine spezielle Beckenendlagen-Ambulanz, in der von Experten versucht wird, so vielen Frauen wie möglich, die sich eine spontane Geburt wünschen, diese zu ermöglichen. Von jährlich 130 Beckenendlagen, gelingt das bei 50 Fällen. Ambulanz-Leiter Oberarzt Dr. Christian Altmutter: „Erst in den letzten drei Minuten ist der Ablauf anders. Es kommt zuerst der Popo, dann die Nabelschnur, dann der Kopf. Meistens braucht es dabei eine Hilfe, und dafür gibt es ganz bestimmte Handgriffe, die ich anwende. Das ist die wahre Geburtshilfe!“

Gesunde Trends für Oberösterreich

Welche Themen sind zentral für den Weg des oberösterreichischen Gesundheitssystems in die Zukunft? Dieser Frage ist die Arena-Analyse, die kürzlich in Linz präsentiert wurde, nachgegangen. Für den Bericht haben Kovar & Partners in Kooperation mit der Vinzenz Gruppe fast 100 Expertinnen und Experten interviewt. Ihr Tenor: Die Digitalisierung in der Verwaltung und bei der Behandlung sowie die vielfältige Vernetzung etwa mit Ordinationen oder dem Pflegebereich sind zukunftsweisend.

Neues Sprunggelenk

Eine Arthrose im Sprunggelenk, die meist auf frühere Verletzungen zurückgeht, ist in der Regel – im Gegensatz zu Hüft- oder Knieverschleiß – nicht so leicht durch Implantate behebbar. Dass es auch anders gehen kann, zeigt ein weiterer Artikel in der aktuellen Ausgabe des Vinzenz magazins am Beispiel eines sportlichen Pensionisten. Dieser wurde vom Leiter der Ambulanz für Fußchirurgie des Herz-Jesu Krankenhauses Wien mit einer Prothese versorgt. Orthopäde Florian Gruber und seine Kollegen haben große Erfahrung mit Prothetik für kleine Gelenke. Nicht umsonst ist an ihrer Abteilung das erste zertifizierte Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie in Österreich angesiedelt. Gute Aussichten auch für den betroffenen Patienten: Internationalen Werten
zufolge sind bis zu 80 Prozent der Prothesen
zehn Jahre später noch
intakt.

Die neueste Ausgabe des Vinzenz magazin mit diesen und vielen weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort unter www.vinzenzgruppe.at zum kostenlosen Download im pdf-Format zur Verfügung.

Markus Golla
Über Markus Golla 3024 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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