AT: Neues Antibiotikum gegen multiresistente Bakterien

WHO appelliert: Neue Antibiotika werden dringend benötigt. Pfizer antwortet mit neuer Wirkstoffkombination gegen multiresistente Krankenhauskeime.

Die zu sorglose und ungenaue Gabe führte über Jahrzehnte zur Zunahme bakterieller Krankheitserreger, die gegenüber Antibiotika weniger empfindlich oder sogar völlig resistent geworden sind. – OA Dr. Oskar Janata, Facharzt für Innere Medizin und Antibiotika-Spezialist, SMZ-Ost, Wien

Zunehmende Resistenzen gegen verfügbare Antibiotika stellen eine immer größere Herausforderung im medizinischen Alltag dar. Neue Medikamente werden daher dringend benötigt. Jedes neue Antibiotikum stellt hier einen bedeutenden Fortschritt für Patienten und behandelnde Ärzte dar. – Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin Pfizer Österreich

Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs konzentrieren wir uns auch in Zukunft auf die Erforschung neuer Antibiotika. Unser deklariertes Ziel ist es, Ärzten und Patienten weltweit wirksame Therapieoptionen gegen Infektionen zur Verfügung zu stellen. – Sérgio Alves, Leiter des Bereichs Essential Health Pfizer Österreich

Wien (OTS)Antibiotika retten Leben. Und das vor allem bei schweren bakteriellen Infektionen. Doch gegen resistente oder sogar multiresistente Bakterien sind auch sie wirkungslos. Weltweit wird das besonders in Krankenhäusern und Pflegeheimen zunehmend zum Problem. Deshalb schlug die WHO Alarm, veröffentlichte eine Liste der 12 gefährlichsten Bakterien und rief dringend zur Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente auf. Pfizer kann aktuell reagieren und stellt ein Antibiotikum zur Verfügung, das gegen zwei dieser multiresistenten Keime wirkt.

Antibiotika zählen zu den bedeutendsten Entwicklungen der Medizin. Penicillin, das Pfizer 1944 als erstes Unternehmen produzieren und auf den Markt bringen konnte, und viele Folgepräparate nahmen Krankheiten wie Syphilis, Lungenentzündung, Wundinfektionen, Blutvergiftung oder Scharlach den Schrecken. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg damit kontinuierlich an und bakterielle Infektionen liegen als Todesursache inzwischen weit hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Langsam entwickeln sich einige dieser Infektionen jedoch wieder zu einer gesundheitlichen Herausforderung. Der Grund: Zunehmende Antibiotika-Resistenzen.

Zu häufig und falsch eingesetzt

„Antibiotika zählen heute zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Medikamenten bei Menschen, Tieren und in der Landwirtschaft“, erklärt OA Dr. Oskar Janata, Facharzt für Innere Medizin und Antibiotika-Spezialist am SMZ-Ost in Wien. Dabei ist die Anwendung eigentlich nur für besonders schwerwiegende bakterielle Infektionen vorgesehen. „Die zu sorglose und ungenaue Gabe führte über Jahrzehnte zur Zunahme bakterieller Krankheitserreger, die gegenüber Antibiotika weniger empfindlich oder sogar völlig resistent geworden sind.“ Dazu kommt, dass Antibiotika oft nicht richtig eingenommen werden. Etwa jeder zweite Patient setzt die Therapie zu früh ab, obwohl Erreger noch nicht vollständig eliminiert sind. Faktoren wie ein zu frühes Absetzen der Therapie, eine zu niedrige Dosierung oder eine zu lange Therapiedauer fördern letztendlich die Resistenzbildung.

Resistenzen: „Größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit“

Weltweit spitzt sich das Problem der steigenden Antibiotika-Resistenzen zu. Um die Forschung und Entwicklung neuer wirksamer Substanzen voranzutreiben, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) daher erstmals eine Liste veröffentlicht. [1] Darauf zu finden sind die 12 gefährlichsten Bakterien, gegen die besonders dringend neue Medikamente gebraucht werden. Denn diese Erreger sind zunehmend resistent gegen gängige Arzneimittel und können potentiell tödliche Infektionen auslösen.

Besonders Keime, gegen die mehrere Antibiotika machtlos sind, machen der WHO Sorgen. Sie können z.B. massive Durchfälle, aber auch gefährliche Infektionen in der Lunge oder im Blut auslösen. Diese multiresistenten Bakterien verändern sich ständig, werden gegen neue Medikamente immun und können diese Immunität auch an andere Keime weitergeben. Ein großes Problem stellen sie in Krankenhäusern und Pflegeheimen dar, wo viele Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu finden sind. Diese Personen sind besonders gefährdet. Eine aktuelle europäische Studie zeigt, dass Krankenhauskeime jährlich 2,6 Millionen Infektionen auslösen und 91.000 davon tödlich enden. [2] Janata betont: „In Österreich sind die resistenten Keime derzeit noch gut zu handhaben. Doch wir müssen dringend darauf achten, dass das auch so bleibt und dürfen die Situation nicht unterschätzen.“ Er rät zur Vorsicht, insbesondere um das Einschleppen und Übertragen der gefährlichen Erreger zu vermeiden: „Die korrekte Händehygiene der Mitarbeiter im Krankenhaus, aber ebenso von Patienten und Besuchern, ist die wichtigste Maßnahme, eine Erregerübertragung zu verhindern!“

Neue Therapieoptionen verfügbar

Auf der Liste der WHO befinden sich unterschiedliche Bakterienfamilien gegliedert nach Prioritäten, in denen es zu forschen gilt. Zur Gruppe der aktuell gefährlichsten Keime weltweit gehören demnach unter anderem die zwei Bakterienfamilien Carbapenem-resistente Enterobacteriaceae (CRE) und schwer behandelbare Pseudomonas aeruginosa. Konkret gegen diese konnte das Pharmaunternehmen Pfizer nun ein neues Antibiotikum auf den österreichischen Markt bringen.

Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin von Pfizer Österreich: „Zunehmende Resistenzen gegen verfügbare Antibiotika stellen eine immer größere Herausforderung im medizinischen Alltag dar. Neue Medikamente werden daher dringend benötigt. Jedes neue Antibiotikum stellt hier einen bedeutenden Fortschritt für Patienten und behandelnde Ärzte dar.“ Sérgio Alves, Leiter des Bereichs Essential Health bei Pfizer Österreich, ergänzt: „Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs konzentrieren wir uns auch in Zukunft auf die Erforschung neuer Antibiotika. Unser deklariertes Ziel ist es, Ärzten und Patienten weltweit wirksame Therapieoptionen gegen Infektionen zur Verfügung zu stellen.“ Aktuell befinden sich zwei weitere Wirkstoffe in der Pfizer Pipeline.

4-Punkte-Plan gegen Resistenzen

Um der zunehmenden Antibiotika-Resistenz auch in Zukunft entgegen zu wirken, hat Pfizer in einer Kooperation mit 12 weiteren Pharmaunternehmen einen umfassenden 4-Punkte-Plan entwickelt. Unter anderem verpflichten sich die Unternehmen dazu, sicherzustellen, dass die Medikamente nur von Patienten eingenommen werden, die diese auch wirklich benötigen. Auch wollen sie den weltweiten Zugang zu vorhandenen und künftigen Antibiotika, Impfstoffen und Diagnostika verbessern. Nähere Informationen dazu unter www.ifpma.org. Weitere Informationen zum Engagement von Pfizer im Kampf gegen Antibiotikaresistenten gibt es auf www.pfizer.com.

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Schmerz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 52,8 Milliarden US-Dollar. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 520 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.

Quellen

[1] Pressemitteilung der WHO.  Abrufbar unter www.who.int

[2] Cassini A et al., Burden of Six Healthcare-Associated Infections on European Population Health: Estimating Incidence-Based Disability-Adjusted Life Years through a Population Prevalence-Based Modelling Study; Plos Medicine; October 18, 2016, Abrufbar unter journals.plos.org

Über Markus Golla 1462 Artikel

Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege – Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (Universität Wien)

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