AT: Lebensqualität bis zum letzten Tag

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Wien (OTS) – Wenn das Leben dem Ende zugeht, gilt es Schmerzen und andere belastende Symptome zu lindern. Mit wie viel Gefühl und medizinischem Spezialwissen das gelingen kann, zeigt ein Rundgang durch die Palliativstationen der Vinzenz Gruppe in der aktuellen Ausgabe des Vinzenz magazin.

In der behaglich eingerichteten Station St. Raphael im Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien, die vor 25 Jahren als allererste Palliativstation des Landes gegründet wurde, gilt es Schmerzen zu lindern und umfassend zu behandeln. Betreut werden hier Patientinnen und Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, bei der alle zu einer Heilung führenden Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. „Wir wollen Menschen, die am Lebensende stehen, noch Lebensqualität und Selbstbestimmung geben“, beschreibt Prim. Dr. Athe Grafinger, MSc, Vorstand der Palliativstation, ihre Aufgabe. Dafür steht ein großes Team aus Pflegerinnen und Pflegern, Ärztinnen und Ärzten, Ehrenamtlichen sowie interprofessionellen Mitarbeitern aus den Bereichen Psychologie, Physiotherapie, Sozialarbeit und Seelsorge für die ganzheitliche Betreuung zur Verfügung. So können die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Ein Vorhaben, das auch auf den anderen vier Palliativstationen der Vinzenz Gruppe in Oberösterreich und Wien umgesetzt wird – mit dem Ziel, diese letzte Phase im Leben der Patienten zu einer guten zu machen. Oberarzt Dr. Johann Zoidl, Vorstand der Palliativstation St. Louise am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern: „Oft sagen Patienten, dass die Zeit auf der Palliativstation die schönste in ihrem Leben ist. Weil sie hier bedingungslos angenommen werden. Sie müssen nicht mehr angepasst sein, nichts und niemandem mehr entsprechen. Auf unserer Station werden viele kranke Menschen erstmals richtig frei.“

Ermüdungsbruch – Knochen unter Stress

Verletzungen, die gerade gesunde junge Sportler häufig erleiden, sind Ermüdungsbrüche. Diese Stressfrakturen entstehen, wenn die normale Balance zwischen Belastung und Regeneration im Knochen gestört ist, den Reparaturmechanismen der Mikrofrakturen nicht genügend Zeit gewährt wird, und es zu Brüchen im Knochengerüst kommt. Wichtigster Punkt für Betroffene ist, rasch zur richtigen Diagnose zu gelangen. „Dafür muss man dem Patienten genau zuhören“, weiß Internistin Dr. Afrodite Zendeli, Leiterin der Osteoporose-Ambulanz des Herz-Jesu Krankenhauses, die sich im Rahmen einer aktuellen Studie wissenschaftlich der Erforschung solcher Ermüdungsbrüche und ihrer Ursachen widmet. Meist liege es an falschem Training und unvermittelt hoher Belastung. „Nach einer Stressfraktur sind erst Ruhigstellung, Belastung nur mit Krücken, und sechs bis zwölf Wochen absolute Trainingspause wichtig. In der Regel heilen Ermüdungsbrüche gut von selbst ab, wenn man sich schont.“ Die beste Vorbeugung gegen Stressfrakturen: langsames Aufbautraining ohne plötzliche oder falsche Belastungen.

Neues Medikament hilft Gastritis-Patienten 

Die Typ-B-Gastritis, die häufigste Form der Magenschleimhautentzündung, wird in 90 Prozent aller Fälle vom Helicobacter pylori-Bakterium ausgelöst wird. Helicobacter pylori gilt als wichtiger Risikofaktor für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, Lymphome des Magens und auch für Magenkrebs.

„Seit den neunziger Jahren wird die Typ-B-Gastritis mit einer Kombination aus Antibiotika und Säureblockern behandelt, die das Bakterium töten“, sagt Dr. Franz Pfeffel, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. Nun läuft diese Therapie jedoch Gefahr, an Wirksamkeit zu verlieren, da der häufige Einsatz von Antibiotika zu einer Zunahme von Resistenzen führt. Sie bleiben im Einsatz gegen den Helicobacter pylori immer öfter wirkungslos. Abhilfe im Kampf gegen die Bakterielle Gastritis schafft aber nun ein neues Medikament: Bismut, das in Österreich seit rund einem Jahr zugelassen ist. In Kombination mit Antibiotika und Säureblockern ist die Erfolgsrate damit sehr hoch.

Über Markus Golla 1304 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege - Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (Universität Wien)

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