AT: Korosec zu 10 Jahren 24-Stunden-Betreuung: Zu Pflegende im Mittelpunkt

Seniorenbund-Präsidentin: „Daheim statt im Heim“

(C) ÖVP

Wien (OTS) – Für Pflegebedürftige muss verstärkt der Grundsatz „Daheim statt im Heim“ gelten. Diese Forderung erhebt Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, anlässlich des zehnten Jahrestages der 24-Stunden-Betreuung in Österreich.

„Rund sechs Prozent der Bezieherinnen und Bezieher von Pflegegeld nutzen derzeit diese Form der Betreuung“, erklärt Korosec. Die Entscheidung über den Ort der Betreuung müsse autonom beim Bedürftigen liegen. Außerdem sollten mehrere Personen, die in räumlicher Nähe wohnen, dieselbe Betreuungskraft in Anspruch nehmen können.
In der bundesweiten Vereinheitlichung von Qualitätsstandards im Bereich der Pflege sieht Korosec eine weitere wichtige Forderung an den Gesetzgeber. „Inhaltlich und räumlich gleiche Qualitätskriterien sind die Grundvoraussetzung für Zufriedenheit auf allen Seiten und geben darüber hinaus Sicherheit“, zeigt sich Korosec überzeugt. Natürlich bedürfe es hier einer entsprechenden Kontrolle der Leistungen, auch in diesem Bereich ortet die Seniorenbund-Präsidentin Nachholbedarf.

Dasselbe gilt für Fortbildungsangebote, wie Korosec weiter ausführt. „Das pflegende Personal braucht nach dem Vorbild anderer Berufsgruppen Kurse zur Weiterbildung mit klar definierten Inhalten. Dieser Beruf ist ja nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch psychisch. Mit belastenden Situationen umgehen zu können ist unerlässlich. Der Grundsatz lautet generell: Der zu Betreuende muss immer im Mittelpunkt stehen“.

Über Markus Golla 1648 Artikel

Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege – Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (Universität Wien)

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