„Worte waren ursprünglich Zauber“

(C) Andrey Kuzmin

Mit eben diesen Worten betitelte Steve de Shazer, einer der Gründungsväter der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, welche durch Milton Ericksons bzw. dessen hypnotherapeutischem Wirken deutlich beeinflusst wurde, eines seiner herausragendsten Bücher .

Einleitung:
Ist das möglich, Zauberei mit Worten? Die Neugierde ist groß und es ist ein Aufhorchen im Unterricht der Krankenpflegeschule zu bemerken, wenn der Referent des Faches Psychiatrie sein Interesse für medizinische Hypnose erwähnt. Immer kommt das Wünschen, doch auch diesen Themenbereich unbedingt in den Unterricht einzubauen und immer melden sich zahlreiche Freiwillige, die sich gerne hypnotisieren lassen wollen und das überraschenderweise vor all ihren Kollegen. (Vor Publikum ist das eine dankbare Angelegenheit, denn wenn sich jemand schon von vorhinein wünscht in Trance zu gehen, dann ist es nur mehr erforderlich ihn dazu einzuladen, das eben jetzt zu tun, wenn er sich vorne auf den Sessel neben den Referenten setzt).

Der folgende kurze Überblick richtet sich an die hypnoseinteressierten Kollegen aus Pflege, Psychologie und sonstigen medizinischen Bereichen und soll dazu führen dieses Interesse größer werden zu lassen, neugierig zu sein und infolge noch eingehender sich mit dieser Materie zu beschäftigen.

Historisches zur Hypnose:
Hypnose im Sinne von Riten und Heilungszeremonien ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst und wirkt auch noch heute in vielerlei Gestalt ohne klar als Hypnose tituliert zu werden  in schamanischen Heilungsritualen und Vorstellungen genauso weiter, wie in den verschiedenen Methoden der Meditation als Selbsthypnose. Ob im Zen, im Vajrayana (dem „inneren Yoga“), den Sufiritualen oder beim tanzenden Derwisch, aber auch einfach bei Kindern, die sich noch mehr „Trance“ gönnen, als wir Erwachsene und in ihrer „Spieltrance“ noch aus den vollen Möglichkeiten des Unbewussten schöpfen.

In all diesen Ritualen, Zaubern und Zeremonien kann man auch die erste psychotherapeutische, eigentlich auch ganzheitliche Strategie des Heilens erkennen. Exemplarisch  erwähnt seien Hypnosepraktiken im Gilgamesch-Epos der Sumerer (18 Jhdt. v. Chr.), das Papyrus „Ebers“(16 Jhdt. v. Chr. welches auch Zaubersprüche zur Begleitung des Heilungsversuches anführt), sowie die Inkubation („Tempelschlaf“) der griechischen Antike, bei  der Kranke in einem Tempel  durch einen „Traumschlaf“ (oft mit Ritualen verknüpft) Heilung oder Hinweise auf eine wirksame Behandlung zu erfahren versuchten.

Erstmalig wissenschaftlich versuchte Franz Anton Mesmer die Hypnose zu erklären mit einer „wissenschaftlichen“ Theorie die heutzutage bizarr erscheinen mag; mit seiner Vorstellung eines „animalischen Magnetismus“, wobei der Therapeut dieses magnetische Fluidum auf den Patienten, quasi als Mittler, übertrug (Nicht ganz unähnlich der Exorzismustheorie von Pater Gaßner; siehe Revenstorf- 2001 Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin-ein Manual für die Praxis).

Mesmer blieben akademische Ehren aber verwehrt. Trotz seiner zahlreichen Behandlungserfolge wurde er wiederholt denunziert, sicher auch weil eine wissenschaftlich klare Beweiskette schwierig  nachweisbar war.

Den Begriff „Hypnose“ (Hypnos; der griechische Gotte des Schlafes, Sohn der Nacht und der Dunkelheit) verdanken wir dem englischen Augenarzt James Braid (1795-1860), der nachdem er einer Demonstration eines „ Magnetiseurs“ beigewohnt hatte und fasziniert war selbst  mit dieser  Methode zu forschen begann.  Obgleich er die Idee des Magnetismus bald verwarf und hirnphysiologische Veränderungen suspizierte, arbeitete er an Tranceinduktionen über Fixieren eines Gegenstandes und verfeinerte diese Technik.  Er  konnte vor allem die in Hypnose als Trancephänomen induzierbare Anästhesie für seine augenchirurgischen Behandlungen anwenden.

Die moderne Hypnose ist geprägt durch Virginia Satir, Fitz Pearls, Bandler und Grinder (die Begründer des NLP) und vor allem durch Milton H. Erickson (1901-1980).

Erickson kann als der eigentliche Gründungsvater der Hypnotherapie angesehen werden. Als Psychiater entwickelte er ein ihm eigenes Verständnis von Störungen und Fehlreaktionen, indem er diese in einem ganzheitlichen Ansatz als „Lösungsversuche“ des Unbewussten (für u.a. Konflikte) erkannte.  Wobei es ihm nicht primär um Auflösung von Symptomen sondern, nach vorhandenen Möglichkeiten des Klienten, um Veränderungen und Nutzbarmachung ging. Einige der spezifischen Techniken sind die Utilisation (das zu nutzen, was als Gegebenheiten vorhanden ist), die Yes-haltung („Bejahung“- also Dinge zu äußern, die das Gegenüber vorbehaltlos auch bejahen kann, was eine positive Grundhaltung induziert) und vor allem das Reframing (indem eine konflikthafte oder problematische Gegebenheit umgedeutet und in einen neuen Bezugsrahmen gestellt wird wodurch neue Möglichkeiten für Verständnis und Verarbeitung entstehen).

Hypnose bedeutet heute: geleitete Veränderung des Bewusstseinszustandes im Sinne einer Verschiebung in „unbewusstes“ Wahrnehmen und Erleben, vor allem durch die Methode einer Veränderung der Fokussierung auf an sich unbewusste, subliminale Wahrnehmungen – eine Umlenkung der „ Außenwahrnehmung auf die Innenwahrnehmung“. Der Klient geht in einen Trancezustand, indem äußere Reize teils vermindert wahrgenommen werden, sich das Bewusstsein vor allem der inneren Welt zuwendet. Natürlich kann Trance im Alltag auch ganz von selbst auftreten, wenn es einem angenehm erscheint, und wie zuvor erwähnt, Kinder sind eigentlich unentwegt in Trance.

Wer kennt sie nicht in Wien, die „U-Bahn oder Zugtrance“? Ausgelöst durch  das monotone Geräusch des Zuges, wenn er über die Gleise fährt und die teils rhythmischen Bewegungen des Zuges die sich über den Sitzplatz auf den Körper übertragen, vielleicht auch ein wenig Vibrieren. Vielleicht ist man auch etwas müde. Das führt dann dazu, dass man ganz von selbst in eine innere Erlebniswelt abtauchen kann und Bilder entstehen können sowie Erinnerungen. Die bewusste Wahrnehmung bei welcher Station man gerade hält verblasst zunehmend, bis zu  dem Moment  indem man plötzlich und rechtzeitig wie erwacht, klar wahrnimmt, dass sich gerade die Türen bei der „richtigen“ Station öffnen. Das Unbewusste ist einem dabei meist wohlgesonnen. (Vielleicht ist man aber auch zu müde und man „erwacht“ wenn sich die Türen an der „richtigen“ Station bereits wieder schließen und vielleicht hat das dann auch andere Gründe…. Die Tiefe einer Trance kann variieren, ob eine Hypnose deswegen gut oder weniger gut gelungen ist, ist davon unabhängig)

Jedenfalls ist eine Hypnose, knapp formuliert, eine induzierte, besser aber geleitete Trance eines Klienten durch einen Hypnotiseur, der ebenfalls dabei in einen tranceartigen Zustand gehen kann.

Es handelt sich dabei um eine sehr komplexe vielschichtige Beziehung, wobei  die Tranceinduktion mittels verschiedenster Methoden hervorgerufen werden kann. Mit Musik, Rhythmen, verbale individuell abgestimmte Suggestionen. Optisch, indem der Klient einen Gegenstand (das hinlänglich bekannte Pendel, oder auch ein Finger) fixiert. Durch Drehen oder Bewegen des Körpers, durch Überladen mit Reizen oder eine Kombination mehrerer dieser Möglichkeiten. Natürlich braucht es  das Vertrauen des Klienten und den Wunsch in Trance zu gehen. Welche Umstände könne in diesem komplexen zwischenmenschlichen Beziehungsrahmen dann eine Tranceinduktion, eine Veränderung des Bewusstseinszustandes erleichtern, wenn es sich ohnehin beide wünschen, dass ebendiese eintritt?  Das Zauberwort heißt Rapport und wird später in der Erläuterung des Ablaufes einer Hypnose erörtert.

Suggestionen:
Wichtig ist auch die Verwendung von Suggestionen (lat. Eingebung). Mittels Begriffen, Worten, Metaphern  und auch Gesten werden im Klienten innere Reaktionen, Vorstellungsbilder hervorgerufen, welche selbst auch wieder zu Reaktionen von Geist und Körper führen können. Insbesondere auch im ärztlich/pflegerischem Kontext haben Worte eine große Suggestivkraft, schon allein aufgrund des spezifischen Settings. Das kann heilend wirken, aber auch schädlich.

Da hypothetisch das Unbewusste das Wort „nicht“ nicht kennt, erscheint es besonders empfehlenswert Negationen zu meiden und stattdessen positiv und konstruktiv zu formulieren. Wer schon einmal versucht hat, ausschließlich in positiven und konstruktiven Formulierungen zu kommunizieren, wird sich anfangs wundern wie schwer das ist. Wie sehr sind doch im üblichen Sprachgebrauch Negativformulierungen die alltägliche, allgemeine Praxis sind. Wenn Worte, welche über ihre Suggestionskraft  und der Art und Weise wie sie betont werden weitere Metaebenen besitzen, die den oberflächlich erkennbaren Wortgehalt bei weitem übersteigen, dann ist es lohnend auch im allgemeinen Patientenumgang sehr bedacht seine Formulierungen zu wählen. Beispiel: Denken sie nicht an einen rosa Elefanten!- das führt dazu, primär an ebensolchen zu denken- und nicht „nicht“. Um das weiter zu illustrieren kurze  Beispiele: Einem Kind zuzurufen „ Fall nicht hin!“ wenn es rasch durch unwegsames Gelände läuft, ist eigentlich eine Suggestion hinzufallen- beim Unbewussten kommt unterschwellig „ Fall …hin“ an.

Um das in den medizinischen Bereich zu verlagern: Welche Suggestionen wirken wohl bei einer Patientin mit drohender Frühgeburt, die deswegen in ein Spezialzentrum verlegt wird und von der Notärztin folgende Worte hört und auch suggestiv erlebt „ Keine Angst, sie brauchen sich nicht fürchten. Bei mir sind schon öfters im Rettungswagen Kinder zur Welt gekommen. Das ist kein Problem“. Ja genau, das kann man auch anders formulieren- ist aber unüblich, im allgemeinen Sprachgebrauch (z.B.  ganz banal positiv und konstruktiv formuliert, formal inhaltlich nahezu ident,  „Sie können jetzt ganz beruhigt sein und sie können uns vertrauen, denn wir werden sie sicher ins nächste Krankenhaus bringen“).

Hypnose im Prozess

  • Rapport (franz. Verbindung), welcher eine vertrauensvolle, von wechselseitiger empathischer Aufmerksamkeit und vorbehaltloser Wertschätzung getragene Beziehung bezeichnet, also die optimale Beziehung zwischen Hypnotiseur und Hypnotisiertem. Die Grundlagen dass Hypnose überhaupt funktionieren kann.

Das bezieht sich sowohl auf die verbale und auch auf die nonverbale Ebene der Kommunikation. Wobei der Hypnotiseur versucht eben beide Ebenen wahrzunehmen und als Zeichen dieser Wahrnehmung dies seinem gegenüber unterhalb dessen Bewusstseinsschwelle mitzuteilen. Verbal, indem er Begrifflichkeiten oder Wortbilder seines gegenüber übernimmt, dessen Tonlage, und vielleicht auch Sprachrhythmus. Und besonders effektiv, den eigenen Sprachrhythmus an den Atemrhythmus des Gegenübers anpasst; indem er immer spricht, wenn der zunehmend in Trance gleitende Klient ausatmet, und pausiert wenn dieser einatmet. Das allein kann dazu führen, dass ein überraschend leichter Übergang in einen anderen Bewusstseinszustand gelingen kann. Wie eine Art Bioresonanzgerät , welches über Rückkoppelungsmechanismen die Trance immer weiter verstärkt.

Nonverbal kann das gelingen, indem die Psychomotorik des Gegenüber „gespiegelt“ wird (siehe Spiegelneuronentheorie), in Haltung, einem Blinzeln des linken oder rechten Auges vielleicht, ein Bewegen eines Fingers in der Frequenz der Atmung, und insgesamt einer Anpassung in Mimik und Gestik.

  • Anamnese (Symptome, evtl. Vorerfahrungen), Aufklärung, sowie Zieldefinition

Hierbei können bereits – weiter auf die Trance vorbereitend welche sich oft bereits allein durch den Rapport beginnt einzustellen – erste Suggestionen gesetzt werden. Wobei diese, den systemischen Therapieverfahren  ähnlich,  Ziel und Lösungsorientiert ist (und auch das Erklären welche Möglichkeiten und Unmöglichkeiten die Hypnose hat, sollte wesentlicher Bestandteil der Aufklärung sein).

  • Induktion einer Trance, mit stufenweiser Vertiefung. Verbal suggestiv, und durch Orientierung oder Lenkung der Aufmerksamkeit, des Fokus, auf subliminale, unbewusste, und auch innere Wahrnehmung, Fixation eines Gegenstandes etc. (wie zuvor bereits beschrieben gibt es zahlreiche technische Möglichkeiten).
  • „Therapeutischer Teil“- Märchen-Metaphern, Utilisation etc…, auch hier bestehen verschiedenste Möglichkeiten – ob nun mit allen 5 Sinnen in der Trance gearbeitet wird, oder indem der Hypnotiseur einfach eine „Geschichte“ erzählt, und diese vordergründig gar nichts mit dem Klienten zu tun haben muss – besonders kunstvoll und kreativ sind zahlreiche Beispiele in Milton Ericksons Lehrgeschichten nachzulesen.
  • Reorientierung mit Dehypnose- das kann schrittweise gelingen indem der Hypnotiseur ganz langsam die Sinne des Klienten wieder nach außen orientiert, auf äußere Reize richtet und ihm nahelegt in einem, für ihn passendem Tempo, in 10 oder 15 Atemzügen wieder ganz frisch und hellwach zu sein. Eine Nachsuggestion kann anschließend noch hineingewoben werden, eventuell sich bewusst an gar nichts zu erinnern, weil man ja hier in diesem Raum war. (Amerikanische Psychiater sind  besonders bedacht ausreichend zu dehypnotisieren um keinesfalls rechtlich belangt werden zu können, aus Sorge sich für die erhöhte Suggestibilität, auch posthypnotisch, verantworten zu müssen.) Jedenfalls ist jede Hypnose, auch als Restphänomen, nach dem ersten Nachtschlaf beendet, sollte der Klient sich der Dehypnose entzogen haben.
  • Nachgespräch völlig offen geführt.

Indikationen für Hypnose im medizinisch/ pflegerisch/ ärztlichem Tätigkeitsfeld:
Psychiatrischer Bereich: als Psychotherapie in Form von Hypnosetherapie an sich,  insbesondere Angsterkrankungen/Phobien,  dissoziative sowie funktionelle Störungen, Abhängigkeit/Substanzmissbrauch (v.a. Alkohol und Nikotin), Schlafstörungen, sexuelle Störungen, als Entspannungsverfahren, bei Verhaltensstörungen, ADHS, Nykturie ohne organisch erkennbare Ursache, Depressionen, eventuell eingeschränkt auch bei Persönlichkeitsstörungen wie auch der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung.

Sämtliche „ psychosomatisch“ klassisch mitbedingte Erkrankungen wie Asthma Bronchiale oder Hypertonie (wobei der Autor nicht an „die Psychosomatik“ als Dichotomie glaubt, weil es nicht körperlich oder psychisch, sondern nur beides untrennbar verwoben gibt). Schmerz, nahezu jeglicher Qualität, akut bis chronisch, auch Phantomschmerzen. Auch begleitend bei oder vor jeder invasiv medizinischen Intervention, sowohl durch die analgetische wie auch anxiolytische Wirkung. Wie z. B. beim Zahnarzt, in der Dermatologie beim Verbandswechsel, bei chirurgischen Eingriffen und natürlich auch bei der Geburtshilfe. Erkrankungen die hypothetisch auf dem Prinzip der visceralen Hypersensitivität erklärlich sind, wie eben das Reizdarmsyndrom sowie die funktionelle Dyspepsie. Angstlösend bei kinderärztlicher Untersuchung, sowie auch hier bei nötigen Interventionen als Begleitmaßnahme.

Kontraindikationen:
Produktiv psychotische oder präpsychotisch wahnhafte Zustandsbilder werden allgemein als absolute Kontraindikationen gesehen. Immer ist die Beurteilung der Frage der Indikation natürlich auch abhängig von der jeweiligen Erfahrung und dem Kontext.

Es bedarf jedenfalls des Wunsches, der Motivation eines Klienten in Trance gehen zu wollen. Ohne diesen, auch wenn er nur gering ist, kann eine Hypnose nur scheitern. Die große Sorge“ gegen seinen Willen hypnotisiert zu werden, auch Dinge zu tun ,die man sonst niemals getan hätte ist unbegründet, insbesondere was dissoziales Verhalten betrifft. Eine gewisse Bereitschaft und ein Wollen wäre dann beim Klienten sicherlich auch im „wachen Bewusstseinszustand“ vorhanden.

Zur Sicherheit sollten sie sich abschließend jetzt fragen wieviel Geld heute in ihrer Geldbörse ist, denn das führt dazu das jeder sicher ausreichend wach ist. Bedenken sie vor allem die suggestive Kraft der Worte und formulieren sie bedacht, positiv und konstruktiv, um die „Tiefenwirkung“ ihrer Worte zu verstärken.

Auch wenn es dazu gerade in jüngster Zeit auf politischer Ebene absurde Bemühungen gab und gibt, so zu formulieren, dass bloß keine unangenehmen Bilder in den Köpfen und Herzen der Menschen entstehen können (mit denen Politiker ja nicht assoziiert werden wollen). Das betrifft sogar zahlreiche politische Personen, unterschiedlicher Couleur, die sich geradezu einen Wettstreit der Absurdität liefern. Und zwar weit über das, „um den heißen Brei Gerede“, hinaus, nur technisch so schlecht und offensichtlich, dass man von keiner subliminal wirksamen Suggestion mehr ausgehen kann. Das ist einfach zu durchschaubar. Dennoch ist es unglaublich, welchen Unfug man mit Sprache anstellen kann.

Oder hätten sie jemals vermutet, dass man einen Zaun auch „positiv“ als „Türe mit Seitenteilen beschreiben kann“…

Autor: Dr. Manfred Greslechner
Titel: „Worte waren ursprünglich Zauber“
Ausgabe: Pflege Professionell 02/2015
Link: Zur kompletten Ausgabe

 

 

 

Über Manfred Greslechner 1 Artikel
Facharzt für Psychatrie, Psychosozialer Dienst Wien, Sozialpsychiatrisches Zentrum der Caritas Wien, Lehrer an den Schulen: Gesundheits- und Krankenpflege Schule am SMZ Ost & Wilhelminenspital

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen