3. Lernort im SZO

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Der FH-Studienstandort an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule SZO eröffnete feierlich seine beiden innovativen Simulationsräume. Hochrangig geladene VIPs wohnten der Eröffnung bei.  Die zwei neu geschaffenen Demonstrationsräume sind das Ergebnis des Projektes ‚3.  Lernort‘ unter der Leitung von Mag. Martin Kraßnig. Laut Literatur ist der 3. Lernort, ein Ort der Integration von theoretischem und praktischem Lernen dient. Landwehr (2003) definiert ihn unabhängig von Schule und Praxis, Meyer-Hänel & Umbescheidt (2006) sprechen im Gegensatz dazu vom Lernbereich Training & Transfer im Bereich von Schule und Praxis. Grundsätzlich stellt der dritte Lernort eine Verbindung zwischen den Lernorten „Schule“ und „Praxis“ her, um die „Theorie – Praxis“ und „Praxis – Theorie“-Kluft zu minimieren und basiert auf der Idee des transferorientierten Lernens. Die Befähigung zur Überbrückung der Differenz zwischen Lernsituation und Anwendungssituation wird als wichtiger Teil gesehen. Fehler sind erlaubt und erwünscht, um darauf aufbauend neue Handlungsstrategien zu entwickeln. Individuelle Stärken und Schwächen, individueller Lernbedarf und Lerninteressen stehen im Vordergrund für die Gestaltung der Lernprozesse im dritten Lernort. Der dritte Lernort ist daher ein  praxisnaher Trainingsort, in dem Handlungsschritte erprobt und geübt werden und gleichzeitig eine Reflexion durch Selbst- und/oder Fremdbeurteilung erfolgt. Typische Charakteristika  sind

  •  Stellt eine Verbindung zwischen den Lernorten „Schule“ und „Praxis“ her, um die Kluft zwischen Theorie und Praxis bzw. zwischen Praxis und Theorie zu minimieren und ist dadurch transferwirksam.
  • Ist ein praxisnaher Trainingsort, in dem Handlungsschritte erprobt und geübt werden können. Gleichzeitig wird während dem Üben von realen Situationen eine metakognitive Reflexion durch Selbst- und Fremdbeurteilung ermöglicht.
  • Ermöglicht handlungsorientiert, transferorientiert und selbstgesteuert zu lernen. Aus erlaubten Fehlern entstehen neue Perspektiven.
  • Der Auszubildende steht im Vordergrund. Individuelle Stärken und Schwächen, individueller Lernbedarf, Lerninteressen sind ausschlaggebend für die Gestaltung der Lernprozesse. Gleichzeitig wird so die Motivation der Auszubildenden gefördert.
  • Die Auszubildenden erkennen den eigenen Lernbedarf, formulieren daraus ihre Lernfragen und beantworten diese mit evidenzbasiertem Wissen aus den jeweiligen Unterrichten (Meyer-Hänel & Umbescheidt, 2006).
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Das Demos S (S steht für stationär) ist einem Intensivzimmer oder einer Station nachempfunden. Kombiniert mit dem Advanced Nursing Patient Simulator Susie® 2000 (computergesteuerter Pflegesimulator) wird im Setting Intensivstation oder der Station angeleitet, Wissen vermittelt und gelernt.

Das Demos H (H steht für häuslich) ist ein Wohnzimmer als solches eingerichtet. Das pflegerische Beratungsgespräch mit ausgewählten SimulationspatientInnen wird darin schwerpunktmäßig zum Einsatz kommen.

 

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Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut die Räume realitätsnahe und mit „viel Liebe zum Detail einzurichten“, meinte Verwaltungsdirektor Gerhard  Rudy, OAR.

Ergänzend zur Gestaltung der Räume hat das Projektkernteam ein professionelles Lehrvideo zur Erläuterung des Modells gedreht. Dieses rundet das Simulationstraining ab und bietet die bestmögliche Ausbildung der Lernenden am FH-Studienstandort der Gesundheits- und Krankenpflegeschule SZO unter der Leitung von FH-Studienstandortleitung Direktorin Michaela Dorfmeister, MBA.

Modern, zukunftsorientiert und innovativ – so präsentiert sich der FH-Studienstandort SZO!

Markus Golla
Über Markus Golla 3024 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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